Jun 242014
 

Gesprächsrunde über Verbesserungen – Demnächst Eintrittskarten für Kultur und Sport im Angebot

Weiden. (esc) Auch wenn der Laden gut läuft, kann es nicht schaden, Verbesserungen anzustreben und Neues auszuprobieren. Das dachte sich Josef Gebhardt. Deshalb lud der Vorsitzende der Weidener Tafel Vertreter von Beratungsstellen und der Stadt zu einem gemeinsamen Gespräch ein.

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Seit März ist Gebhardt neuer Vorsitzender des Vereins. Inzwischen wurden schon viele Fragen und Themen an ihn herangetragen, die er in der Gesprächsrunde aufgreifen wollte. „Wir sind bereit, Änderungen herbeizuführen, wenn nötig“, betonte Gebhardt. Zur Diskussion stand unter anderem der Erlass der Korbspende von zwei Euro: Für manchen Betroffenen sei eben auch dieser geringe Betrag „sehr viel Geld“, wie Christian Hölzl vom Sozialamt weiß. Die Anzahl der Personen, für welche die Stadt sogenannte Befreiungsscheine ausstelle, sei außerdem verschwindend gering. „Wir prüfen das alles ganz genau nach.“ Der Erlass des Aufwands für diese Betroffenen sei in Ordnung.

„Kinder haben Vorrang“

Joghurt, Eier, Butter und Milch gehören zu den Lebensmitteln, die in der Regel an Familien mit Kindern ausgegeben werden. Viele Einzelpersonen hätten den Wunsch geäußert, dass auch ihre Personengruppe solche Produkte erhält. „Wenn wir die Menge hätten, dann würden wir natürlich auch an Alleinstehende diese Produkte abgeben“, sagte Sabine Herrmann, Leiterin des Ladens im Stockerhutweg. „Aber Kinder haben Vorrang.“ Ein Einwand von Astrid Baierl vom Frauenhaus: „Vor allem Alleinstehende sind oft schlechter gestellt und können sich noch weniger als Familien solche Lebensmittel leisten.“ Der Lösungsvorschlag vonseiten der Tafel sieht so aus: „Möglich wäre es, einmal im Monat diese Produkte an alle zu verkaufen.“

Rotationsprinzip prüfen

„Manchmal haben wir einen Überschuss an bestimmten Lebensmitteln, manchmal sind diese gleich weg“, berichtete Gebhardt. „Deswegen wechseln wir bei der Ausgabe auch immer durch, damit jeder die Chance hat, ein bestimmtes Produkt zu bekommen.“ Beirat Dr. Horst Fabriz betonte in diesem Zusammenhang, dass es der Tafel leider nicht gestattet sei, mit Spendengeldern Lebensmittel hinzuzukaufen. Der Verein wolle nun intern klären, ob man auch hier ein Prinzip der Rotation einführen könne.

Mit den Ausgabezeiten der Tafel (montags 13 bis 16 Uhr, mittwochs und freitags von 11 bis 14 Uhr) zeigten sich die Gesprächspartner einverstanden. Vollmachtsschreiben für diejenigen, die zu den Ausgaben keine Zeit haben, seien eine Möglichkeit, trotzdem bei der Tafel einzukaufen. Dagmar Deutschländer von der Diakonie Weiden mahnte im Zusammenhang mit dem bezugsberechtigten Personenkreis, auch die Wohngeldberechtigten im Blick zu behalten.

Dass die Hemmschwelle, bei dem Verein einzukaufen, bei den Betroffenen noch immer hoch ist, stellte Gleichstellungsbeauftragte Monika Langner fest. Dies bestätigten auch die Teilnehmer von den Beratungsstellen. Ein Vorschlag wäre, die „Neuen“ eine halbe Stunde vor Ausgabe einzuladen, ihnen das Einkaufs-System zu erklären und ihnen zu helfen. Sind Asylbewerber berechtigt, bei der Tafel Lebensmittel zu beziehen? Gebhardt: „Asylbewerber, die in einer Unterkunft wohnen, bekommen nichts. Diejenigen, die außerhalb wohnen, dürfen einkaufen.“ Dennoch

denkt die Tafel an diesen Personenkreis. „Sollten wir einmal einen Überfluss an Artikeln und etwas übrig haben, dann fahren wir diese auch in das Asylbewerberheim“, sagte Tafel-Fahrer Richard Strehl. „Wir haben zum Beispiel schon Schokolade dorthin geliefert.“ Etwas Neues plant die Tafel um Vorsitzenden Gebhardt auch: die „Kunst- und Kulturtafel“. „Wir wollen unseren Kunden Eintrittskarten für die Kunst-, Kultur- und Sportszene anbieten.“ Viele andere Städte hätten dies bereits im Angebot. Für ein zweites Fahrzeug, das sich der Verein zulegen möchte, sind noch Sponsoren gesucht.

