„Neidaffer“ platteln auf Seniorenheim-Terrasse

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Jul 142020
 
Einer wie Andreas Gabalier – oder auch seine Kopie – kommt immer an. Bild: Kunz

Weiden. (uz) „Hulapalu“ sprang ein Andreas-Gabalier-Verschnitt mit dem für den Österreichischen Alpen-Rock ’n‘ Roller typischen Geweih-Mikrophon über die Terrasse. Die Vorfreude war riesig. Schon die ganze Woche lang fieberten die Heimbewohner im St.-Michael-Zentrum der Diakonie dem Auftritt des „Neidaffer Plattlclubs“ entgegen.

Monatelang durften sie wegen Corona keine Besucher empfangen. Da tat dieses Gastspiel gut. Das Wetter war ideal. Neben Gabalier machten die Trachtenburschen auch auf Hubert von Goisern und sein „Brenna tuats guat“.

Wie Pflegedienstleiterin Sonja Rummler betonte, waren die Schuhplattler „Für ein Lächeln“ zur Benefizveranstaltung nach Weiden gekommen, um hier im Seniorenheim kostenlos vor den Bewohnern aufzutreten. Anstatt Honorar gab’s eine Brotzeit für die jungen Männer Ein Vergelt’s Gott an die plattelnden Jungs kam auch von Hans Joachim Grajer.

Quelle: Der neue Tag – Ausgabe vom 14.07.2020

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Dieter Bock spendet Geburtstagsgeld an Heim

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Jul 032020
 

Weiden. (exb) Ein knallgrünes, gern genutztes Loriot-Sofa hat zuletzt dank einer Spende auf der „Sindersberger-Arche“ seinen Platz gefunden. Nun kann ein weiterer Wunsch in Erfüllung gehen.

Zu verdanken ist das Dieter Bock, der kurz vor den Corona-Beschränkungen seinen 80. Geburtstag mit 30 Gästen feierte. Da Geben oft seliger als Nehmen ist, machte er sich jetzt auf den Weg zum Eleonore-Sindersberger-Haus und überreichte einen Betrag von 750 Euro an Geschäftsführer Karl Rühl. Der bedankte sich besonders dafür, dass man in Zeiten der Krise gedanklich verbunden war, und die Familie Bock mit dem Heim lange Zeit schon verwoben ist. Er wies auf das ehrenamtliche Engagement des Spenders hin, der beim Arbeitskreis Asyl bei der Schulabschluss Begleitung für junge Migranten tätig ist.

Eine Sindersberger-Schürze war eine erheiternde Anerkennung für den leidenschaftlichen Hobbykoch. Pflegedienstleiter Konrad Nickl und Heimbeiratsvorsitzende Anneliese Hein übermittelten den Dank der Senioren und wünschten vor allem Gesundheit und Gottes Segen.

Quelle: Der neue Tag – Ausgabe vom 03.07.2020

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Nov 262019
 

Die Diakonie eröffnete in der Friedrich-Ebert-Straße 37 ihre Tagespflege „In d’Wein“. Dekan Wenrich Slenczka und Stadtpfarrer Markus Schmidt segneten die Sozialstation für Pflege, Therapie und Verwaltung.
von Helmut Kunz

Mit viel Prominenz weiht die Diakonie die neue Tagespflege „In d’Wein“ ein.
Bild: Kunz

Dabei wurden auch die beiden Leiterinnen der Tagespflege, Beate Östreich und Ulrike Nachreiner, in ihren Dienst eingeführt. Beide hatten sich vorher schon bei der Planung und Umsetzung eingebracht, betonte Diakonievorstand Karl Rühl. Er dankte auch der langjährigen Pflegeleiterin Angelika Zürcher und ihren Stellvertreterinnen Marianne Stelzl und Diakonin Monika Ihlefeld.

60 hauptamtliche Mitarbeiter hätten nun eine neue Wirkungsstätte. Der Vorsitzende der Diakoniemitarbeitervertretung, Hans-Joachim Grajer, würdigte den Neuanfang. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß zeigte sich von Vielfalt, Größe, Gestaltung und den Möglichkeiten der Räume beeindruckt.

