Category: Blogroll

Februar 25th, 2016 by admin

Polizei und Diakonie starten Kooperation für Frauen in Not

Weiden. (ps) Die Thematik ist alt, der Ansatz neu. Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, bleiben in den meisten Fällen bei ihrem Mann. „Eine Stresssituation zu verlassen, ist nicht einfach, vor allem für Mütter“, weiß Diakon Karl Rühl. Doch unabhängig davon sei es wichtig, diesen Frauen Hilfe zu bieten. Das soll im Raum Weiden-Neustadt-Tischenreuth jetzt noch intensiver geschehen. Polizeipräsident Gerold Mahlmeister und Diakon Rühl bekräftigten dies am Dienstag mit ihrer Unterschrift. Sie unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung zum proaktiven Beratungsansatz zwischen dem Diakonischen Werk Weiden und dem Polizeipräsidium Oberpfalz.

Polizei hinterlässt Lücke

„Der Polizist muss nach einem Vorfall oft gehen und weiß, er hinterlässt eine Lücke, die sozialberaterisch geschlossen werden müsste“, sagt Rühl. Die neue Kooperationsvereinbarung – angeregt durch das Bayerische Sozialministerium – sieht nun folgendes vor: „Unsere Polizeibeamten fragen die betroffenen Frauen, ob sie mit der Weitergabe ihres Namens einverstanden sind“, erklärt Mahlmeister. Wenn die Frauen zustimmen, wird Martina Pain-Liebl informiert. Die Sozialpädagogin ist bei der Diakonie eigens für diesen Bereich zuständig. 12 Stunden pro Woche sind dafür vorgesehen. Aufgabe von Martina Pain-Liebl ist es, die Frau innerhalb von drei Tagen zu kontaktieren und ihr die verschiedenen Beratungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Die Kooperation mit der Diakonie lag nahe, so Rühl, weil sie in Weiden bereits das Frauenhaus betreibt. „Unsere Fachkräfte bieten selbst ambulante Beratung, und die Leiterin Marianne Kleber-Meierhöfer hat viele Kontakte zu anderen Beratungsstellen.“ Mit diesem Hilfsangebot soll die Spirale der Gewalt so früh wie möglich durchbrochen werden, macht Polizeipräsident Mahlmeister klar. Wichtig sei das nicht zuletzt für die oft mitbetroffenen Kinder. Immerhin 262 Fälle von häuslicher Gewalt notierte die Polizei in der Nordoberpfalz 2015, ein Jahr zuvor waren es 282. Oberpfalzweit ist die Zahl 2015 sogar gestiegen. „Wir wollen beim ersten Aufschlag Hilfe anbieten.“ Dabei ließe sich manches auch straffrei gestalten. Ein weiterer Vorteil, laut Martina Pain-Liebl: „Bei uns und in vielen Beratungsstellen sind Frauen die ersten Ansprechpartner.“ Sie unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht.

Trotz positiver Erfahrungen in Regensburg, Amberg und Schwandorf räumt der Polizeipräsident ein: „Wenn 10 Prozent das Angebot annehmen, sind wir zufrieden.“ Auch Kleber-Meierhöfer weiß: „Die meisten Frauen hoffen, dass alles wieder gut wird.“ Dass die Kooperation in der Nordoberpfalz später startet als im Süden, liegt laut Rühl zum einen an der schlechten Finanzlage der hiesigen Kommunen: „Keiner hat sich gesperrt, aber es ist auch niemand wild darauf, zusätzliche Leistungen zu übernehmen.“ Zum anderen wird das Projekt erst seit 2015 vom Sozialministerium gefördert – mit 80 Prozent der Kosten. Jeweils 10 Prozent übernehmen die Kommunen und der Träger. (Angemerkt)

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Quelle Der neue Tag www.o-netz.de

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Dezember 12th, 2015 by admin

Anpacken statt motzen: Was die vielen Ehrenamtlichen für Flüchtlinge in Weiden leisten, ist offenbar beispielhaft. Ihr Koordinator darf nun seine Erfahrungen bei einer Veranstaltung im Kanzleramt darstellen. Er sieht in der Einladung eine Auszeichnung für die Helfer. Nur brav Danke sagen will er aber nicht. Im Gegenteil.