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Quelle: Der neue Tag, www.oberpfalznetz.de

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Beim Kaffee ins Gespräch kommen

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Jun 242014
 

Wolfgang Braun lädt Familien aus Syrien zum Bürgerfest ein – Arbeitskreis Integration gegründet

Fuchsmühl. (si) Anfang Juni zogen sechs Familien aus Syrien im Kewog-Hochhaus ein. Fuchsmühl soll für die Kriegsflüchtlinge aber nicht nur Wohnquartier sein. Ein Arbeitskreis kümmert sich um eine gute Integration. Dazu gehört auch eine Einladung zum Bürgerfest.

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Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl hat in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde und Bürgermeister Wolfgang Braun den Arbeitskreis ins Leben gerufen. Mittwochabend trafen sich dazu Bürger, Vereine und Organisationen im Gasthof „Weißenstein“.

In einer ersten Vorstellungsrunde erzählten die rund 20 Teilnehmer, wie sie sich persönlich oder als Verein in den Arbeitskreis einbringen wollen. Bürgermeister Wolfgang Braun betonte, dass er den Sinn des Arbeitskreises in erster Linie darin sieht, „den neuen Bürgern zu helfen, indem man ihnen die Möglichkeit gibt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen“.

Als eine der ersten Aufgaben nannte Karin Lukes, die seit 23 Jahren Migrationsbeauftragte der Diakonie Weiden ist, die deutsche Sprache zu vermitteln. Die Volkshochschule Tirschenreuth wird einen Integrationskurs für die Kriegsflüchtlinge anbieten. Starten soll der Lehrgang voraussichtlich am 7. Juli. Die VHS stellt für den Kurs das Material und übernimmt den Unterricht, der sich wohl über ein Dreivierteljahr erstreckt.

Fahrdienste

AWO-Geschäftsführerin Angelika Würner bot die Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt an, die sich auf vielen Feldern im sozialen Bereich engagiere. So will die AWO unter anderem Fahrdienste zu Ärzten übernehmen oder für dringend benötigte Möbelstücke ein Fahrzeug und zwei Mitarbeiter zur Verfügung stellen. Auch bei der Beaufsichtigung der Kinder während des Deutschkurses konnte sich Angelika Würner Unterstützung vorstellen.

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Die Vorstellungsrunde zeigte bereits, wie vielfältig die Ideen und Möglichkeiten sind, die Flüchtlinge zu unterstützen. Fest stand für alle Beteiligten, „gemeinsam an einem Strang zu ziehen“. Im Laufe des Treffens wurde auch deutlich, dass die Flüchtlinge Hartz-IV-Leistungen erhalten und kein „Begrüßungsgeld“ bekommen. Ein kleines gewährtes Startkapital werde später wieder abgezogen. Der am Mittwoch gegründete Arbeitskreis wählte den Titel „Integration für Flüchtlinge“. Zur Sprecherin wählten die Mitglieder Hannelore Bienlein-Holl.

Gemeinsam zum Fest

Noch am Mittwoch beschloss der Arbeitskreis, die syrischen Familien beim Bürgerfest am 22. Juni zum Kaffeetrinken einzuladen. Bürgermeister Wolfgang Braun erklärte sich spontan bereit, die Kosten dafür zu übernehmen. Einige Mitglieder des Arbeitskreises werden die Familien am Hochhaus abholen und mit ihnen das Fest besuchen. Um die Organisation kümmert sich Karin Lukes. Stichwort Hilfsgüter: Hier bat Wolfgang Braun: „Wenn wir etwas bekommen, dann sollten die Sachen schon noch gut erhalten sein.“ Wichtig seien Bürger, die Fahrdienste während der Woche übernehmen. Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet am 9. Juli statt.

