Category: Diakonie Weiden

Juni 7th, 2016 by admin

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Die Lions helfen – das hat sich inzwischen herumgesprochen. Nach dem Wasserspielplatz im Schätzlerbad, der eher für die jüngere Generation gedacht ist, heißt das neue Projekt „Sindersberger-Arche“. Dafür spielt am Sonntag das Salonorchester Babári im Autohaus.

Weiden. (gag) Die „Sindersberger-Arche“ ist die neue Palliativ- und Hospiz-Station im Eleonore-Sindersberger-Altenheim, die für Menschen in der letzten Phase ihres Lebens beste Versorgung und Geborgenheit bietet: spezielle Pflegebetten, Lichtdecke, geschultes Personal, dazu warme Farben, große Fenster, heimelige Atmosphäre. „Wir finanzieren die ,Arche‘ auch mit Spenden, weil die Pflegeversicherung noch nicht offen dafür ist“, erklärte Diakon Karl Rühl, geschäftsführender Vorstand des Diakonischen Werks Weiden.

Vom Staatstheater

Um Spenden ging es denn auch, als der Lions-Club zu einem Nachmittag wie in einem „Wiener Kaffeehaus“ einlud – an einem ungewöhnlichen Ort. Das Autohaus Widmann hatte sich für diese Veranstaltung herausgeputzt. Das Salonorchester Ferenc Babári, aus Mitgliedern des Staatstheaters Nürnberg, unterhielt das Publikum an elegant gedeckten Tischen mit beschwingter Salonmusik der Jahrhundertwende. Verschmitzt und geistreich begrüßte Anneliese Hein, Vorsitzende der Bewohner-Vertretung im Sindersberger-Seniorenheim, das Publikum: „Herzlich willkommen in dieser wunderschönen Garage.“ Zehn Damen und Herren bewohnten inzwischen die „Arche“ und fühlten sich dort allesamt wohl.

Bei Kaffee, Kuchen oder einem Glas Sekt lauschten die Gäste im voll besetzten Autohaus den nostalgischen Klängen. Bei dem „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms oder dem Lied „Wer hat die Liebe uns ins Herz gesenkt“ aus dem „Land des Lächelns“ von Franz Lehár sprang sofort der Funke über. Flotte ungarische Melodien bezauberten die Gäste, die bald den Takt mitwippten. Viele erinnerten sich bei „Komm Zigan“ aus der Operette „Gräfin Mariza“ oder „Heut geh ich ins Maxim“ aus der „Lustigen Witwe“ von Franz Lehár an die Operettenverfilmungen mit Marika Rökk oder Johannes Heesters. Ein beschwingtes Potpourri aus Walzern, Csárdás oder den „Geschichten aus dem Wienerwald“ von Johann Strauß unterhielt aufs Beste.

Ferenc Babári, dessen elegante Bewegungen den Ungarn verrieten, ließ seine Geige durch alle Oktaven jubeln, während er immer wieder den Gang durch die Tischreihen antrat. Seine Kollegen Alexandru Duma (2. Violine), Rainer Bartke (Cello), Joachim Sevenitz (Kontrabass) und Noorman Widjaja (Klavier) begleiteten ihn dazu von der Bühne. Gefühlvolle Soli, auch des Cellos von Rainer Bartke, bezauberten das Publikum, das mitunter gern mitgetanzt hätte.

Unglaubliches Tempo und höchste Töne entlockte Babári seiner Geige beim zwitschernden Solo zu „Die Lerche“, das ihm frenetischen Applaus und „Bravo“-Rufe einbrachte. Dass Zugabe eingefordert wurde, war klar. Mit charmantem Lächeln zauberte das Quintett noch den Hit „Die Julischka aus Budapest “ aus ihrem breiten Repertoire. Dabei sangen manche vergnügt mit „…die hat ein Herz von Paprika, das keinem Ruhe lässt“ – in Erinnerung an den Marika-Rökk-Film. Lions-Präsident Anton Forster dankte den Musikern, den Helfern des Autohauses Widmann und den Kuchenbäckerinnen.

Quelle: Der neue Tag Weiden
https://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/vermischtes/lions-konzert-fuer-sindersberger-arche-mit-salonorchster-babari-vor-ausverkauftem-haus-ungarischer-pfeffer-d1673608.html

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Mai 2nd, 2016 by admin

Integrationsfirma der Diakonie mit neuem Angebot

Einmal Rasenmähen gefällig? Oder soll jemand fürs Briefkastenleeren oder Blumengießen einspringen? Solche Dienstleistungen bietet ab sofort die Integrationsfirma der Diakonie in Weiden an.