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Weiden. (fku) Geladen sind unter anderem 217 hauptamtliche Bürgermeister und Landräte. Zur Eröffnung sprechen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Aydan Özoguz, die Flüchtlingsbeauftragte der Bundesregierung. Auch die Örtlichkeit macht einiges her: Im Bundeskanzleramt steht am Freitag, 18. Dezember, eine Dialogwerkstatt über die Auswirkungen der hohen Flüchtlingszahlen auf kommunaler Ebene an. Es geht darum, wie man mit Verunsicherungen umgehen, rechten Tendenzen entgegenwirken soll. Und wie eine Willkommenskultur vor Ort gelingen kann. Anregungen dazu kommen aus Weiden.

Bei der Veranstaltung namens „Kommunen stärken – rechte Hetze verhindern“ wird auch Manfred Weiß auf dem Podium sitzen. Seit September koordiniert er als Hauptamtlicher der Diakonie die vielen Freiwilligen, die sich in Weiden für Flüchtlinge engagieren. Die Einladung dafür kam von Thomas Heppener, Leiter des Referats „Demokratie und Vielfalt“ im Familienministerium. Die beiden hatten sich im Oktober bei einer Demokratiekonferenz in Weiden kennengelernt, wo Weiß die Arbeit der Ehrenamtlichen vor Ort darstellte. Heppener war offenbar angetan. Wobei Weiß betont, die Einladung sei nicht nur für ihn etwas Besonderes. Sondern auch für die vielen Helfer. „Das ist eine Auszeichnung für uns alle.“

Nichts beschönigen

Im Kanzleramt werden neben dem 58-Jährigen bei einer Gesprächsrunde ein Integrations- und ein Extremismusforscher auf dem Podium sitzen sowie ein Stiftungsmitarbeiter. Weiß vertritt die Praxis der Arbeit vor Ort. Und das sei auch wichtig. „Fragt die Leute, die tagtäglich damit zu tun haben“, lautet sein Appell an diejenigen, die über die Bedingungen für die Flüchtlingshelfer bestimmen. Das wird Weiß ebenfalls den Zuhörern in Berlin sagen. So wie er auch sonst nichts beschönigen wolle, wie er ankündigt. Er wird Fragen beantworten, etwa die, wie das Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe vor Ort organisiert sein muss. Oder die nach mehr Unterstützung. Und gerade bei Letzterem hat er ein paar Vorschläge, wie es besser laufen könnte – auch wenn er Weiden und OB Kurt Seggewiß hier ausdrücklich lobt.

Eine seiner Forderungen ist natürlich die nach Geld. Immerhin übernähmen die Freiwilligen ja Aufgaben des Staates, so sein Argument. Verbunden damit ist die Bitte um Räumlichkeiten – auch daran hapere es oft. Wenn etwa Freiwillige Deutschkurse anbieten wollen, aber keinen Platz dafür bekommen. Ebenso wichtig: Professionalität. Es brauche – auch in Weiden – mehr Hauptamtliche wie ihn, die Struktur in all die Hilfsangebote brächten. Und das dauerhaft. Denn es sei entscheidend, dass eben jene Strukturen auch mittelfristig, für drei bis fünf Jahre, gesichert würden. Damit auch dann, wenn die anfängliche Euphorie vorüber sei, Hilfe gesichert werde.