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Spiele und Kartons voll mit Wäsche

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Jun 242014
 

Hilfsgüter an Kriegsflüchtlinge aus Syrien übergeben – Kinder freuen sich über Fahrräder

Fuchsmühl. (hd) Kinderaugen strahlen und auch die erwachsenen Kriegsflüchtlinge aus Syrien sind überglücklich, als am Mittwochnachmittag Gottfried Sperrer mit Traktor und Anhänger vor der Asylbewerber-Unterkunft am Buchäckerweg vorfährt. Aufgeladen hat er unter anderem zehn Fahrräder, einen Kinderwagen, Spielzeug und einen Bürostuhl.

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Gesammelt hat die Hilfsgüter Hannelore Bienlein-Holl. Sie freut sich, dass ihr Aufruf offenbar im gesamten Landkreis gelesen wurde. Besonders die Kinder können es kaum erwarten, bis die Fahrräder und Hilfsgüter abgeladen und verteilt werden. Da trifft es sich gut, dass ein Fuchsmühler vorbeikommt und aus dem Laderaum seines Autos ein Fahrrad holt. „Zum Putzen bin ich nicht mehr gekommen. Aber einen neuen Schlauch hab’ ich noch rein gemacht.“ Nur Minuten später parkt Bürgermeister Wolfgang Braun vor dem Kewog-Wohnhaus. Auf der Ladefläche des Bauhof-Fahrzeugs ebenfalls ein gut erhaltenes Fahrrad.

Wolfgang Braun und Hannelore Bienlein-Holl danken allen Spendern. „Das ist Mitmenschlichkeit.“ Den Dankesworten schließt sich auch Migrationsberaterin Karin Lukes gerne an, die zufrieden nicht nur auf die Fahrräder, sondern auch auf Kissen, Wäsche, Fernsehgerät, Bügelbrett, Bügeleisen und Spiele für die Kinder blickt. Die evangelische Gemeinde in Tirschenreuth habe besonders viele Kleider gespendet. Mitglieder des Arbeitskreises Asyl setzen sich nun zusammen und „schauen, was noch zu tun ist“. Denn die Hilfe für Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber dürfe sich nicht nur auf das Sammeln von Hilfsgütern beschränken, bekräftigt Hannelore Bienlein-Holl. Sie und Bürgermeister Wolfgang Braun bitten alle Bürger, die noch Waren für die Kriegsflüchtlinge aus Syrien spenden möchten, sich vorab im Rathaus (Telefon 09634/92090) oder unter Telefon 09634/3731 (Hannelore Bienlein-Holl) zu melden.

Quelle: Der neue Tag, www.oberpfalznetz.de

 

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„Kommen Sie zu uns ins Rathaus“

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Jun 242014
 

Bürgermeister Wolfgang Braun heißt Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien willkommen

Fuchsmühl. (hd) „Echte Integration ist uns wichtig“, versichert der Fuchsmühler Bürgermeister, als er am Mittwoch sechs Flüchtlingsfamilien aus Syrien willkommen heißt. „Wer Hilfe braucht, kann sich jederzeit an uns wenden. Kommen Sie einfach ins Rathaus.“ Keine leeren Worte. Gleich nach seinem Besuch in der Unterkunft am Buchäckerweg nimmt Wolfgang Braun die Familienväter mit ins Rathaus.

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Mitgebracht hat Braun einen Lageplan, auf dem auch der Fuchsmühler Dorfladen markiert ist. Hier gebe es zahlreiche Lebensmittel und „was man sonst zum Leben braucht“. Bei seinem Besuch im Kewog-Hochhaus verteilt der Bürgermeister an die Kinder auch kleine Geschenke: Steinwald-Memory-Spiele. Kurz stellt er die Gemeinde mit 1800 Einwohnern vor, bedauert aber: „Leider haben wir die Schule nicht mehr am Ort.“ Ein Bus bringe die Kinder nach Wiesau.

„Wir müssen schauen, dass die Kinder aus den Flüchtlingsfamilien rasch die Schule besuchen können“, drängt Migrationsberaterin Karin Lukes von der Diakonie Weiden. „Und die Erwachsenen müssen möglichst schnell mit Sprachunterricht starten.“ Hier hakt Bürgermeister Braun sofort ein. Für den Sprachunterricht könne die Gemeinde einen Raum im Rathaus zur Verfügung stellen.

