Category: Diakonie Weiden

Juli 6th, 2018 by admin

Weiden. (sbü) Anlässlich der Einweihungsfeierlichkeiten des Seniorenheims Eleonore Sindersberger überreichen Präsidentin Kornelia Sparrer und Past-Präsident NorbertWittmann vomLions-Club Goldene Straße eine Spende von 5000 Euro an Diakonie-Vorstand Diakon Karl Rühl. „Wir wollen damit die Ausstattung des Demenzgartens im umgebauten und erweiterten Wohnheim unterstützen“,betonte Sparrer. Möglich wurde die Spende durch die Tombola des Lions-Clubs beim diesjährigen Weidener Bürgerfests.Der neue Gartenmit 400 Quadratmeter Fläche wurde eigens für demenziell erkrankte Menschen mit speziellem Betreuungsbedarf geschaffen. Er grenzt unmittelbar an das Wohnheim an und ist auch von dortaus zu betreten. Durchseine Aufteilung ist er überschaubar, bietet Geborgenheit und Möglichkeiten zu gemeinsamer Betätigung oder zum Rückzug.

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Juli 3rd, 2018 by admin

Zwei Jahre wurde geplant, drei Jahre gebaut. Mit einem großen Fest wird im „Eleonore Sindersberger“ Einweihung gefeiert. Dabei fehlt es nicht an Prominenz.

Weiden. (sbü) Zwei Anlässe und eine gemeinsame Feier: Die Einweihungsfeier für das umgebaute und erweiterte Seniorenwohnheim Eleonore Sindersberger wird mit dem Fest der Kirchengemeinde St. Michael zusammengelegt. Das eigens für die Feierlichkeiten errichtete Festzelt reichte bei Weitem nicht aus, um allen Besuchern Platz zu bieten.

Das umfangreiche Programm begann mit einem gemeinsamen Fest-und Familiengottesdienst. Aus Nürnberg war Diakoniepräsident Pfarrer Michael Bammessel gekommen, um die Festpredigt zu halten. Immer wieder war in der Predigt von Vertrauen die Rede. Viele Menschen hätten Angst vor einer stationären Pflege, stellte Bammessel fest, meinte aber: „Diese Angst halte ich für falsch.“ Vielmehr sollten die Menschen „darauf vertrauen, dass man auch an diesem Ort gut leben kann“.

Unter Hinweis auf die Sindersberger-Arche und das dortige palliative Milieu ergänzte der Diakoniepräsident: „Man kann hier auch Abschied nehmen.“ Laut Bammessel hat dieses Modell Pilotcharakter für ganz Bayern, denn „wir können nicht überall Hospizeschaffen“.

Eröffnet wurde die Feier durch Dekan Wenrich Slenczka. Er bat, „das ,Eleonore Sindersberger’ neu anzunehmen“. Es bringe Geborgenheit,„auch weil Christus mit im Boot ist“. Für Slenczka ist es „wunderbar, wenn man im Alter etwas Neues beginnen darf“. Diakonie-Vorstand Diakon Karl Rühl führte anschließend durch das Programm und begleitete auch Lieder mit der E-Gitarre.

In einem Kurzvortrag über die Namensgeberin Eleonore Sindersberger stellte sich Stadtrat Rainer Sindersberger zunächst als „Mitglied der ärmeren Sindersberger-Linie“ vor. Die Ahnenforschung habe ergeben, dass sich schon im Jahre1518, also zu Lebzeiten Martin Luthers, eine katholische und eine evangelische Sindersberger-Linie gebildet hätten. Später, imJahre1965, überschrieben die Schwestern Babette und Eleonore Sindersberger das große Areal an der Friedrich-Ebert-Straße der evangelischen Kirche.

Viel Lob für das erweiterte Seniorenheim und ihre Bauherren kam von den Grußwortrednern. „Diakon Rühl war als Bauleiter sensationell“, sagte Bürgermeister Lothar Höher als Vertreter des Verwaltungsrats der Diakonie. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß hob hervor, dass Pflege im erweiterten Heim jetzt noch exakter „je nach Grad der körperlichen Einschränkung erfolgen kann“. Für Landtagsabgeordnete Annette Karl kann mit den neuen Räumen „grandios den Ängsten vor einem Heimaufenthalt entgegengewirkt werden“. Pfarrer Markus Schmid von St. Josefbedankte sich für „ein gutes Miteinander beider Kirchen“. Immer wieder wurde in den Ansprachen zu Spenden für die Arche aufgerufen. Eine Gewinnverlosung soll Anreiz geben. Religiöse Spielszenen und Lieder trugen Dorothee Rühl, Religionspädagogin Evelyn Krähe und Geronto-Fachkraft Gerlinde Kledtke vor.