Einfach kollabiert

Entscheidend sei zudem Hilfe für die Helfer selbst. Auch sie bräuchten Supervision, Schulungen, in denen sie beispielsweise mehr über die Organisation ihrer Arbeit lernen. In denen sie aber auch erfahren, wie sie mit den eigenen Belastungen und denen der Flüchtlinge umgehen. Der 58-Jährige weiß, wovon er spricht: Erst kürzlich, erzählt er, ist ein junger Mann vor seinem Bürofenster zusammengebrochen. Er hatte einen Flashback: Seine Eltern waren im Irak ermordet worden, plötzlich übermannten ihn die Erinnerungen. Auch für den Umgang mit solchen Situationen müssten die Helfer vorbereitet werden, sagt Weiß. „Aber da werden wir oft alleine gelassen.“

Ob er mit solchen Forderungen tatsächlich etwas bewirkt? „Ich hoffe, dass ich zumindest zu Überlegungen anrege.“ Überlegungen, die auch eine Chance brächten. Denn trotz allem: Die Ehrenamtlichen, von denen es in Weiden allein einen harten Kern von rund 120 gibt, seien nicht nur motiviert, sondern einfach auch sehr gut. Und deshalb wolle er jetzt nicht unbedingt die Kanzlerin bemühen. Aber mit ein bisschen Unterstützung für die Freiwilligen, sagtWeiß, „schaffen wir das dann auch schon“.

Quelle: Der neue Tag, http://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/vermischtes/fluechtlinge-ehrenamtskoordinator-nach-berlin-geladen-weidener-helfer-im-kanzleramt-d1148312.html

 

 

 

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August 12th, 2015 by admin

Mamma mia! Dieser „Italienische Abend“ lässt alle Rekorde schmelzen. Bei südländischen Temperaturen geben sich rund 5000 Besucher im Park dem Dolce Vita hin. Die Band „I Dolci Signori“ hat leichtes Spiel. lesen Sie mehr …..

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Juni 24th, 2014 by admin

Wolfgang Braun lädt Familien aus Syrien zum Bürgerfest ein – Arbeitskreis Integration gegründet

Fuchsmühl. (si) Anfang Juni zogen sechs Familien aus Syrien im Kewog-Hochhaus ein. Fuchsmühl soll für die Kriegsflüchtlinge aber nicht nur Wohnquartier sein. Ein Arbeitskreis kümmert sich um eine gute Integration. Dazu gehört auch eine Einladung zum Bürgerfest.

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Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl hat in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde und Bürgermeister Wolfgang Braun den Arbeitskreis ins Leben gerufen. Mittwochabend trafen sich dazu Bürger, Vereine und Organisationen im Gasthof „Weißenstein“.

In einer ersten Vorstellungsrunde erzählten die rund 20 Teilnehmer, wie sie sich persönlich oder als Verein in den Arbeitskreis einbringen wollen. Bürgermeister Wolfgang Braun betonte, dass er den Sinn des Arbeitskreises in erster Linie darin sieht, „den neuen Bürgern zu helfen, indem man ihnen die Möglichkeit gibt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen“.

Als eine der ersten Aufgaben nannte Karin Lukes, die seit 23 Jahren Migrationsbeauftragte der Diakonie Weiden ist, die deutsche Sprache zu vermitteln. Die Volkshochschule Tirschenreuth wird einen Integrationskurs für die Kriegsflüchtlinge anbieten. Starten soll der Lehrgang voraussichtlich am 7. Juli. Die VHS stellt für den Kurs das Material und übernimmt den Unterricht, der sich wohl über ein Dreivierteljahr erstreckt.

Fahrdienste

AWO-Geschäftsführerin Angelika Würner bot die Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt an, die sich auf vielen Feldern im sozialen Bereich engagiere. So will die AWO unter anderem Fahrdienste zu Ärzten übernehmen oder für dringend benötigte Möbelstücke ein Fahrzeug und zwei Mitarbeiter zur Verfügung stellen. Auch bei der Beaufsichtigung der Kinder während des Deutschkurses konnte sich Angelika Würner Unterstützung vorstellen.

