Category: Asyl-Ehrenamt

Oktober 1st, 2019 by admin

Weiden. (ps) Der Förderantrag ist bewilligt. Das bayerische Innenministerium gab am Freitag bekannt, dass die Stelle des Integrationslotsen in Weiden mit bis zu 60 000 Euro bezuschusst wird. Seit 2015 ist Manfred Weiß unter dem Dach des Diakonischen Werks Weiden als Ehrenamtskoordinator tätig, betreut Flüchtlinge und koordiniert die Arbeit im Netzwerk Asyl. Da die bisherige Förderung jetzt im September endet, beschloss der Sozialhilfeausschuss, sich um Fördermittel beim Innen- und Integrationsministerium zu bemühen und Weiß als Integrationslotsen zu ernennen. Die Rechnung ging auf. Laut Landtagsabgeordnetem Stephan Oetzinger gibt es in Bayern aktuell in 84 Kommunen Lotsen. „Ihre Aufgabe ist es, rund um Integration und Asyl zu unterstützen, zu informieren und bedarfsgerecht zu schulen.“

Quelle: Der neue Tag 28.09.2019

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Januar 9th, 2016 by admin

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Dezember 31st, 2015 by admin

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Dezember 23rd, 2015 by admin

Manfred Weiß stellt als Koordinator der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer der Stadt sein Konzept in Berlin vor

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Einen schönen Gruß von der Familie Hess bestellte Manfred Weiß im Kanzleramt der Integrationsbeauftragten Aydan Özoguz (Mitte). Sie war bereits zu Gast beim AK Asyl in Weiden und machte Weiß mit Familienministerin Manuela Schwesig bekannt. Beiden schenkte er einen Button des Netzwerks Asyl, finanziert aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“. Bild: hfz

Weiden. (mte) Er ist ein Macher, der hauptamtliche Koordinator der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer in Weiden. Am vergangenen Freitag packte Manfred Weiß auch im Berliner Kanzleramt in Sachen Flüchtlingshilfe an. „Ich war als Mann der Praxis geladen“, sagt der 58-Jährige. Fünf Minuten Redezeit bekam er bei der Veranstaltung „Kommunen stärken – rechte Hetze verhindern“. „Ich hab’ aber gleich gesagt: Das schaffe ich nicht in der Zeit.“ Als „die Stimme der Ehrenamtlichen in Weiden“ hat er schließlich auf dem Podium, fünf Stockwerke unter dem Büro der Kanzlerin, 15 Minuten geredet. Ein Blatt vor den Mund nahm er nicht. Und alle hörten sie ihm zu.

Die Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz etwa. „Sie hat sich fleißig Notizen gemacht.“ Oder auch Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Dazwischen applaudierten rund 130 hauptamtliche Bürgermeister und Landräte Deutschlands. Zusammen setzten sie wie der Einladende Thomas Heppener, Leiter des Referats „Demokratie und Vielfalt“ im Familienministerium, große Hoffnung in Weiß und seine Anregungen aus Weiden, wie Willkommenskultur gelingen kann (wir berichteten). „Im Anschluss wollten einige gar mein Konzeptpapier haben.“

Darin beschreibt Weiß etwa, wie wichtig ein nachhaltiges Hilfsangebot ist. „Ehrenamtliche brauchen auch mal Pausen.“ Mehr hauptamtliche Koordinatoren wie Weiß von der Diakonie seien unabdingbar. Sie brächten Struktur in die Hilfsangebote. Apropos: Eine flächendeckende Struktur sei zudem nötig. „Aber bitte stülpen Sie uns die nicht einfach von oben über, habe ich gesagt.“ Die Helfer vor Ort müssten gefragt werden. Sie würden sich am besten auskennen. Auch Geld forderte Weiß: „Es kann doch nicht sein, dass die Kommunen die Arbeit machen und dafür nicht zu 100 Prozent finanziert werden.“ Es bräuchte obendrein Wohnungen: „Flüchtlinge Tür an Tür mit den Bürgern unterzubringen, das ist gelebte Integration.“

Widerspruch habe es an keiner Stelle bei den Zuhörern gegeben. „Nur Zustimmung und Beifall ohne Ende. Ich hatte den Eindruck, alle dachten, endlich sagt’s mal einer.“

Entsprechend hofft Weiß, „zum Nachdenken auf höchster Ebene angeregt zu haben“. Nun würden wohl Taten folgen. „Wenn nicht, gehe ich wieder nach Berlin. Ich kenn’ mich ja jetzt aus“, witzelt der 58-Jährige.