Bezirkstagsvizepräsident und Diakonie-Verwaltungsrat Lothar Höher betonte die hohe Sinnhaftigkeit von „In d’Wein“ und der Sozialstation für das soziale Leben für Weiden und Umland. Auf berührende Weise sagte die 94-jährige Anneliese Hein: Sie habe nicht erwartet, so schöne Räume und so viele Bereithaltungen für ein erfülltes Alltagsleben vorzufinden. Sie habe ein feines Mitarbeiterteam kennengelernt und erkenne hier viele Möglichkeiten, die Fähigkeiten im Alter zu erhalten und zu verbessern.

Zum vorhandenen Fuhrpark wurden zwei Busse, einer davon mit Hebebühne für Rollstuhlfahrer, angeschafft, damit jeder von seiner Wohnung abgeholt und zurückgebracht werden kann. Auch diese Kosten werden über die Pflegeversicherung abgerechnet. Nach den Feierlichkeiten war die Tagespflege für interessierte Besucher geöffnet.

Pflegende Angehörige sollten entlastet werden und Gäste mit unterschiedlichem Hilfsbedarf einen gemeinsamen sinnerfüllten Alltag erleben. Dafür stünden Mitmachküche, Werkraum, therapeutische und gesellige Zusammenhänge zur Verfügung. Für das leibliche Wohl sei immer bestens gesorgt. „Ja, da habe ich gleich mein Essen auf Rädern abbestellt, da wir ja hier selber kochen oder vom Eleonore Sindersberger versorgt werden“, sagte ein Gast. So sei das auch gedacht, räumte Rühl ein. Die Sozialstation hat geöffnet Montag bis Freitag von 8 bis 16.30 Uhr sowie bei Bedarf Samstagvormittag.

Quelle: https://www.onetz.de/oberpfalz/weiden-oberpfalz/diakonie-eroeffnet-tagespflege-id2907542.html

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Daheim pflegen – eine Herausforderung für alle

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Jul 112018
 

Ein Großteil der pflegebedürftigen Menschen wird von den Angehörigen daheim versorgt. Damit dies gut gelingen kann, bieten Wohlfahrtsverbände wie das Diakonische Werk, regelmäßig Pflegekurse an.

(exb) In den Kursen informieren sie Angehörige über die Bedürfnisse der Pflegeperson, aber auch über die Einteilung ihrer eigenen Kräfte. Sieben Frauen und ein Mann nahmen teil am Kurs unter der Leitung von Angelika Zürcher, Leiterin der Sozialstation, und Dagmar Deutschländer von der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit. Das Zertifikat spannt einen großen Bogen von Richtlinien und Angeboten in der Pflegeversicherung über den effizienten Einsatz von Pflegehilfsmitteln, Grundkenntnissen der häuslichen Pflege bis hin zur Möglichkeit der Bewältigung von psychischen Belastungen, die dadurch entstehen können.

Bei einem Besuch des Sanitätshauses Urban & Kemmler konnten die Kursteilnehmer sich über „Inkontinenz und Pflegehilfsmittel“ informieren. Auf das sensible Thema „Leiden, Sterben, Tod“ ging die Seelsorgerin des Klinikums Weiden, Sabine Dachauer, in ihrem Vortrag ein.

https://www.onetz.de/oberpfalz/weiden-oberpfalz/daheim-pflegen-%E2%80%93-herausforderung-fuer-alle-id2430031.html

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15 000 Euro für Arche-Hospiz

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Jun 202017
 

Weiden. (kzr) Mit einem großen Scheck kamen Vorsitzende Christl Bock vom evangelischen Frauenbund und ihre Stellvertreterin Sieglinde Flittner. Sie wollen das neu eingerichtete Modellprojekt unterstützen, das in Teilen schon sehr gut läuft. In der „Sindersberger-Arche“ mit 13 Plätzen wird schwerstpflegebedürftigen Menschen und jenen, die ihren letzten Weg gehen, Hilfe in allen Dimensionen angeboten. „Es soll ein palliatives Milieu geschaffen werden“, erklärte Diakon Karl Rühl. „Wir versuchen als kirchlicher Träger die Kultur eines Hospizes zu verwirklichen.“ Die Damen erinnerten, dass das Haus in der Luitpoldstraße 7 verkauft wurde. Die Rücklagen für Reparaturen sollen karitativ gespendet werden. Die Höhe der Spende: 15 000 Euro. Einrichtungsleiter Diakon Wolfgang Reuther unterstrich, dass Spenden notwendig sind. Die Sonderpflege für die Arche ist nicht ausfinanziert.