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Überhaupt stehe das Rathaus allen offen. „Wenn was fehlt, kommen Sie zu mir“, unterstreicht der Bürgermeister mehrfach. „Wenn es irgendwo brennt, kommen Sie. Wir schalten uns da gerne ein. Wir wollen das regeln.“

Hilfe bietet auch Pfarrer Varghese Kanjamala vom Vinzentiner-Kloster Fuchsmühl an. Herzlich begrüßt er die über 30 Flüchtlinge, die unter anderem aus Aleppo und Damaskus kommen – darunter Ingenieure, ein Lehrer, ein Elektrotechniker und ein

Kontakte knüpfen

Beim Besuch in der Asylbewerberunterkunft kommt aus den Reihen der sechs Flüchtlingsfamilien auch die Frage nach Spielmöglichkeiten. Der Fuchsmühler Bürgermeister verspricht: „Wir kümmern uns darum.“ Auch verweist er auf eine Fläche nahe beim Rathaus. Hier könne man prima Fußball spielen. Karin Lukes nickt zufrieden: „Das ist gut.“ Denn da bekämen die Kinder Kontakt zu gleichaltrigen Einheimischen.

„Wo bekommen wir günstig Fahrräder oder Möbel?“ Wolfgang Braun empfiehlt: „Machen Sie eine Liste, was Sie brauchen. Wir binden uns dann in die Organisation ein.“ Der Bürgermeister freut sich dabei, dass mindestens zwei Wochen lang ein Dolmetscher vor Ort ist.

Viele Formulare

„Kommen Sie doch gleich mit hoch zum Rathaus“, lädt Wolfgang Braun Familienväter, Dolmetscher und Migrationsberaterin ein. „Dann bekommen Sie einen Eindruck von Fuchsmühl.“ In der Gemeindeverwaltung geht’s dann ans Formulare-Ausfüllen. Dies sei Voraussetzung, dass die Banken dann in den nächsten Tagen die zustehenden Unterstützungen auszahlen dürften, erläutert Braun. Bis dahin gibt’s im Rathaus ein Startkapital: 150 Euro pro Erwachsenem und 100 Euro pro Kind.

Rücksicht nehmen

Wolfgang Braun verabschiedet sich nicht ohne einen Appell: „Wenden Sie sich bei Problemen gleich an uns. Ich kann am Wochenende gerne auch mal bei Ihnen vorbeikommen. Ich wohne nicht weit entfernt.“ Die Anwohner bittet der Bürgermeister um Verständnis, weil nun etwas mehr Kinder als gewohnt hier leben. Für Flüchtlingsfamilien und Einheimische gelte: „Es muss eben jeder etwas Rücksicht nehmen.“

Quelle: Der neue Tag www.oberpfalznetz.de

 

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Fuchsmühl soll neue Heimat werden

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Jun 242014
 

Die ersten sechs Flüchtlingsfamilien mit 34 Personen aus Syrien ziehen ins Kewog-Hochhaus

Fuchsmühl. (jr) Hinter ihnenliegt eine furchtbare Zeit vollerAngst und Qualen. Als sie keinenAusweg mehr in ihrer HeimatSyrien sahen, flüchteten dieFrauen, Männer und Kinder. Zufluchtfinden sie nun in derMarktgemeinde Fuchsmühl. Siesoll ihre neue Heimat werden.

Sechs Familien mit insgesamt 34 Personen, darunter 16 Kinder stehen da am Montagvormittag noch etwas verloren am Eingang des Kewog-Hochhauses. Von der Zentralen Aufnahmestelle in Friedland aus sind sie bereits vergangene Woche nach Wiesau gebracht worden, wo sie für einige Tage in einer Pension gewohnt haben. Am Montag siedeln sie nach Fuchsmühl über.

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Einfach, aber zweckmäßig

Lächelnd zwar, aber zurückhaltend entsteigen sie dem Bus und begutachten ihre neue Heimat. Ein Dolmetscher hilft, dass alle die ihnen zugedachten Wohnungen auch finden. Die Räume sind einfach. Lediglich die Küche ist neu eingebaut worden, ansonsten stehen Etagenbetten zum Schlafen bereit. Dazu noch ein Tisch fürs Wohnzimmer und ein komplett eingerichtetes Bad. „Wir haben alles zweckmäßig eingerichtet“, sagt Franz Brunner, der im Auftrag der Regierung der Oberpfalz beim Einzug dabei ist. 90 bis 120 Quadratmeter groß sind die Wohnungen, aber noch nicht besonders behaglich. „Das sollen die Familien selber machen“, sagt Brunner.