Heimbeiratsvorsitzende Anneliese Hein rezitierte ein selbst verfasstes Gedicht. Musikalisch wurde die Feierstunde begleitet von Kirchenmusikdirektor Hanns-Friedrich Kaiser und dem Bläserkreis St. Michael. Marktstände, Führungen und Aufführungen bis in den späten Nachmittag rundeten den Tag ab.

Quelle: Der neue Tag, Printausgabe vom 03.07.2018

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Juni 30th, 2018 by admin

Gisela Nohl thematisiert mit „D.a.S Theater“ im Sindersberger-Seniorenheim Demenzerkrankungen

Weiden. (sbü) Am Ende des 90-minütigen Theaterstücks von Joop Admiral, „Du bist meine Mutter“, vergingen mehrere Sekunden, bis Schauspielerin Gisela Nohl ihren verdienten Beifall bekam. Tiefe Betroffenheit war zunächst im Zuschauerraum zu spüren. Fast alle Erscheinungsformen der Demenzkrankheit waren im Schauspiel in beeindruckender Realität zu erleben.

Der Theaterabend war Auftakt der dreitägigen Feierlichkeiten zur Eröffnung des umgebauten und erweiterten Senioren- und Pflegeheims Eleonore Sindersberger. Diakonie-Vorstand Diakon Karl Rühl begrüßte die Besucher im Festzelt. Im Einpersonenstück des Kölner „D.a.S.Theater“ wechselte die Darstellerin ständig zwischen der Rolle der Tochter Hanna und ihrer demenz- und parkinsonkranken Mutter.

Mimik, Körperhaltung und Sprache mussten dauernd geändert werden. Schauspielerisch eine riesige Herausforderung, die souverän gemeistert wurde. Angehörige von Demenzkranken konnten viele Sätze wiedererkennen, die sie selbst immer wieder hören müssen. „Wo bin ich?“, fragt die 86-jährige Mutter mehrmals, obwohl sie schon seit drei Jahren in dieser Umgebung lebt. Geduldig bekommt sie die Antworten, auf die prompt der Vorwurf folgt: „Warum sagt mir das niemand?“ Erinnerungsfetzen aus der Vergangenheit („Metha hat Tabletten genommen“) wiederholen sich mehrfach auf die unterschiedlichsten Stichworte der Unterhaltung. Gefragt wird nach Personen, die entweder gestorben sind oder seit Jahrzehnten nicht mehr in der Umgebung der Kranken auftauchten. Kleidungsstücke werden nicht wiedererkannt.

Tragikomisch wirkt es, wenn die Mutter zur 59-jährigen Tochter sagt „du bist aber gewachsen“ und sich selbst für „50 oder 40“hält. Die Mitbewohner werden bedauert „die sind arm dran“ , und die Tochter wird diesen bei jedem Besuch neu vorgestellt. Dass jedoch manchmal auch Momente gedanklicher Klarheit vorkommen, gehört ebenso zum realistisch dargestellten Krankheitsbild.
Ganz groß wurde die Verwirrung der Kranken im Theaterstücknach dem Sturz aus dem Bett und der Einlieferung ins Krankenhaus. Der letzte Satz im Schauspielfällt dort und heißt, „ich will nicht mehr“. Regie führte Bernd Rieser. Laut Diakon Rühl soll zukünftig zweimal im Jahr im „Sindersberger“ Theater gespielt werden.

Quelle: Der neue Tag, Printausgabe vom 30.06.2018

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Juni 20th, 2017 by admin

Weiden. (kzr) Mit einem großen Scheck kamen Vorsitzende Christl Bock vom evangelischen Frauenbund und ihre Stellvertreterin Sieglinde Flittner. Sie wollen das neu eingerichtete Modellprojekt unterstützen, das in Teilen schon sehr gut läuft. In der „Sindersberger-Arche“ mit 13 Plätzen wird schwerstpflegebedürftigen Menschen und jenen, die ihren letzten Weg gehen, Hilfe in allen Dimensionen angeboten. „Es soll ein palliatives Milieu geschaffen werden“, erklärte Diakon Karl Rühl. „Wir versuchen als kirchlicher Träger die Kultur eines Hospizes zu verwirklichen.“ Die Damen erinnerten, dass das Haus in der Luitpoldstraße 7 verkauft wurde. Die Rücklagen für Reparaturen sollen karitativ gespendet werden. Die Höhe der Spende: 15 000 Euro. Einrichtungsleiter Diakon Wolfgang Reuther unterstrich, dass Spenden notwendig sind. Die Sonderpflege für die Arche ist nicht ausfinanziert.