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Luise-Elsäßer-Haus setzt auf heimische Mitarbeiter

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Mai 162017
 

Weniger Bewerbungen

160517

Der Nachwuchsmangel im Pflegebereich ist im Luise-Elsäßer-Seniorenwohnheim angekommen. "Wir hatten lange keine Probleme bei der Suche nach Mitarbeitern", erklärte Leiter Gerhard Wolf, gegenüber Bundestagsabgeordneter Silke Launert. Während in dem Wohn- und Pflegeheim normalerweise immer fünf bis sechs Auszubildende tätig waren, seien es aktuell nur mehr vier. Für das neue Jahr gebe es derzeit nur einen einzigen.

Stärkere Bindung

60 Mitarbeiter sind inklusive der Küche im Haus tätig, darunter auch einige Teilzeitbeschäftigte. "Wir haben wenig Fluktuation", betont Wolf. Er führt dies vor allem darauf zurück, dass die meisten Mitarbeiter aus Speichersdorf oder aus einem Umkreis von bis zu 20 Kilometern kommen. Einheimische hätten eben eine ganz andere Bindung an das Heim mit 50 Einzel- und 14 Doppelzimmern. Wolf merkt, dass die Bewerbungen für Pflegeberufe zurückgehen. Vor allem Männer fehlten nahezu gänzlich. Ursache ist für ihn das Image der Altenpflege. "So schlecht, wie es in der Öffentlichkeit oft dargestellt wird, ist es bei uns wirklich nicht", meint Wolf. Die meisten Häuser seien überaus engagiert und hätten die verzerrte Darstellung nicht verdient.
Als weiteres Problem bezeichnet der Einrichtungsleiter das neue Pflegestärkungsgesetz, mit dessen Hilfe viel Geld in die ambulante Pflege gesteckt werden soll. "Wir fürchten, dass stationäre Einrichtung darunter leiden." Es sei es nicht immer nur positiv, wenn Menschen bis zum letztmöglichen Augenblick zu Hause gepflegt werden und dann von "jetzt auf gleich einen Heimplatz benötigen", was sich meist nur schwer realisieren lasse.
Laut Launert bedeutet die Stärkung der ambulanten Pflege nicht automatisch, dass die stationäre Pflege gekürzt werde. Ein Problem sei es, dass es mehr pflegebedürftige Menschen gebe. "Bei uns geht es recht familiär zu", bestätigt Pflegedienstleiterin Heidrun Neuber. Das Haus sei in das öffentliche Leben der Gemeinde eingebunden. Zu Festen und Feierlichkeiten sei regelmäßig auch die Bevölkerung eingeladen, Einrichtungen wie die Musikschulen seien zu Gast, und auch Gottesdienste für jedermann fänden in regelmäßigem Turnus im Haus statt.

Quelle: https://www.onetz.de/speichersdorf/vermischtes/luise-elsaesser-haus-setzt-auf-heimische-mitarbeiter-weniger-bewerbungen-d1752584.html

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Badetag bei Herrn Maier

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Sep 142016
 

Ambulanten Pflegedienst der Diakonie begleitet

Die Krankenpflegehelferin Maria tourt täglich durch Weiden. Sie kümmert sich um kranke und alte Menschen, die Zuhause leben. Unter Zeitdruck leistet sie körperlich anstrengende Arbeit.

Es ist Badetag. Maria dreht das Wasser in der Dusche auf, streift Gummihandschuhe über, fährt Herrn Maiers Bett hoch und setzt ihn auf. Sie schnallt zwei Gurte um Bauch und Beine, greift ihm unter die Arme. Es dauert Minuten und Maria braucht mehrere Anläufe, bis Herr Maier im weißen Plastikrollstuhl mit dem Loch in der Mitte sitzt. Maria zieht ihm das T-Shirt über den Kopf und hebt Herrn Maier (Name geändert) noch ein paar Mal hoch, um die Windel unter ihm hervorzuziehen. Es riecht nach Urin.