Anders als Asylbewerber erhalten die Kriegs-Flüchtlinge ab sofort Hartz-IV, dazu noch Kindergeld. „Davon können und sollen sie sich einrichten.“ Bei Heimleiter Ulrich Merdan laufen alle Fäden zusammen. Wie lange die Leute hier bleiben, vermag er auch nicht zu sagen. Sie haben ihr Land nicht freiwillig verlassen, würden lieber heute als morgen wieder heimkehren, wenn es die Situation erlaubt.

Von Beginn an mit dabei ist Migrationsberaterin Karin Lukes (Diakonie Weiden). Liebevoll kümmert sie sich um die Syrer, knüpft gleich erste Kontakte und verscheucht etwaige Berührungsängste. In drei bis vier Wochen schon soll ein sechsmonatiger Deutschkurs für die Gäste starten. Die Kinder können ab sofort den Kindergarten in Fuchsmühl und die Schule in Wiesau besuchen. „Mit den Kindern kommen die Leute zusammen“, hofft sie auf schnelle Freundschaften der Familien zur heimischen Bevölkerung. „Wichtig ist, dass die Sprachbarrieren schnellstmöglich abgebaut werden.“

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Offizielle Begrüßung

Wie Franz Brunner erzählt, hat die Bundesrepublik bisher 10 000 Flüchtlinge aus dem ihr zugeteilten Kontingent übernommen. Diese werden anteilsmäßig auf die Bundesländer verteilt. Am Mittwoch wird Bürgermeister Wolfgang Braun die Neu-Bürger offiziell in Fuchsmühl begrüßen und ihnen die Marktgemeinde näher bringen.

 

Quelle: Der neue Tag www.oberpfalznetz.de

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„Hallo, wir sind Nachbarn“

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Jun 052014
 

Verein Café Mitte fördert Begegnung mit Asylbewerbern: Erste Kontakte bei Tasse Kaffee

Weiden. (rdo) Sie wohnen nahe beieinander – und kennen sich doch nicht. Allzu oft trifft das auf das Zusammenleben von Einheimischen und Asylbewerbern zu. Dagegen wollte der Verein Café Mitte nun etwas unternehmen: Zusammen mit der Diakonischen Asylbewerber-Beratung veranstaltete er am Samstag ein Treffen unter der Überschrift „Hallo, wir sind Nachbarn“ am Stockerhutpark.

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„Immer wieder bin ich Asylbewerbern begegnet, die leider viel zu wenig in die Weidener Gemeinschaft integriert sind. Es ist für die Menschen oft schwer, Kontakt herzustellen“, erläuterte Veit Wagner, Vorstandsmitglied von Café Mitte, den Hintergedanken. „Dann hatten wir die Idee, sie einmal zu uns einzuladen“, ergänzt Vorsitzende Karin Holl.

„Unvorstellbares erlebt“

Ziel sei, dass alle über den Tellerrand schauen, sagte Wagner. „Hier geht es um Menschen, die Dinge erlebt haben, die wir uns kaum vorstellen können. Jetzt leben sie in Sicherheit. Und doch herrscht da eine ständige Distanz und Berührungsangst.“ Deshalb dachte sich der Verein, interkulturelle Kontakte kann man am besten bei einer guten Tasse Kaffee knüpfen. Es ist ein Versuch, trotz aller Sprachbarrieren mit den Neuankömmlingen in Kontakt zu kommen.

Nadine Röckl-Wolfrum, die für die Diakonie seit einigen Monaten Betreuungsarbeit leistet, sowie andere Weidener hatten Asylbewerber in der Gemeinschaftsunterkunft angesprochen und eingeladen. Viele waren der Einladung gefolgt. Dorothee Rühl nutzte Spiele, um eine erste Kontaktaufnahme zu schaffen. „Es ist ein vollends gelungener Nachmittag“, bilanzierten Karin Holl und Uschi Riedlbauer vom Verein Café Mitte.

 Posted by at 13:29