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Juni 5th, 2017 by admin

Dankeschön mit roten Rosen

Für ihre langjährige Tätigkeit bei der Diakonie überreichte Diakon Karl Rühl (links) den Mitarbeitern eine Urkunde und eine rote Rose. Im Anschluss lud er sie, Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher (rechts) und Mitarbeitervertreter Hans-Joachim Grajer (Siebter von links) zum Festessen ein. Bild: R. Kreuzer

Sie stellen mit ihrem Handeln tagtäglich andere in den Mittelpunkt. An diesem Abend aber gehört die Aufmerksamkeit ihnen, den Mitarbeitern der Diakonie.

(kzr) Es gibt ihn nicht jedes Jahr, diesen Ehrenabend. Deshalb kamen nun 38 Mitarbeiter der Diakonie im modernen Wohn- und Therapiezentrum zusammen, um sich für ihre langjährige Tätigkeit als Pflegekraft, Hauswirtschafterin, in der Verwaltung, als Sozialpädagogin oder als Erzieherin danken zu lassen.

Die Feierstunde in der Hauskapelle eröffnete Pfarrerin Edith Lang mit einer Andacht. Diese stand unter der Kirchentagslosung „Du siehst mich an“. Angesehen sein, wahrgenommen werden. Diese Sehnsucht sei groß. Der geschäftsführende Vorstand des Diakonischen Werkes Weiden e.V., Diakon Karl Rühl, erinnerte in seinem Grußwort daran, dass die 14 Diakonie-Werke 350 Mitarbeiter beschäftigen. „Heuer konnten wir die Zahl um weiter zehn Mitarbeiter erhöhen.“ Das qualifizierte Mitarbeiterteam bietet, orientiert an den individuellen Bedürfnissen der Bewohner, kompetente Hilfen an. „Wir leisten verantwortungsvolle Pflege und schaffen ein Netz lebendiger Beziehungen“, sagte Rühl.

Lothar Höher ist Verwaltungsrat und Bezirksvizepräsident. Er dankte dem Diakonischen Werk als feste Burg in dieser Stadt. Hans-Joachim Grajer vertrat die Mitarbeiter: „Die Beschäftigten schätzen es, wenn sie wahrgenommen werden. Geselligkeit ist wichtig.“ Für die Bewohner würden jede Woche verschiedene Aktivitäten und Beschäftigungen angeboten, die zu einem positiveren Allgemeinbefinden führen.

Danke für 480 Jahre Arbeit bei der Diakonie

Mit Urkunden ehrte Diakon Karl Rühl die langjährigen Mitarbeiter der Diakonie Weiden. In der Summe sind sie 480 Jahre dabei.

Für 2015 erhielten die Auszeichnung für 20 Jahre Silvia Bauer, Martina Braun, Waltraud Hentschel, Agneta Stock. 10 Jahre sind dabei Maria Babst, Marina Buchner, Renate Dötsch, Lilia Eisenach, Lydia Fleischhauer, Christine Gerlach, Claudia Hahn, Ursula Rupprecht, Buguslawa Schöps, Elisabeth Stolz, Arzu Topal, Florian Wüst, Melanie Zange und Thea Zanner.

2016 waren Astrid Baierl und Martina Haller 20 Jahre bei der Diakonie. 10 Jahre sind dabei: Anita Burak, Maria Engelbrecht, Ahmet Findik, Brigitte Greiner, Elisabeth Kasseckert, Daniel Schmidt, Natalia Stel-Aygörmez, Angelika Storch und Irmgard Unru.

Heuer ist Barbara Meissner bereits 40 Jahre im Dienst. 20 Jahre ist Claudia Nolde-Scheuerer dabei. 10 Jahre arbeiten mit: Sonja Fässler, Andreas Frank, Renate Herrmann, Christin Kunz, Lydia Spöth, Lilli Taller, Rodica Winter. (kzr)

Quelle: https://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/vermischtes/diakonie-ehrt-38-langjaehrige-mitarbeiter-dankeschoen-mit-roten-rosen-d1757076.html

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Mai 18th, 2017 by admin

Werkhof wird 20

Der Werkhof, das Sozialkaufhaus der Diakonie in Weiden, feiert sein 20-Jähriges. Im Frühjahr 1997 fiel in der Christian-Seltmann-Straße 43 der Startschuss für den Werkhof Weiden. Nach einer Zwischenstation in der Pressather Straße finden Interessierte die gemeinnützige Einrichtung nun seit fünf Jahren in der Oberen Bauscherstraße 21. Zum 20-Jährigen ist am Mittwoch, 24. Mai, ein Tag der offenen Tür mit Sonderaktionen, Führungen durchs Haus und einem Festakt geplant. Um die Wartezeit bis dorthin zu verkürzen, gewährt das Werkhof-Team ab sofort bis einschließlich 27. Mai 20 Prozent Rabatt auf alle Sitzmöbel.