Seit gut zwei Jahren gibt es bei der Diakonie die Integrationsfirma mit Schwerbehinderten, die in den Geschäftsbereichen Sozialkaufhaus und Dienstleistungen arbeiten. Untergebracht im Werkhof, umfasste der Betrieb bisher bis zu drei Mitarbeiter. Sie erledigten Transport- und Umzugsaufträge im Kundenauftrag und für das Sozialkaufhaus. Mit Genehmigung der Behörden wird ab sofort das Dienstleistungsangebot der Integrationsfirma um den Bereich „haushaltsnahe Dienstleistungen“ erweitert.

Markus Friedrich, Geschäftsführer der „Ostbayerischen Dienstleistungsagentur gGmbH“, wie sich die gemeinnützige Integrationsfirma nennt, stellt zusammen mit Projektleiter Stefan Drabsch den erweiterten Geschäftsbereich vor. Aufträge werden ab sofort für „einfache Tätigkeiten, für die kein besonderes Fachwissen und Qualifikationen erforderlich sind, bevorzugt von Privathaushalten und kleinen Unternehmen entgegengenommen“. Als Beispiele neben den Umzugs- und Transporthilfen nannten Friedrich und Drabsch „Haushaltshilfen, Vertretungen wegen Urlaub und Krankheit für Hausordnung, Briefkastenleeren, Blumengießen und ähnlichen Arbeiten“ . Auch Grün- oder Grabpflege, Hol-, Bring- und Begleitdienste sowie Einkaufshilfen sind möglich.

Bei der Erweiterung der Integrationsfirma handle es sich um sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Weil sie kostendeckend arbeiten müsse, würden vom Auftraggeber neben den Fahrtkosten pro Stunde 17 Euro für einfache Tätigkeiten und 25 Euro für „körperlich anspruchsvolle Einsätze“ plus je 7 Prozent ermäßigte Mehrwertsteuer abgerechnet. Auftraggeber könnten somit sicher sein, dass es sich „um legale sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit Absicherung im Schadensfall handelt“. Auftraggeber erhielten ein Angebot mit Pauschalsätzen, die im Regelfall auch von voll leistungsfähigen Arbeitnehmern für eine bestimmte Arbeit benötigt würden.

Wert legen Friedrich und Drabsch auf die Feststellung, „dass Schwerbehinderte auf behinderungsgerechten Arbeitsplätzen keinerlei Leistungseinschränkungen haben“. Die Diakonie weist in ihrer Informationsschrift darauf hin, dass die Integrationsfirma für Schwerbehinderte von „Arbeitsverwaltung, der Europäischen Union, Integrationsamt, Bezirk Oberpfalz sowie der evangelisch-lutherischen Landeskirche unterstützt“ werde. Und: „Als gemeinnützige Einrichtung arbeiten wir nicht gewinnorientiert.“ Interessenten und mögliche Auftraggeber melden sich unter Nummer 0961/63 193 894.

Quelle: https://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/vermischtes/hilfe-im-haushalt-integrationsfirma-der-diakonie-mit-neuem-angebot-d1664673.html

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März 12th, 2016 by admin

Margareta Seidl feiert 102. Geburtstag

Weiden. (frb) Von Sulzbach-Rosenberg nach München, weiter nach Grafenwöhr und schließlich nach Weiden: Margareta Seidl hat in ihrem Leben bereits in mehreren Orten gewohnt. Und dabei viel erlebt. Kein Wunder: Sie feierte am Donnerstag ihren 102. Geburtstag im Pflegeheim der Diakonie.

Geboren wurde Margareta Seidl, mit Mädchennamen Ringer, 1914 in Sulzbach-Rosenberg. „Damals noch Sulzbach“, betont sie beim Besuch von Bürgermeister Jens Meyer. Dort wuchs sie als Brauereitochter zusammen mit ihren drei Geschwistern auf. Für ihre Ausbildung ging sie nach München und arbeitete dort im Büro einer Anwaltskanzlei. Allerdings holte sie ihre Mutter aufgrund des Hitlerputsches wieder zurück in die Heimat.

Bei einer Vorstellung auf der Luisenburg lernte sie ihren späteren Ehemann und Bäckermeister Wilhelm kennen. Im Oktober 1936 gab sie ihm das Ja-Wort und zog zu ihm nach Grafenwöhr. Die drei Söhne Wilhelm, Hermann und Alfons machten ihr Glück perfekt. Allerdings dauerte es nicht lange an: Ihr Mann musste in den Krieg ziehen und kam nicht mehr zurück. „Seitdem ist er als vermisst gemeldet“, erklärt die Jubilarin.