Quelle: Der neue Tag http://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/vermischtes/applaus-fuer-weidener-helfer-im-kanzleramt-koordinator-der-ehrenamtlichen-fluechtlingshelfer-der-stadt-stellt-sein-konzept-in-berlin-vor-d1179688.html

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Dezember 12th, 2015 by admin

Anpacken statt motzen: Was die vielen Ehrenamtlichen für Flüchtlinge in Weiden leisten, ist offenbar beispielhaft. Ihr Koordinator darf nun seine Erfahrungen bei einer Veranstaltung im Kanzleramt darstellen. Er sieht in der Einladung eine Auszeichnung für die Helfer. Nur brav Danke sagen will er aber nicht. Im Gegenteil.

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Weiden. (fku) Geladen sind unter anderem 217 hauptamtliche Bürgermeister und Landräte. Zur Eröffnung sprechen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Aydan Özoguz, die Flüchtlingsbeauftragte der Bundesregierung. Auch die Örtlichkeit macht einiges her: Im Bundeskanzleramt steht am Freitag, 18. Dezember, eine Dialogwerkstatt über die Auswirkungen der hohen Flüchtlingszahlen auf kommunaler Ebene an. Es geht darum, wie man mit Verunsicherungen umgehen, rechten Tendenzen entgegenwirken soll. Und wie eine Willkommenskultur vor Ort gelingen kann. Anregungen dazu kommen aus Weiden.

Bei der Veranstaltung namens „Kommunen stärken – rechte Hetze verhindern“ wird auch Manfred Weiß auf dem Podium sitzen. Seit September koordiniert er als Hauptamtlicher der Diakonie die vielen Freiwilligen, die sich in Weiden für Flüchtlinge engagieren. Die Einladung dafür kam von Thomas Heppener, Leiter des Referats „Demokratie und Vielfalt“ im Familienministerium. Die beiden hatten sich im Oktober bei einer Demokratiekonferenz in Weiden kennengelernt, wo Weiß die Arbeit der Ehrenamtlichen vor Ort darstellte. Heppener war offenbar angetan. Wobei Weiß betont, die Einladung sei nicht nur für ihn etwas Besonderes. Sondern auch für die vielen Helfer. „Das ist eine Auszeichnung für uns alle.“

Nichts beschönigen

Im Kanzleramt werden neben dem 58-Jährigen bei einer Gesprächsrunde ein Integrations- und ein Extremismusforscher auf dem Podium sitzen sowie ein Stiftungsmitarbeiter. Weiß vertritt die Praxis der Arbeit vor Ort. Und das sei auch wichtig. „Fragt die Leute, die tagtäglich damit zu tun haben“, lautet sein Appell an diejenigen, die über die Bedingungen für die Flüchtlingshelfer bestimmen. Das wird Weiß ebenfalls den Zuhörern in Berlin sagen. So wie er auch sonst nichts beschönigen wolle, wie er ankündigt. Er wird Fragen beantworten, etwa die, wie das Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe vor Ort organisiert sein muss. Oder die nach mehr Unterstützung. Und gerade bei Letzterem hat er ein paar Vorschläge, wie es besser laufen könnte – auch wenn er Weiden und OB Kurt Seggewiß hier ausdrücklich lobt.

Eine seiner Forderungen ist natürlich die nach Geld. Immerhin übernähmen die Freiwilligen ja Aufgaben des Staates, so sein Argument. Verbunden damit ist die Bitte um Räumlichkeiten – auch daran hapere es oft. Wenn etwa Freiwillige Deutschkurse anbieten wollen, aber keinen Platz dafür bekommen. Ebenso wichtig: Professionalität. Es brauche – auch in Weiden – mehr Hauptamtliche wie ihn, die Struktur in all die Hilfsangebote brächten. Und das dauerhaft. Denn es sei entscheidend, dass eben jene Strukturen auch mittelfristig, für drei bis fünf Jahre, gesichert würden. Damit auch dann, wenn die anfängliche Euphorie vorüber sei, Hilfe gesichert werde.