Eingebunden in den Tag der offenen Tür findet die Auftaktveranstaltung der diesjährigen bayernweiten Kampagne „Aktion 1+1 – Mit Arbeitslosen teilen“ in Weiden statt. Mit dieser Spendenaktion unterstützt die evangelische Landeskirche in Bayern kirchliche Projekte, die für langzeitarbeitslose Menschen Arbeitsplätze schaffen. Auch die diakonischen Einrichtungen in der Region werden aus diesem „Solidaritätsfonds“ gefördert.

Im Sozialkaufhaus der Diakonie in der Oberen Bauscherstraße 21 darf grundsätzlich jeder von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 12 Uhr einkaufen.

Quelle: https://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/vermischtes/diakonie-laedt-zum-tag-der-offenen-tuer-werkhof-wird-20-d1753412.html

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Mai 16th, 2017 by admin

Weniger Bewerbungen

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Der Nachwuchsmangel im Pflegebereich ist im Luise-Elsäßer-Seniorenwohnheim angekommen. "Wir hatten lange keine Probleme bei der Suche nach Mitarbeitern", erklärte Leiter Gerhard Wolf, gegenüber Bundestagsabgeordneter Silke Launert. Während in dem Wohn- und Pflegeheim normalerweise immer fünf bis sechs Auszubildende tätig waren, seien es aktuell nur mehr vier. Für das neue Jahr gebe es derzeit nur einen einzigen.

Stärkere Bindung

60 Mitarbeiter sind inklusive der Küche im Haus tätig, darunter auch einige Teilzeitbeschäftigte. "Wir haben wenig Fluktuation", betont Wolf. Er führt dies vor allem darauf zurück, dass die meisten Mitarbeiter aus Speichersdorf oder aus einem Umkreis von bis zu 20 Kilometern kommen. Einheimische hätten eben eine ganz andere Bindung an das Heim mit 50 Einzel- und 14 Doppelzimmern. Wolf merkt, dass die Bewerbungen für Pflegeberufe zurückgehen. Vor allem Männer fehlten nahezu gänzlich. Ursache ist für ihn das Image der Altenpflege. "So schlecht, wie es in der Öffentlichkeit oft dargestellt wird, ist es bei uns wirklich nicht", meint Wolf. Die meisten Häuser seien überaus engagiert und hätten die verzerrte Darstellung nicht verdient.
Als weiteres Problem bezeichnet der Einrichtungsleiter das neue Pflegestärkungsgesetz, mit dessen Hilfe viel Geld in die ambulante Pflege gesteckt werden soll. "Wir fürchten, dass stationäre Einrichtung darunter leiden." Es sei es nicht immer nur positiv, wenn Menschen bis zum letztmöglichen Augenblick zu Hause gepflegt werden und dann von "jetzt auf gleich einen Heimplatz benötigen", was sich meist nur schwer realisieren lasse.
Laut Launert bedeutet die Stärkung der ambulanten Pflege nicht automatisch, dass die stationäre Pflege gekürzt werde. Ein Problem sei es, dass es mehr pflegebedürftige Menschen gebe. "Bei uns geht es recht familiär zu", bestätigt Pflegedienstleiterin Heidrun Neuber. Das Haus sei in das öffentliche Leben der Gemeinde eingebunden. Zu Festen und Feierlichkeiten sei regelmäßig auch die Bevölkerung eingeladen, Einrichtungen wie die Musikschulen seien zu Gast, und auch Gottesdienste für jedermann fänden in regelmäßigem Turnus im Haus statt.

Quelle: https://www.onetz.de/speichersdorf/vermischtes/luise-elsaesser-haus-setzt-auf-heimische-mitarbeiter-weniger-bewerbungen-d1752584.html

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Dezember 28th, 2016 by admin