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Die Vorstellungsrunde zeigte bereits, wie vielfältig die Ideen und Möglichkeiten sind, die Flüchtlinge zu unterstützen. Fest stand für alle Beteiligten, „gemeinsam an einem Strang zu ziehen“. Im Laufe des Treffens wurde auch deutlich, dass die Flüchtlinge Hartz-IV-Leistungen erhalten und kein „Begrüßungsgeld“ bekommen. Ein kleines gewährtes Startkapital werde später wieder abgezogen. Der am Mittwoch gegründete Arbeitskreis wählte den Titel „Integration für Flüchtlinge“. Zur Sprecherin wählten die Mitglieder Hannelore Bienlein-Holl.

Gemeinsam zum Fest

Noch am Mittwoch beschloss der Arbeitskreis, die syrischen Familien beim Bürgerfest am 22. Juni zum Kaffeetrinken einzuladen. Bürgermeister Wolfgang Braun erklärte sich spontan bereit, die Kosten dafür zu übernehmen. Einige Mitglieder des Arbeitskreises werden die Familien am Hochhaus abholen und mit ihnen das Fest besuchen. Um die Organisation kümmert sich Karin Lukes. Stichwort Hilfsgüter: Hier bat Wolfgang Braun: „Wenn wir etwas bekommen, dann sollten die Sachen schon noch gut erhalten sein.“ Wichtig seien Bürger, die Fahrdienste während der Woche übernehmen. Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet am 9. Juli statt.

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Juni 24th, 2014 by admin

Hilfsgüter an Kriegsflüchtlinge aus Syrien übergeben – Kinder freuen sich über Fahrräder

Fuchsmühl. (hd) Kinderaugen strahlen und auch die erwachsenen Kriegsflüchtlinge aus Syrien sind überglücklich, als am Mittwochnachmittag Gottfried Sperrer mit Traktor und Anhänger vor der Asylbewerber-Unterkunft am Buchäckerweg vorfährt. Aufgeladen hat er unter anderem zehn Fahrräder, einen Kinderwagen, Spielzeug und einen Bürostuhl.

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Gesammelt hat die Hilfsgüter Hannelore Bienlein-Holl. Sie freut sich, dass ihr Aufruf offenbar im gesamten Landkreis gelesen wurde. Besonders die Kinder können es kaum erwarten, bis die Fahrräder und Hilfsgüter abgeladen und verteilt werden. Da trifft es sich gut, dass ein Fuchsmühler vorbeikommt und aus dem Laderaum seines Autos ein Fahrrad holt. „Zum Putzen bin ich nicht mehr gekommen. Aber einen neuen Schlauch hab’ ich noch rein gemacht.“ Nur Minuten später parkt Bürgermeister Wolfgang Braun vor dem Kewog-Wohnhaus. Auf der Ladefläche des Bauhof-Fahrzeugs ebenfalls ein gut erhaltenes Fahrrad.

Wolfgang Braun und Hannelore Bienlein-Holl danken allen Spendern. „Das ist Mitmenschlichkeit.“ Den Dankesworten schließt sich auch Migrationsberaterin Karin Lukes gerne an, die zufrieden nicht nur auf die Fahrräder, sondern auch auf Kissen, Wäsche, Fernsehgerät, Bügelbrett, Bügeleisen und Spiele für die Kinder blickt. Die evangelische Gemeinde in Tirschenreuth habe besonders viele Kleider gespendet. Mitglieder des Arbeitskreises Asyl setzen sich nun zusammen und „schauen, was noch zu tun ist“. Denn die Hilfe für Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber dürfe sich nicht nur auf das Sammeln von Hilfsgütern beschränken, bekräftigt Hannelore Bienlein-Holl. Sie und Bürgermeister Wolfgang Braun bitten alle Bürger, die noch Waren für die Kriegsflüchtlinge aus Syrien spenden möchten, sich vorab im Rathaus (Telefon 09634/92090) oder unter Telefon 09634/3731 (Hannelore Bienlein-Holl) zu melden.