„Ich will nicht alt werden“, sagt Maria, 60. Sie weiß, was sie erwartet. Die Krankenpflegehelferin arbeitet beim ambulanten Pflegedienst der Diakonie. Um 7.45 Uhr parkt Maria den Dienstwagen, ein weißlackierter Seat Mii mit blauem Logo an den Seiten, vor Herrn Maiers Haus. Sie kramt im Einkaufskorb auf dem Beifahrersitz – ihr mobiles Büro – nimmt eine Tüte mit Medikamenten, Handy, Schlüssel, Klemmbrett und ein Täschchen mit ihrer Lesebrille heraus. Die etwa 1,65 Meter große Frau hat Mühe, alles ins Haus zu tragen. Bevor sie den Briefkasten des Patienten leert, drückt sie auf den Knopf des Aufzugs: „Um Zeit zu sparen“, erklärt Maria, die ihren vollen Namen nicht in der Zeitung lesen will.

Einsatz mit Stoppuhr

Die Pflegerin fährt in den vierten Stock und öffnet die Türe zu einer weitläufigen, hellen Dachwohnung. Der Stil der Wohnung erinnert an die Bauwerke von Rudolf Olgiati, einem Schweizer Architekten: weiße Wände, weiße Küche, zimmerhohe Fenster zur Terrasse, schlichtes, zeitloses Design. Herr Maier, 71, war Architekt. „Guten Morgen“, ruft Maria im Flur.

Herr Meier leidet an Multipler Sklerose, ist fast gelähmt und lebt alleine. Maria startet auf ihrem Smartphone eine Stoppuhr. Ihr Einsatz bei Herrn Maier beginnt. Er soll nur eine knappe Stunde dauern.

Herr Maier ist kein Einzelfall. 90 Prozent der 2,6 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland werden laut einer Aufstellung des Statistischen Bundesamts zu Hause versorgt. Über 600 000 von ihnen nehmen die Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes an.

Zähneputzen, Duschen, Rasieren, Eincremen, Wickeln, Anziehen, Umbetten. Maria, weißes T-Shirt, weiße Hose, geht liebevoll mit Herrn Maier um. Nach 45 Minuten liegt er in schwarzer Jogginghose und weinrotem Polo-Shirt mit Lacoste-Krokodil auf der Brust im Bett. Maria zieht die Handschuhe aus und wischt sich mit einem Kosmetiktuch die Schweißperlen von der Stirn. Sie wirft es in die Plastiktüte zur benutzen Windel.

Die körperlich schwere Arbeit strengt Maria an, obwohl sie fast täglich im Fitnessstudio trainiert. Auf die Gurte, um Herrn Maier aus dem Bett zu hieven, will sie nicht verzichten. „Manche Kolleginnen schaffen es ohne Hilfsmittel, aber ich habe nicht die richtige Statur dafür.“

„Manchmal wäre ein Mann hilfreich“, sagt Angelika Zürcher, die Leiterin der ambulanten Pflege der Diakonie Weiden. Es sind hauptsächlich Frauen, die sich um Kranke und Senioren kümmern: Von 320 000 Mitarbeitern im ambulanten Pflegedienst sind 87 Prozent weiblich („Pflegestudie 2013“, statistisches Bundesamt). In Weiden gibt es bei der Caritas drei männliche Pfleger, bei der Diakonie keinen. Ein Grund: Die Mehrheit der Pflegebedürftigen ist weiblich (61 Prozent) und wünscht sich Frauen.

Frühstück am Bett

Herr Maier schaltet per Fernbedienung das Radio an. Klavierklänge erfüllen die Wohnung. Ein Klassik-Sender aus Berlin, erklärt er. „Brauchen Sie noch etwas?“, fragt Maria und stellt einen Teller mit zwei Wurstsemmeln und Apfelsaft auf den Tisch neben das Bett. Herr Maier winkt lächelnd ab. „Manche sind dankbar über unsere Arbeit, andere nicht“, sagt Maria. Herr Maier freue sich immer, wenn jemand von der Diakonie kommt, er sei nie unzufrieden.