1955 zog sie mit ihren Kindern schließlich nach Ullersricht. Bis zu einem stolzen Alter von 100 Jahren lebte sie dort noch in ihrer eigenen Wohnung. „Ich wollte nie ins Altersheim gehen, aber ich bin jetzt in der Diakonie sehr gut aufgehoben“, meint sie.

Bürgermeister Jens Meyer überbringt ihr dort in Vertretung für OB Kurt Seggewiß die besten Glückwünsche. „Es ist wirklich eine Gnade Gottes, so ein hohes Alter zu erreichen“, betont Meyer beim Besuch. Den Bürgermeister selbst hat die Jubilarin zuvor noch nicht getroffen, aber bereits öfters in der Zeitung gesehen. Zu ihrem 101. Geburtstag habe sie sich noch mit dem OB über Fußball unterhalten, erinnert sich die Jubilarin.

Apropos Fußball: Margareta Seidl ist bekennender Bayern-München- Fan. Am liebsten würde sie jedes Spiel des Vereins verfolgen. „Oft kommen die Spiele erst abends, und da muss meine Bettnachbarin schlafen“, erklärt sie etwas wehmütig.  Aber dennoch mit einem Lächeln im Gesicht.

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Quelle: Der neue Tag Weiden www.o-netz.de

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Januar 13th, 2016 by admin

Viele interessante Vorträge bei SPD-Senioren – Rückblick auf Jubiläumsjahr – Neues Versammlungslokal

Weiden. (rdo) Aktuelle Politik, gesellschaftliche Themen und kulturelle sowie unterhaltsame Termine: All das stand 2015 auf der Agenda der SPDArbeitsgemeinschaft 60plus. Und auch auf einen ganz besonderen Termin blickten die Senioren in der Jahreshauptversammlung zurück: das
20-jährige Gründungsjubiläum.

Insgesamt 25 Veranstaltungen hatte die Arbeitsgemeinschaft organisiert, jeweils bis zu 50 Besucher kamen. Im Januar 2015 hatte Ursula Kinner den Vorsitz von Alois Wolfram übernommen. Nun begrüßte sie erstmals am neuen Versammlungsort im „Café Mitte“ im Stadtteilzentrum Stockerhut die Genossen, nachdem zum Jahreswechsel das „Bräustüberl“ den Betrieb eingestellt hatte.

Gut gefüllte Busse

Ausflugsfahrten hatten nach Pilsen, zum Landestheater Oberpfalz mit dem Stück „Die Kurpfuscherin“ in Leuchtenberg, zur Megal-Gasverdichterstation nach Waidhaus und zum Zoiglnachmittag nach Neustadt geführt. Die Busse waren stets gut gefüllt. Weitere Besuche galten dem
Stadtmuseum, dem Stadtrat, der Porzellanfabrik Seltmann in Erbendorf und der Europa-Berufsschule. Sommerfest, Grillfest, Preisschafkopf-, Faschings- und Weihnachtsveranstaltungen brachten den SPD-Senioren Unterhaltung. Die politischen Frühschoppen befassten
sich mit den Themen Mindestlohn und Zeitarbeit. Pilzberater Norbert Griesbacher informierte über die Schwammerln. Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher referierte über die Bedeutung des Bezirkstags, und Bürgermeisterin Margit Kirzinger stellte ihren Markt Waidhaus vor. Major Eric Schröter stellte den Bundeswehrstandort Weiden vor. Aus der aktuellen Stadtratsarbeit berichtete Alois Schinabeck. Das Konzept der Kurzzeitpflege erläuterte Karl Rühl von der Diakonie.

Besuch der FOS/BOS

Für den Jahresrückblick in Bildern erhielt Günter Hollweck ein Präsent. Nächste Termine sind am 13. Januar die Besichtigung der Ausstellung „NS-Zeit in Weiden“ und am 20. Januar der Besuch der FOS/BOS.