Einfach kollabiert

Entscheidend sei zudem Hilfe für die Helfer selbst. Auch sie bräuchten Supervision, Schulungen, in denen sie beispielsweise mehr über die Organisation ihrer Arbeit lernen. In denen sie aber auch erfahren, wie sie mit den eigenen Belastungen und denen der Flüchtlinge umgehen. Der 58-Jährige weiß, wovon er spricht: Erst kürzlich, erzählt er, ist ein junger Mann vor seinem Bürofenster zusammengebrochen. Er hatte einen Flashback: Seine Eltern waren im Irak ermordet worden, plötzlich übermannten ihn die Erinnerungen. Auch für den Umgang mit solchen Situationen müssten die Helfer vorbereitet werden, sagt Weiß. „Aber da werden wir oft alleine gelassen.“

Ob er mit solchen Forderungen tatsächlich etwas bewirkt? „Ich hoffe, dass ich zumindest zu Überlegungen anrege.“ Überlegungen, die auch eine Chance brächten. Denn trotz allem: Die Ehrenamtlichen, von denen es in Weiden allein einen harten Kern von rund 120 gibt, seien nicht nur motiviert, sondern einfach auch sehr gut. Und deshalb wolle er jetzt nicht unbedingt die Kanzlerin bemühen. Aber mit ein bisschen Unterstützung für die Freiwilligen, sagtWeiß, „schaffen wir das dann auch schon“.

Quelle: Der neue Tag, http://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/vermischtes/fluechtlinge-ehrenamtskoordinator-nach-berlin-geladen-weidener-helfer-im-kanzleramt-d1148312.html

 

 

 

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Oktober 2nd, 2015 by admin

Manfred Weiß war in seiner beruflichen Laufbahn als Logistikmanager tätig. Sein strukturiertes Organisationstalent bringt der 58-jährige jetzt in der Flüchtlingshilfe ein. Der Weidener ist der erste hauptamtliche „Koordinator Asyl-Ehrenamt“ für Weiden. Ab sofort ist er der Ansprechpartner für alle, die mithelfen und sich einbringen wollen.


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Waschmaschine zu verschenken? Nachhilfe anzubieten? Manfred Weiß (rechts), hauptamtlicher Ehrenamtskoordinator, ist künftig der Mann für alle Fälle. Karl Rühl (Diakonie), Hermann Hubmann (Stadt Weiden), Jost Hess, Veit Wagner und Hans-Peter Pauckstadt- Künkler (AK Asyl), Nadine Röckl- Wolfrum (Asylberatung Diakonie) gratulierten zum Einstand. Bild: ca


 

Weiden. (ca) Die Stelle steht unter Trägerschaft des Diakonischen Werks. Finanziert wird sie laut geschäftsführendem Vorstand Karl Rühl durch die Stadt Weiden über städtische Stiftungen, die Evangelische Kirche und die Diakonie Bayern und Weiden. Rühl: „Das geht nur, weil alle guten Willens sind.“

Hintergrund: Etwa 90 interessierte Bürger waren im Januar zu einem Infotreffen des AK Asyl gekommen. Daraus entwickelte sich das Netzwerk Asyl. Die Zahl der Flüchtlinge stieg, und ebenso die Zahl der freiwilligen Helfer. Das Netzwerk bildete sieben Helfergruppen (Kontakte-Kasten).

Büro im Camp Pitman

Alles sehr professionell, aber eben doch ehrenamtlich. Die Koordinatoren stießen an die Grenze der Belastung. „Das Ganze nur in der Freizeit zu stemmen, war für die Verantwortlichen auf Dauer nicht mehr zu leisten“, sagt Weiß. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen, Behörden und Verbänden nimmt zunehmend Zeit in Anspruch. Künftig macht das Weiß hauptberuflich. Sein Büro soll er neben Nadine Röckl-Wolfrum, Asylberaterin der Diakonie, haben. Sie berät Asylsuchende direkt in der Gemeinschaftsunterkunft in der Kasernenstraße.

Die beiden Diakonie-Mitarbeiter werden zwei Container im Camp Pitman beziehen. Sie haben damit täglich vor Augen, was künftig für Weiden eine große Herausforderung bedeutet: Die Regierung lässt auf dem Gelände gerade drei Containerhäuser aufstellen. Ende Oktober/Anfang November ziehen 200 Menschen ein (Alleinstehende und Familien) – zusätzlich zu den über 100 Bewohnern der alten Gemeinschaftsunterkunft.