Bevor sie ihn kurz vor 9 Uhr verlässt, dokumentiert Maria ihren Einsatz. Die Krankenleistungen – Blutdruckmessen und Medikamentenverabreichung – hält sie im Handy und auf Papier fest. Die Pflegeleistungen wie das Duschen muss sie nur ins Smartphone tippen.

Um 5.30 Uhr war Maria beim ersten Patienten. Nach einer etwa vierstündigen Tour ist Herrn Huber der letzte Senior des Tages, den sie besucht. Maria füllt für ihn eine rosa Fußbadewanne mit Leitungswasser. Es sprudelt wie ein Whirlpool. Der 89-jährige sitzt im fliederfarbenen Bademantel auf einem Stuhl in einer winzigen, modrigen Küche. Auf der Anrichte steht benutztes Geschirr, auf dem Fensterbrett kleine Figuren wie aus Überraschungseiern. Die Schuhe bleiben am Boden kleben und es schmatzt, wenn Maria darüber läuft. Es ist fast zehn, auf dem Herd steht das Mittagessen bereit: Leber mit Zwiebeln. Die Pflegerin misst Herrn Hubers Blutdruck. Dreimal startet sie das Messgerät. Der Blutdruck bleibt zu hoch. „Das kontrollieren wir morgen wieder.“

Quelle: https://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/vermischtes/ambulanten-pflegedienst-der-diakonie-begleitet-badetag-bei-herrn-maier-d1694936.html

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Jun 072016
 

archekonzert

 

Die Lions helfen – das hat sich inzwischen herumgesprochen. Nach dem Wasserspielplatz im Schätzlerbad, der eher für die jüngere Generation gedacht ist, heißt das neue Projekt „Sindersberger-Arche“. Dafür spielt am Sonntag das Salonorchester Babári im Autohaus.

Weiden. (gag) Die „Sindersberger-Arche“ ist die neue Palliativ- und Hospiz-Station im Eleonore-Sindersberger-Altenheim, die für Menschen in der letzten Phase ihres Lebens beste Versorgung und Geborgenheit bietet: spezielle Pflegebetten, Lichtdecke, geschultes Personal, dazu warme Farben, große Fenster, heimelige Atmosphäre. „Wir finanzieren die ,Arche‘ auch mit Spenden, weil die Pflegeversicherung noch nicht offen dafür ist“, erklärte Diakon Karl Rühl, geschäftsführender Vorstand des Diakonischen Werks Weiden.

Vom Staatstheater

Um Spenden ging es denn auch, als der Lions-Club zu einem Nachmittag wie in einem „Wiener Kaffeehaus“ einlud – an einem ungewöhnlichen Ort. Das Autohaus Widmann hatte sich für diese Veranstaltung herausgeputzt. Das Salonorchester Ferenc Babári, aus Mitgliedern des Staatstheaters Nürnberg, unterhielt das Publikum an elegant gedeckten Tischen mit beschwingter Salonmusik der Jahrhundertwende. Verschmitzt und geistreich begrüßte Anneliese Hein, Vorsitzende der Bewohner-Vertretung im Sindersberger-Seniorenheim, das Publikum: „Herzlich willkommen in dieser wunderschönen Garage.“ Zehn Damen und Herren bewohnten inzwischen die „Arche“ und fühlten sich dort allesamt wohl.

Bei Kaffee, Kuchen oder einem Glas Sekt lauschten die Gäste im voll besetzten Autohaus den nostalgischen Klängen. Bei dem „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms oder dem Lied „Wer hat die Liebe uns ins Herz gesenkt“ aus dem „Land des Lächelns“ von Franz Lehár sprang sofort der Funke über. Flotte ungarische Melodien bezauberten die Gäste, die bald den Takt mitwippten. Viele erinnerten sich bei „Komm Zigan“ aus der Operette „Gräfin Mariza“ oder „Heut geh ich ins Maxim“ aus der „Lustigen Witwe“ von Franz Lehár an die Operettenverfilmungen mit Marika Rökk oder Johannes Heesters. Ein beschwingtes Potpourri aus Walzern, Csárdás oder den „Geschichten aus dem Wienerwald“ von Johann Strauß unterhielt aufs Beste.