Fest mit Freunden

Gemeinsam statt einsam: Diakonie und Caritas luden für Heiligabend wieder zur ökumenischen Weihnachtsfeier für allein lebende Menschen. Unter der Moderation von Caritas-Kreisgeschäftsführer Bernhard Uhl versammelten sich mehr als 80 Gäste in der Personalcafeteria des Klinikums. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Caritas-Kreisverbandes, Tobias Konze, führte Pfarrerin Edith Lang die Anwesenden zum eigentlichen Anlass dieses Abends: der Weihnachtsgeschichte. Anschließend tischten knapp 20 ehrenamtliche Helferinnen das vom ebenfalls ehrenamtlich tätigen Krankenhauskoch Maximilian Heuer zubereitete dreigängige Weihnachtsessen auf. Mit Texten zur Weihnachtszeit und einem weiteren Lied ging die Feier in ein lockeres Beisammensein über. OB Kurt Seggewiß überbrachte Grüße der Stadt und bedankte sich bei den Veranstaltern und Helfern (von denen ein Großteil auf dem Foto zu sehen ist). Hans Spindler begleitete die Feier wieder musikalisch auf seinem Keyboard. Markus Friedrich vom Diakonischen Werk bot zum Abschluss einen organisierten Fahrdienst an. Bild: hfz

Quelle: https://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/vermischtes/weihnachtsfeier-fuer-alleinlebende-von-caritas-und-diakonie-fest-mit-freunden-d1720374.html

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September 14th, 2016 by admin

Ambulanten Pflegedienst der Diakonie begleitet

Die Krankenpflegehelferin Maria tourt täglich durch Weiden. Sie kümmert sich um kranke und alte Menschen, die Zuhause leben. Unter Zeitdruck leistet sie körperlich anstrengende Arbeit.

Es ist Badetag. Maria dreht das Wasser in der Dusche auf, streift Gummihandschuhe über, fährt Herrn Maiers Bett hoch und setzt ihn auf. Sie schnallt zwei Gurte um Bauch und Beine, greift ihm unter die Arme. Es dauert Minuten und Maria braucht mehrere Anläufe, bis Herr Maier im weißen Plastikrollstuhl mit dem Loch in der Mitte sitzt. Maria zieht ihm das T-Shirt über den Kopf und hebt Herrn Maier (Name geändert) noch ein paar Mal hoch, um die Windel unter ihm hervorzuziehen. Es riecht nach Urin.

„Ich will nicht alt werden“, sagt Maria, 60. Sie weiß, was sie erwartet. Die Krankenpflegehelferin arbeitet beim ambulanten Pflegedienst der Diakonie. Um 7.45 Uhr parkt Maria den Dienstwagen, ein weißlackierter Seat Mii mit blauem Logo an den Seiten, vor Herrn Maiers Haus. Sie kramt im Einkaufskorb auf dem Beifahrersitz – ihr mobiles Büro – nimmt eine Tüte mit Medikamenten, Handy, Schlüssel, Klemmbrett und ein Täschchen mit ihrer Lesebrille heraus. Die etwa 1,65 Meter große Frau hat Mühe, alles ins Haus zu tragen. Bevor sie den Briefkasten des Patienten leert, drückt sie auf den Knopf des Aufzugs: „Um Zeit zu sparen“, erklärt Maria, die ihren vollen Namen nicht in der Zeitung lesen will.

Einsatz mit Stoppuhr

Die Pflegerin fährt in den vierten Stock und öffnet die Türe zu einer weitläufigen, hellen Dachwohnung. Der Stil der Wohnung erinnert an die Bauwerke von Rudolf Olgiati, einem Schweizer Architekten: weiße Wände, weiße Küche, zimmerhohe Fenster zur Terrasse, schlichtes, zeitloses Design. Herr Maier, 71, war Architekt. „Guten Morgen“, ruft Maria im Flur.

Herr Meier leidet an Multipler Sklerose, ist fast gelähmt und lebt alleine. Maria startet auf ihrem Smartphone eine Stoppuhr. Ihr Einsatz bei Herrn Maier beginnt. Er soll nur eine knappe Stunde dauern.

Herr Maier ist kein Einzelfall. 90 Prozent der 2,6 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland werden laut einer Aufstellung des Statistischen Bundesamts zu Hause versorgt. Über 600 000 von ihnen nehmen die Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes an.

Zähneputzen, Duschen, Rasieren, Eincremen, Wickeln, Anziehen, Umbetten. Maria, weißes T-Shirt, weiße Hose, geht liebevoll mit Herrn Maier um. Nach 45 Minuten liegt er in schwarzer Jogginghose und weinrotem Polo-Shirt mit Lacoste-Krokodil auf der Brust im Bett. Maria zieht die Handschuhe aus und wischt sich mit einem Kosmetiktuch die Schweißperlen von der Stirn. Sie wirft es in die Plastiktüte zur benutzen Windel.