„Wir wollen nicht reagieren. Wir wollen agieren“, will sich Manfred Weiß vorbereiten. Er plant ein Patensystem für die drei zweistöckigen Containerhäuser: Pro Etage sind 28 bzw. 30 Personen untergebracht, dazu gibt es pro Etage eine Küche als Kommunikationspunkt. Für jede Etage soll es eine Patengruppe geben. Interessierte können sich jetzt schon melden. Jost Hess vom AK Asyl kennt seit Jahrzehnten die Problematik der Gemeinschaftsunterkunft, die sich jetzt noch verschärft: „Wenn so viele Menschen auf engstem Raum sind und einfach sich selbst überlassen werden, wäre das eine Katastrophe.“

Dezernent Hermann Hubmann hob ausdrücklich die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen und Wohlfahrtsverbände vor: „Normalerweise ist bei Problemen der Staat zur Stelle und löst sie. Mit den Asylbewerbern ist der Staat mit seiner Organisation schlichtweg überfordert. Wir sind sehr froh, dass sich die Gesellschaft engagiert.“ Laut Hubmann werde die Stadt weiter auf offene Karten und eine ehrliche Information der Bürger setzen. „Wir können Probleme nicht verschweigen. Wir müssen sie diskutieren.“

Zwölftklässler vor der Tür

Veit Wagner (amnesty international) will nicht über die „große Politik“ urteilen: „Jetzt haben wir die Menschen hier – und müssen uns menschlich und pragmatisch um sie kümmern.“ Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler setzt in drei Worten auf die Einstellung: „Sachlich. Nicht ängstlich.“ Das Feedback aus der Bevölkerung sei nach wie vor gut. „Es kommen immer mehr Leute, die anrufen und fragen, was sie tun können“, berichtet Veit Wagner. In der Hausaufgabenhilfe des AK Asyl standen diese Woche zwei Zwölftklässler des Kepler- Gymnasiums, die mitmachen wollen. Jost Hess: „Das ist einfach klasse. So viel positive Resonanz wie momentan hatten wir noch nie.“

Manfred Weiß können es nicht genug Ehrenamtliche sein, die er in sinnvolle Bahnen lenken will: „Wir werden diese Strukturen über Jahre brauchen.“


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Dringend gesucht: Männerkleidung

  • Am Wochenende sind über 150 Flüchtlinge in den Übergangsunterkünften Weiden und Neuhaus neu angekommen, darunter Familien, aber auch viele Männer. Es fehlt an Kleidung. Das Rote Kreuz bittet um die Spende von Männerkleidung (wenn möglich schlanke Größen): Hosen, Pullover, Jacken, Winterkleidung, außerdem gut erhaltene Herrenschuhe und Badeschlappen. Nach Informationen von Direktor Franz Rath sind die Kleiderbestände nach den letzten Neuankünften drastisch geschmolzen. Eine Abgabe von Männerbekleidung ist daher wieder hochwillkommen: BRK-Kreisverband, Ulrich-Schönberger-Straße 11 in Weiden (Nähe Stadtfriedhof ). Für Damen und Kinder sind noch ausreichend Sachen vorrätig. In den Kleiderkammern – jetzt auch in Vohenstrauß – sind viele fleißige Helfer mit dem Sortieren beschäftigt.
  • Das Netzwerk Asyl sucht für einige Monate einen trockenen Lagerraum für den Winter. Nötig wären laut Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler rund 60 Quadratmeter. Momentan wird der Bestand an gespendeter Sommerkleidung in einem Keller aufbewahrt, der aber zu feucht ist. „Es wäre schade um die Sachen.“ Kontakt über das Pfarramt Rothenstadt: 0961/43472.
  • Benötigt werden aktuell auch Fahrräder. Spender können diese direkt bei den „Radl-Checkern“ an der Drehscheibe (bei OWS, Zur Centralwerkstätte 11) abgeben. Die „Radl-Checker“ bringen gespendete Fahrräder auf Vordermann und geben sie an Flüchtlinge und andere Hilfsbedürftige ab. Ansprechpartner ist Horst Schönfelder, 0961/398943294.

Quelle: Der neue Tag http://www.oberpfalznetz.de/onetz/4745502-118-der-mann-fuer-alle-hilfen,1,0.html

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