Ferenc Babári, dessen elegante Bewegungen den Ungarn verrieten, ließ seine Geige durch alle Oktaven jubeln, während er immer wieder den Gang durch die Tischreihen antrat. Seine Kollegen Alexandru Duma (2. Violine), Rainer Bartke (Cello), Joachim Sevenitz (Kontrabass) und Noorman Widjaja (Klavier) begleiteten ihn dazu von der Bühne. Gefühlvolle Soli, auch des Cellos von Rainer Bartke, bezauberten das Publikum, das mitunter gern mitgetanzt hätte.

Unglaubliches Tempo und höchste Töne entlockte Babári seiner Geige beim zwitschernden Solo zu „Die Lerche“, das ihm frenetischen Applaus und „Bravo“-Rufe einbrachte. Dass Zugabe eingefordert wurde, war klar. Mit charmantem Lächeln zauberte das Quintett noch den Hit „Die Julischka aus Budapest “ aus ihrem breiten Repertoire. Dabei sangen manche vergnügt mit „…die hat ein Herz von Paprika, das keinem Ruhe lässt“ – in Erinnerung an den Marika-Rökk-Film. Lions-Präsident Anton Forster dankte den Musikern, den Helfern des Autohauses Widmann und den Kuchenbäckerinnen.

Quelle: Der neue Tag Weiden
https://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/vermischtes/lions-konzert-fuer-sindersberger-arche-mit-salonorchster-babari-vor-ausverkauftem-haus-ungarischer-pfeffer-d1673608.html

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Bei Stapellauf der „Arche“ angeschoben

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Apr 262016
 

spendearche

Weiden. (gag) Im Eleonore-Sindersberger-Altenheim wird etwas sehr Schönes verwirklicht: Die „Arche“ soll schwerstpflegebedürftigen Menschen ein warmes, helles letztes Zuhause geben. Dafür wurde im zweiten Stock eine eigene Palliativ und Hospizstation gebaut, modern und gemütlich ausgestaltet. Über einen frischgrünen Flur gelangt man in einen Aufenthaltsraum mit Küche, mit großen Fenstern für einen sonnigen Aufenthalt und mit einem warmen Vinylboden in dunkler Holzoptik. Die Türen sind extrabreit, liegende Patienten können herausgeschoben werden in die Gemeinschaft. Das Beste aber ist die Lichtdecke mit biologischem Licht direkt über den Essplätzen. Darunter können Menschen, die nicht mehr ins Freie können, eine „Lichtdusche“ mit VitaminD3 nehmen, was bekanntlich gegen Muskelschmerzen, Knochenabbau und Depressionen hilft.

Die Frauen des etwa 80 Mitglieder starken Evangelischen Frauenbundes, Ortsverein Weiden, haben für dieses Projekt „Arche“ die stolze Summe von 5000 Euro bereitgestellt. Der Betrag stammt aus den Rücklagen des geerbten und inzwischen verkauften Hauses Luitpoldstraße 7. Mit strahlenden Gesichtern übergaben Vorsitzende Christa Bock und Stellvertreterin Sieglinde Flittner den symbolischen Scheck an die Diakonie und das Eleonore- Sindersberger-Altenheim, vertreten durch die Heimbeiratsvorsitzende Anneliese Hein, Diakon Karl Rühl, Diakon Wolfgang Reuther und Pflegedienstleiter Konrad Nickl.

Einen weiteren großzügigen Scheck über 1000 Euro übergab Pfarrer i.R. Hermann Bock in Begleitung seiner Frau Anneliese. Anlässlich seines Geburtstages hatte er seine Gäste gebeten, anstelle von Geschenken die „Arche“ mit einer Spende zu unterstützen. Diakon Rühl, geschäftsführender Vorstand der Diakonie, dankte für die Hilfe. „Damit kann ein wichtiges Projekt mitfinanziert werden.“ Denn nicht nur die Ausstattung der Station, auch spezielle Schwerstpflegebetten oder die Palliativausbildung, die durch das normale Pflegegeld nicht abgedeckt werden, können damit bezahlt werden.

Quelle: Der neue Tag, Weiden 26.04.2016

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