Quelle: Der neue Tag, www.oberpfalznetz.de

 

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Juni 24th, 2014 by admin

Bürgermeister Wolfgang Braun heißt Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien willkommen

Fuchsmühl. (hd) „Echte Integration ist uns wichtig“, versichert der Fuchsmühler Bürgermeister, als er am Mittwoch sechs Flüchtlingsfamilien aus Syrien willkommen heißt. „Wer Hilfe braucht, kann sich jederzeit an uns wenden. Kommen Sie einfach ins Rathaus.“ Keine leeren Worte. Gleich nach seinem Besuch in der Unterkunft am Buchäckerweg nimmt Wolfgang Braun die Familienväter mit ins Rathaus.

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Mitgebracht hat Braun einen Lageplan, auf dem auch der Fuchsmühler Dorfladen markiert ist. Hier gebe es zahlreiche Lebensmittel und „was man sonst zum Leben braucht“. Bei seinem Besuch im Kewog-Hochhaus verteilt der Bürgermeister an die Kinder auch kleine Geschenke: Steinwald-Memory-Spiele. Kurz stellt er die Gemeinde mit 1800 Einwohnern vor, bedauert aber: „Leider haben wir die Schule nicht mehr am Ort.“ Ein Bus bringe die Kinder nach Wiesau.

„Wir müssen schauen, dass die Kinder aus den Flüchtlingsfamilien rasch die Schule besuchen können“, drängt Migrationsberaterin Karin Lukes von der Diakonie Weiden. „Und die Erwachsenen müssen möglichst schnell mit Sprachunterricht starten.“ Hier hakt Bürgermeister Braun sofort ein. Für den Sprachunterricht könne die Gemeinde einen Raum im Rathaus zur Verfügung stellen.

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Überhaupt stehe das Rathaus allen offen. „Wenn was fehlt, kommen Sie zu mir“, unterstreicht der Bürgermeister mehrfach. „Wenn es irgendwo brennt, kommen Sie. Wir schalten uns da gerne ein. Wir wollen das regeln.“

Hilfe bietet auch Pfarrer Varghese Kanjamala vom Vinzentiner-Kloster Fuchsmühl an. Herzlich begrüßt er die über 30 Flüchtlinge, die unter anderem aus Aleppo und Damaskus kommen – darunter Ingenieure, ein Lehrer, ein Elektrotechniker und ein

Kontakte knüpfen

Beim Besuch in der Asylbewerberunterkunft kommt aus den Reihen der sechs Flüchtlingsfamilien auch die Frage nach Spielmöglichkeiten. Der Fuchsmühler Bürgermeister verspricht: „Wir kümmern uns darum.“ Auch verweist er auf eine Fläche nahe beim Rathaus. Hier könne man prima Fußball spielen. Karin Lukes nickt zufrieden: „Das ist gut.“ Denn da bekämen die Kinder Kontakt zu gleichaltrigen Einheimischen.

„Wo bekommen wir günstig Fahrräder oder Möbel?“ Wolfgang Braun empfiehlt: „Machen Sie eine Liste, was Sie brauchen. Wir binden uns dann in die Organisation ein.“ Der Bürgermeister freut sich dabei, dass mindestens zwei Wochen lang ein Dolmetscher vor Ort ist.

Viele Formulare

„Kommen Sie doch gleich mit hoch zum Rathaus“, lädt Wolfgang Braun Familienväter, Dolmetscher und Migrationsberaterin ein. „Dann bekommen Sie einen Eindruck von Fuchsmühl.“ In der Gemeindeverwaltung geht’s dann ans Formulare-Ausfüllen. Dies sei Voraussetzung, dass die Banken dann in den nächsten Tagen die zustehenden Unterstützungen auszahlen dürften, erläutert Braun. Bis dahin gibt’s im Rathaus ein Startkapital: 150 Euro pro Erwachsenem und 100 Euro pro Kind.