Die körperlich schwere Arbeit strengt Maria an, obwohl sie fast täglich im Fitnessstudio trainiert. Auf die Gurte, um Herrn Maier aus dem Bett zu hieven, will sie nicht verzichten. „Manche Kolleginnen schaffen es ohne Hilfsmittel, aber ich habe nicht die richtige Statur dafür.“

„Manchmal wäre ein Mann hilfreich“, sagt Angelika Zürcher, die Leiterin der ambulanten Pflege der Diakonie Weiden. Es sind hauptsächlich Frauen, die sich um Kranke und Senioren kümmern: Von 320 000 Mitarbeitern im ambulanten Pflegedienst sind 87 Prozent weiblich („Pflegestudie 2013“, statistisches Bundesamt). In Weiden gibt es bei der Caritas drei männliche Pfleger, bei der Diakonie keinen. Ein Grund: Die Mehrheit der Pflegebedürftigen ist weiblich (61 Prozent) und wünscht sich Frauen.

Frühstück am Bett

Herr Maier schaltet per Fernbedienung das Radio an. Klavierklänge erfüllen die Wohnung. Ein Klassik-Sender aus Berlin, erklärt er. „Brauchen Sie noch etwas?“, fragt Maria und stellt einen Teller mit zwei Wurstsemmeln und Apfelsaft auf den Tisch neben das Bett. Herr Maier winkt lächelnd ab. „Manche sind dankbar über unsere Arbeit, andere nicht“, sagt Maria. Herr Maier freue sich immer, wenn jemand von der Diakonie kommt, er sei nie unzufrieden.

Bevor sie ihn kurz vor 9 Uhr verlässt, dokumentiert Maria ihren Einsatz. Die Krankenleistungen – Blutdruckmessen und Medikamentenverabreichung – hält sie im Handy und auf Papier fest. Die Pflegeleistungen wie das Duschen muss sie nur ins Smartphone tippen.

Um 5.30 Uhr war Maria beim ersten Patienten. Nach einer etwa vierstündigen Tour ist Herrn Huber der letzte Senior des Tages, den sie besucht. Maria füllt für ihn eine rosa Fußbadewanne mit Leitungswasser. Es sprudelt wie ein Whirlpool. Der 89-jährige sitzt im fliederfarbenen Bademantel auf einem Stuhl in einer winzigen, modrigen Küche. Auf der Anrichte steht benutztes Geschirr, auf dem Fensterbrett kleine Figuren wie aus Überraschungseiern. Die Schuhe bleiben am Boden kleben und es schmatzt, wenn Maria darüber läuft. Es ist fast zehn, auf dem Herd steht das Mittagessen bereit: Leber mit Zwiebeln. Die Pflegerin misst Herrn Hubers Blutdruck. Dreimal startet sie das Messgerät. Der Blutdruck bleibt zu hoch. „Das kontrollieren wir morgen wieder.“

Quelle: https://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/vermischtes/ambulanten-pflegedienst-der-diakonie-begleitet-badetag-bei-herrn-maier-d1694936.html

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Juni 20th, 2016 by admin

„Biblische Reise“: Impressionen von einer Fahrt durch Armenien

Erfahrene Wirklichkeit korrigiert vieles, eine Reise lässt eine Region lebendig werden, schafft neue ungeahnte Bezüge zu Landschaften, Menschen, ihrer Kultur und Geschichte. Und man kommt zurück, voller Bilder, tiefer Eindrücke, Begegnungen mit Fremden, Bewohnern des Landes. Eine Reise durch Armenien hinterlässt besondere Erinnerungen.

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Von Veit Wagner

Armenien? Warum gerade Armenien?“ Das waren öfters Reaktionen auf den Hinweis, an Pfingsten sich einer Reisegruppe von „Biblische Reisen“ anzuschließen, ausgeschrieben von der Diakonie Weiden unter Leitung des Vorstands Diakon Karl Rühl. Begleitthema: „Noah. Von Anfang zu Anfang“. Ja, Armenien, das ruft unklare Vorstellungen wach: Irgendwo hinter der Türkei, zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer, vielleicht Kleinasien, am Kaukasus, da mag es wohl liegen, das kleine Land mit weit zurückreichender christlicher Tradition. Die jüngsten Schlagzeilen kommen in den Sinn: Berg-Karabach, Streit mit Aserbeidschan. Fragen an Radio Eriwan vielleicht noch.