Quelle der neue Tag http://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/politik/von-zeitarbeit-bis-kurzzeitpflege-spd-senioren-im-jubilaeumsjahr-sehr-aktiv-d1184009.html

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Januar 9th, 2016 by admin

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Dezember 31st, 2015 by admin

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Dezember 28th, 2015 by admin

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Den rund 100 Besuchern in der Personalcafeteria des Klinikums schilderte OB Kurt Seggewiß das Schicksal der Flüchtlinge. Bilder: Wilck (2)

Niemand soll alleine feiern müssen. Deshalb luden DiakonischesWerk und Caritas wieder zur „Weihnachtsfeier für allein Lebende“ ein. Gemeinsam verbrachten rund 100 Besucher einen entspannten heiligen Abend.

Weiden. (wil) Pünktlich um 20 Uhr trafen auch Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Stadträtin Gabi Laurich in der Personalcafeteria des Klinikums ein. Der Rathauschef sprach in seinem Grußwort über das Christsein und darüber, dass keiner an Heiligabend allein bleiben solle. Seggewiß erzählte den Gästen ferner von den 209 Flüchtlingen in der Mehrzweckhalle und deren Lebenssituation.

Die fleißigen Helferinnen – die meisten von ihnen engagieren sich zu diesem Anlass schon seit vielen Jahren – hatten schon am Tag zuvor mit den Vorbereitungen begonnen. Koch Max Heuer vom Klinikum zauberte ein leckeres Mahl: Entenkeule mit Klößen und Rotkohl. Für die Musik sorgte Johann Spindler gemeinsam mir Diakon Karl Rühl (Gitarre). Und Geschenke gab es auch: Tischsets und Stollen.

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Bereits seit vielen Jahren arbeiten sie nicht nur am heiligen Abend, um Menschen aus der Einsamkeit zu holen. Bereits am Vortag hatten die Helferinnen die Feier vorbereitet.

Der neue Tag http://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/vermischtes/in-guter-gesellschaft-weihnachtsfeier-fuer-allein-lebende-d1180269.html

 

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Dezember 23rd, 2015 by admin

Manfred Weiß stellt als Koordinator der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer der Stadt sein Konzept in Berlin vor

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Einen schönen Gruß von der Familie Hess bestellte Manfred Weiß im Kanzleramt der Integrationsbeauftragten Aydan Özoguz (Mitte). Sie war bereits zu Gast beim AK Asyl in Weiden und machte Weiß mit Familienministerin Manuela Schwesig bekannt. Beiden schenkte er einen Button des Netzwerks Asyl, finanziert aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“. Bild: hfz

Weiden. (mte) Er ist ein Macher, der hauptamtliche Koordinator der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer in Weiden. Am vergangenen Freitag packte Manfred Weiß auch im Berliner Kanzleramt in Sachen Flüchtlingshilfe an. „Ich war als Mann der Praxis geladen“, sagt der 58-Jährige. Fünf Minuten Redezeit bekam er bei der Veranstaltung „Kommunen stärken – rechte Hetze verhindern“. „Ich hab’ aber gleich gesagt: Das schaffe ich nicht in der Zeit.“ Als „die Stimme der Ehrenamtlichen in Weiden“ hat er schließlich auf dem Podium, fünf Stockwerke unter dem Büro der Kanzlerin, 15 Minuten geredet. Ein Blatt vor den Mund nahm er nicht. Und alle hörten sie ihm zu.

Die Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz etwa. „Sie hat sich fleißig Notizen gemacht.“ Oder auch Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Dazwischen applaudierten rund 130 hauptamtliche Bürgermeister und Landräte Deutschlands. Zusammen setzten sie wie der Einladende Thomas Heppener, Leiter des Referats „Demokratie und Vielfalt“ im Familienministerium, große Hoffnung in Weiß und seine Anregungen aus Weiden, wie Willkommenskultur gelingen kann (wir berichteten). „Im Anschluss wollten einige gar mein Konzeptpapier haben.“

Darin beschreibt Weiß etwa, wie wichtig ein nachhaltiges Hilfsangebot ist. „Ehrenamtliche brauchen auch mal Pausen.“ Mehr hauptamtliche Koordinatoren wie Weiß von der Diakonie seien unabdingbar. Sie brächten Struktur in die Hilfsangebote. Apropos: Eine flächendeckende Struktur sei zudem nötig. „Aber bitte stülpen Sie uns die nicht einfach von oben über, habe ich gesagt.“ Die Helfer vor Ort müssten gefragt werden. Sie würden sich am besten auskennen. Auch Geld forderte Weiß: „Es kann doch nicht sein, dass die Kommunen die Arbeit machen und dafür nicht zu 100 Prozent finanziert werden.“ Es bräuchte obendrein Wohnungen: „Flüchtlinge Tür an Tür mit den Bürgern unterzubringen, das ist gelebte Integration.“

Widerspruch habe es an keiner Stelle bei den Zuhörern gegeben. „Nur Zustimmung und Beifall ohne Ende. Ich hatte den Eindruck, alle dachten, endlich sagt’s mal einer.“

Entsprechend hofft Weiß, „zum Nachdenken auf höchster Ebene angeregt zu haben“. Nun würden wohl Taten folgen. „Wenn nicht, gehe ich wieder nach Berlin. Ich kenn’ mich ja jetzt aus“, witzelt der 58-Jährige.