Rücksicht nehmen

Wolfgang Braun verabschiedet sich nicht ohne einen Appell: „Wenden Sie sich bei Problemen gleich an uns. Ich kann am Wochenende gerne auch mal bei Ihnen vorbeikommen. Ich wohne nicht weit entfernt.“ Die Anwohner bittet der Bürgermeister um Verständnis, weil nun etwas mehr Kinder als gewohnt hier leben. Für Flüchtlingsfamilien und Einheimische gelte: „Es muss eben jeder etwas Rücksicht nehmen.“

Quelle: Der neue Tag www.oberpfalznetz.de

 

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Juni 24th, 2014 by admin

Die ersten sechs Flüchtlingsfamilien mit 34 Personen aus Syrien ziehen ins Kewog-Hochhaus

Fuchsmühl. (jr) Hinter ihnenliegt eine furchtbare Zeit vollerAngst und Qualen. Als sie keinenAusweg mehr in ihrer HeimatSyrien sahen, flüchteten dieFrauen, Männer und Kinder. Zufluchtfinden sie nun in derMarktgemeinde Fuchsmühl. Siesoll ihre neue Heimat werden.

Sechs Familien mit insgesamt 34 Personen, darunter 16 Kinder stehen da am Montagvormittag noch etwas verloren am Eingang des Kewog-Hochhauses. Von der Zentralen Aufnahmestelle in Friedland aus sind sie bereits vergangene Woche nach Wiesau gebracht worden, wo sie für einige Tage in einer Pension gewohnt haben. Am Montag siedeln sie nach Fuchsmühl über.

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Einfach, aber zweckmäßig

Lächelnd zwar, aber zurückhaltend entsteigen sie dem Bus und begutachten ihre neue Heimat. Ein Dolmetscher hilft, dass alle die ihnen zugedachten Wohnungen auch finden. Die Räume sind einfach. Lediglich die Küche ist neu eingebaut worden, ansonsten stehen Etagenbetten zum Schlafen bereit. Dazu noch ein Tisch fürs Wohnzimmer und ein komplett eingerichtetes Bad. „Wir haben alles zweckmäßig eingerichtet“, sagt Franz Brunner, der im Auftrag der Regierung der Oberpfalz beim Einzug dabei ist. 90 bis 120 Quadratmeter groß sind die Wohnungen, aber noch nicht besonders behaglich. „Das sollen die Familien selber machen“, sagt Brunner.

Anders als Asylbewerber erhalten die Kriegs-Flüchtlinge ab sofort Hartz-IV, dazu noch Kindergeld. „Davon können und sollen sie sich einrichten.“ Bei Heimleiter Ulrich Merdan laufen alle Fäden zusammen. Wie lange die Leute hier bleiben, vermag er auch nicht zu sagen. Sie haben ihr Land nicht freiwillig verlassen, würden lieber heute als morgen wieder heimkehren, wenn es die Situation erlaubt.

Von Beginn an mit dabei ist Migrationsberaterin Karin Lukes (Diakonie Weiden). Liebevoll kümmert sie sich um die Syrer, knüpft gleich erste Kontakte und verscheucht etwaige Berührungsängste. In drei bis vier Wochen schon soll ein sechsmonatiger Deutschkurs für die Gäste starten. Die Kinder können ab sofort den Kindergarten in Fuchsmühl und die Schule in Wiesau besuchen. „Mit den Kindern kommen die Leute zusammen“, hofft sie auf schnelle Freundschaften der Familien zur heimischen Bevölkerung. „Wichtig ist, dass die Sprachbarrieren schnellstmöglich abgebaut werden.“

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Offizielle Begrüßung

Wie Franz Brunner erzählt, hat die Bundesrepublik bisher 10 000 Flüchtlinge aus dem ihr zugeteilten Kontingent übernommen. Diese werden anteilsmäßig auf die Bundesländer verteilt. Am Mittwoch wird Bürgermeister Wolfgang Braun die Neu-Bürger offiziell in Fuchsmühl begrüßen und ihnen die Marktgemeinde näher bringen.

 

Quelle: Der neue Tag www.oberpfalznetz.de

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