Armenien und seine 3000 Jahre alte Geschichte tut sich auf, Armenien, das schon im Jahre 301 christlich geworden ist, Armenien, das einst viel größer war, dessen Gebiet sich ständig verändert hat durch die Besetzungen der anrennenden, inzwischen längst untergegangenen fremden Herrscher aus den Weiten Asiens, durch die Annexionen der Nachbarn. Armenien, das durch eine grausame Politik der Jungtürken im 2. Jahrzehnt des letzten Jahrhunderts nahezu 1,5 Millionen Menschen verloren hat: Ja, man muss es Völkermord nennen. Wir wissen: Die Resolution zum Genozid wird in den nächsten Tagen auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestages stehen. Wir wissen auch, dass es nach dem Ersten Weltkrieg Teil der Sowjetunion war und erst seit 1991 ein unabhängiger Staat geworden ist.

Wir landen in Jerevan (Eriwan) auf dem modern-gestylten Flughafen Zvartnots, und Lilia, unsere sympathische Reiseleiterin, eine äußerst kundige und gebildete Frau, nimmt uns in Empfang und wird uns mit ihrem exzellenten Deutsch auf dieser neuntägigen Reise begleiten, informieren und wirklich umsichtig umsorgen.

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Fein-grazile Erhabenheit

Mit „Bári lujs!“ begrüßt sie uns jeden Morgen. Nicht so der Ararat. Der Berg von Noahs Arche versteckt sich noch hinter Wolken im Morgendunst. Erst am letzten Morgen wird er uns seine volle Schönheit anbieten, schneebedeckt und von fein-graziler Erhabenheit, wie der Fujiyama in Japan.

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Im „Ani Plaza,“ einem 4-Sterne- Hotel im Zentrum der 1,3 Millionen- Stadt werden wir in den obersten Stockwerken mit herrlicher Sicht untergebracht, und es fehlt uns an nichts. Quirlig wirkt die Stadt, erinnert in manchem an Paris mit seinem Platanenbestand und durchaus vielen modernen Autos in den Straßen, zeigt im Zentrum großstädtische Bauten und Monumente – eine Welt voller gut gekleideter, selbstbewusster Menschen. Man spürt das Flair einer Millionenstadt.

Von oben blicken wir in die Stadt, über die berühmte Kaskade hinunter auf das grünlich-klassische Opernhaus, sehen zur Villa hinab, die die Einwohner Charles Aznavour geschenkt haben, ihm, dem vielleicht bei uns bekanntesten Armenier. Er besucht sie gelegentlich.

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Wir hören, dass mehr als ein Drittel der Bevölkerung Armeniens in dieser Stadt lebt, dass viele reiche Auslandsarmenier hier Geld investieren, ihre Verwandtschaft unterstützen, beim Aufbau des Landes enorm mithelfen. Denn das Land ist arm: über 40 Prozent leben wohl unterhalb der Armutsgrenze, die Arbeitslosigkeit liegt bei 18 Prozent.

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Frischgrüne Landschaft

Einige erste Blicke auf die Fassaden des großen Wohnblocks, auf manche Brachflächen lassen das ahnen. Landeskundliche Informationen bestätigen es. Im Landesinneren wird uns das in den nächsten Tagen noch viel deutlicher bewusst. Was wir auf den Fahrten durchs Land, von Jerevan nach dem südlichen Goris (ganz nah am Übergang in die Krisenregion Berg-Karabach), hinauf zum Sevansee und in den Norden, erfahren, ist höchst bestimmend: Frühlingshaft frischgrüne Landschaft zieht vorbei, wir bewegen uns durch weite fruchtbare Ebenen im westlichen Türkei nahen Landstrich, blicken auf intensiv grüne Berghänge, Höhenzüge des Südkaukasus, durchfahren Schluchten an steilkantigen bizarren Felswänden entlang, erleben intensiv bewaldete Gebiete und weite windverwehte Hochebenen.

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Das intensive Grün des frühen Sommers wird als haftende Grundfarbe im Gedächtnis bleiben, vielleicht auch immer wieder begleitet von den melancholischen Tönen der Dudukflöte. Noch mehr aber werden sich die Klöster in ihren Höhenlagen und mit ihren steinernen dunklen Kircheninnenräumen einprägen. In der Kirche zur Heiligen Hriphsimé in Edschmiatsin erschließt sich uns die Grundstruktur der meisten armenisch-apostolischen Gotteshäuser, eine Kreuzkuppelkirche mit bühnenähnlich erhöhtem Altarraum, der Bema.