Quelle: Der neue Tag http://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/vermischtes/applaus-fuer-weidener-helfer-im-kanzleramt-koordinator-der-ehrenamtlichen-fluechtlingshelfer-der-stadt-stellt-sein-konzept-in-berlin-vor-d1179688.html

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Dezember 12th, 2015 by admin

Anpacken statt motzen: Was die vielen Ehrenamtlichen für Flüchtlinge in Weiden leisten, ist offenbar beispielhaft. Ihr Koordinator darf nun seine Erfahrungen bei einer Veranstaltung im Kanzleramt darstellen. Er sieht in der Einladung eine Auszeichnung für die Helfer. Nur brav Danke sagen will er aber nicht. Im Gegenteil.

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Weiden. (fku) Geladen sind unter anderem 217 hauptamtliche Bürgermeister und Landräte. Zur Eröffnung sprechen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Aydan Özoguz, die Flüchtlingsbeauftragte der Bundesregierung. Auch die Örtlichkeit macht einiges her: Im Bundeskanzleramt steht am Freitag, 18. Dezember, eine Dialogwerkstatt über die Auswirkungen der hohen Flüchtlingszahlen auf kommunaler Ebene an. Es geht darum, wie man mit Verunsicherungen umgehen, rechten Tendenzen entgegenwirken soll. Und wie eine Willkommenskultur vor Ort gelingen kann. Anregungen dazu kommen aus Weiden.

Bei der Veranstaltung namens „Kommunen stärken – rechte Hetze verhindern“ wird auch Manfred Weiß auf dem Podium sitzen. Seit September koordiniert er als Hauptamtlicher der Diakonie die vielen Freiwilligen, die sich in Weiden für Flüchtlinge engagieren. Die Einladung dafür kam von Thomas Heppener, Leiter des Referats „Demokratie und Vielfalt“ im Familienministerium. Die beiden hatten sich im Oktober bei einer Demokratiekonferenz in Weiden kennengelernt, wo Weiß die Arbeit der Ehrenamtlichen vor Ort darstellte. Heppener war offenbar angetan. Wobei Weiß betont, die Einladung sei nicht nur für ihn etwas Besonderes. Sondern auch für die vielen Helfer. „Das ist eine Auszeichnung für uns alle.“

Nichts beschönigen

Im Kanzleramt werden neben dem 58-Jährigen bei einer Gesprächsrunde ein Integrations- und ein Extremismusforscher auf dem Podium sitzen sowie ein Stiftungsmitarbeiter. Weiß vertritt die Praxis der Arbeit vor Ort. Und das sei auch wichtig. „Fragt die Leute, die tagtäglich damit zu tun haben“, lautet sein Appell an diejenigen, die über die Bedingungen für die Flüchtlingshelfer bestimmen. Das wird Weiß ebenfalls den Zuhörern in Berlin sagen. So wie er auch sonst nichts beschönigen wolle, wie er ankündigt. Er wird Fragen beantworten, etwa die, wie das Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe vor Ort organisiert sein muss. Oder die nach mehr Unterstützung. Und gerade bei Letzterem hat er ein paar Vorschläge, wie es besser laufen könnte – auch wenn er Weiden und OB Kurt Seggewiß hier ausdrücklich lobt.

Eine seiner Forderungen ist natürlich die nach Geld. Immerhin übernähmen die Freiwilligen ja Aufgaben des Staates, so sein Argument. Verbunden damit ist die Bitte um Räumlichkeiten – auch daran hapere es oft. Wenn etwa Freiwillige Deutschkurse anbieten wollen, aber keinen Platz dafür bekommen. Ebenso wichtig: Professionalität. Es brauche – auch in Weiden – mehr Hauptamtliche wie ihn, die Struktur in all die Hilfsangebote brächten. Und das dauerhaft. Denn es sei entscheidend, dass eben jene Strukturen auch mittelfristig, für drei bis fünf Jahre, gesichert würden. Damit auch dann, wenn die anfängliche Euphorie vorüber sei, Hilfe gesichert werde.