Die Vorhallenmit ihren massiven Säulen, ihren Glockentürmen und Anbauten sind es, die uns dann immer wieder von neuem beeindrucken, vor allem, wenn sie spärlich beleuchtet, den Besucher magisch anziehen, nicht nur ihrer fremdartigen Namen wegen: Chor Virap, Noravankh, Tathev, Goschawank, Sanahin, Haghpat. Theologischer Mittelpunkt ist die in ihren Grundfestungen bis ins 4. Jahrhundert zurückreichende Basilika des Katholikos in Edschmiatsin, demVatikan dieses Landes. Wir führen Gespräche mit jungen Theologen und nehmen an einem feierlichen Pfingstgottesdienst teil, Chorgesang und Weihrauchduft durchdringt alles. Architektonischer und geographischer Höhepunkt ist wohl für manchen die Anlage des Höhlenklosters von Geghard am Talende der Azatschlucht mit seinen Kirchenräumen in großen Basalthöhlen, die in mystischem Dunkel liegen, nur spärlich von Stifterkerzen erhellt: Unesco-Welterbe.

Neben den Kirchen sind es die Kreuzsteine, die im Gedächtnis haften bleiben: Große Tafeln aus rostfarbenem Tuff oder aus dunklem Basalt mit feinsten künstlerischen Gravierungen. Im Dorf Noratus auf einer Halbinsel im Sevansee stehen über 650 solcher vielfältig gestalteten Chatsch’khare auf einem weitläufigen Friedhofsfeld. Sie sind aber mehr als Grabsteine, sie dienen als Denkmale, als Symbole des christlichen Glaubens, als Mahner und Beschützer.

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Mit 36 Buchstaben

Erwähnen muss man unbedingt aber auch jene kleinen, überaus kunstvollen Buchillustrationen und Handschriften, die das Mashtots-Matenadaran-Institut zur Schau stellt, das zentrale Archiv für alte christliche, aber auch historische Handschriften, von der UNESCO zum Weltdokumentenerbe erklärt.

Die überlebensgroße Figur des Mesrop Maschtots vor dem Bau erinnert an den Mönch und Heiligen, der zu Beginn des 5. Jahrhunderts das armenische Alphabet mit 36 Buchstaben entwickelte. Überall auf unserer Fahrt werden sie uns begegnen, und nach einiger Zeit lassen sich Worte lesen.

Ein weiterer Höhepunkt ist das verlassene Höhlendorf Chndzoresk an einem Hang unweit der kleinen südlichen Stadt Goris. Man gelangt zu ihm über eine lange schwankende Hängebrücke, die über eine Schlucht führt. Später, oben am Selim-Pass auf einer Höhe von 2400 Metern, treffen wir auf eine einsame graue Karawanserei aus dem 14. Jahrhundert, die hingeduckt an der Seidenstraße wie eine düstere Stallung aussieht, in ihrem fast lichtlosen Inneren aber eine beeindruckende Atmosphäre entwickelt.

Bei der Weiterfahrt gehen einem mittelalterliche Vorstellungen vom Alten Orient nicht mehr aus dem Sinn. Auch die Fahrt durch das Erdbebengebiet von 1988 mit seinen Industriebrachen, die Blicke auf die Jezidendörfer im Norden werden einem immer wieder durch den Kopf gehen. Wie auch der Besuch im Dorf Garni, wo eine politische Blockade der Bauern („die Oligarchen wollen ihren kleinen Fluss umleiten“) uns die Durchfahrt zum hellenistischen Tempel Garni versperrt hat. Den erreichen wir zu Fuß, grüßen dabei freundlich die Anwohner.

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Mit Privatautos werden wir schließlich durch die Berglandschaft zum Felsenkloster gefahren, wo uns die reinen Gesänge des Garni-Vocal-Quintett in den düsteren Räumen des Berginneren ein wirklich nachhaltiges Raum- und Gefühlserlebnis vermitteln. Später werden wir in einen kleinen sommerlichen Privatgarten eingeladen, wo vorgeführt wird, wie man jene riesigen Brotlappen (Lawash) in irdenen Ofenhöhlen backt. Nach wenigen Minuten werden sie aus der Tiefe gezogen und uns angeboten: warmes, dünnhäutiges, knuspriges Backwerk, das uns auch zum Mittagstisch unter schattigem Dach gereicht wird.

Fein gedeckte Tische

Überhaupt all diese Mahlzeiten an langen, fein gedeckten Tischen, in den Hotels, Restaurants, auf Balkonen oder auf Terrassen: ein lukullisches und ein Gemeinschaftserlebnis zugleich. Nein, nicht daran denken, wenn man auf dem Rückflug an seinem eben gratis gereichten Waffelstückchen knabbert…

Vielleicht hilft einem mancher Gedanke, den Diakon Rühl in seiner täglichen Meditation den 30 Mitreisenden auf den Weg gegeben hat: Dass es mehr gibt als die leiblichen Dinge. Schließlich war es ja eine biblische Reise, eine pfingstliche Wallfahrt – allerdings eine ungeheuere.

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