Einfach kollabiert

Entscheidend sei zudem Hilfe für die Helfer selbst. Auch sie bräuchten Supervision, Schulungen, in denen sie beispielsweise mehr über die Organisation ihrer Arbeit lernen. In denen sie aber auch erfahren, wie sie mit den eigenen Belastungen und denen der Flüchtlinge umgehen. Der 58-Jährige weiß, wovon er spricht: Erst kürzlich, erzählt er, ist ein junger Mann vor seinem Bürofenster zusammengebrochen. Er hatte einen Flashback: Seine Eltern waren im Irak ermordet worden, plötzlich übermannten ihn die Erinnerungen. Auch für den Umgang mit solchen Situationen müssten die Helfer vorbereitet werden, sagt Weiß. „Aber da werden wir oft alleine gelassen.“

Ob er mit solchen Forderungen tatsächlich etwas bewirkt? „Ich hoffe, dass ich zumindest zu Überlegungen anrege.“ Überlegungen, die auch eine Chance brächten. Denn trotz allem: Die Ehrenamtlichen, von denen es in Weiden allein einen harten Kern von rund 120 gibt, seien nicht nur motiviert, sondern einfach auch sehr gut. Und deshalb wolle er jetzt nicht unbedingt die Kanzlerin bemühen. Aber mit ein bisschen Unterstützung für die Freiwilligen, sagtWeiß, „schaffen wir das dann auch schon“.

Quelle: Der neue Tag, http://www.onetz.de/weiden-in-der-oberpfalz/vermischtes/fluechtlinge-ehrenamtskoordinator-nach-berlin-geladen-weidener-helfer-im-kanzleramt-d1148312.html

 

 

 

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Dezember 4th, 2015 by admin

Ladies-Circle spendet Erlös aus Benefizkonzert für Pilotprojekt der Diakonie

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Den Erlös aus einem Benefizkonzert spendet der Ladies-Circle an das Projekt „Sindersberger Arche“. Präsidentin Silvia Peipp und ihre Stellvertreterin Christina Krautter (Vierte und Dritte von links) übergaben zusammen mit Dr. Carmen Bock (Zweite von rechts) 4000 Euro an Pflegedienstleiter Konrad Nickl, Anneliese Hein, Stationsleiterin Erika Kleber sowie die Diakone Wolfgang Reuther und Karl Rühl (von links). Von dem Geld wird ein mobiles Pflegebett angeschafft. Bild: Reichl

Weiden. Freudige Gesichter im Eleonore-Sinderberger-Zentrum: Ladies-Circle-Präsidentin Silvia Peipp hat an die Diakone Karl Rühl und Wolfgang Reuther einen Spendenscheck in Höhe von 4000 Euro übergeben.

Der Betrag stammt aus dem Erlös des dritten Benefizkonzertes des Ladies Circle 66 Weiden Anfang November mit dem Salonorchester Neustadt unter der Leitung von Heribert Bauer. „Wir haben uns für die Arche ausgesprochen, weil viele von uns durch Eltern oder Großeltern mit den Themen schwere Krankheit oder gar Lebensende konfrontiert sind“, erläuterte Vize-Präsidentin Christina Krautter.

„Das ist ein toller Betrag für uns“, dankte geschäftsführender Vorstand Rühl. „Da könnten wir ruhig klatschen“, ergänzte Anneliese Hein, Vorsitzende der Bewohner-Vertretung des Heims. Sie hatte beim Konzert auch das Pilotprojekt vorgestellt. In der Arche, einer neuen Station, sollen schwerkranke und pflegebedürftige Menschen unter anderem in einem großzügig gestalteten Tagesraum an der Gemeinschaft besser teilhaben können. Die Station befindet sich derzeit im Bau und fällt, wenn sie im Februar in Betrieb geht, unter das Pflegegesetz, informierte Einrichtungsleiter Reuther.

Nicht alle Dinge würden finanziert. Für mobile und bewegliche Pflegebetten, die auch als Rollstuhl genutzt werden können, Lichtduschen und auch bestimmte Fortbildungsmaßnahmen für das Personal werde Unterstützung gebraucht.

„Ich finde den Namen Arche gut gewählt“, sagte Hein. „Man ist geborgen und fühlt sich gut aufgehoben – bis zum Ende.“

Quelle: Der neue Tag Weiden http://www.oberpfalznetz.de/onetz/4821213-118-geborgen-in-der-arche,1,0.html

 

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