Category: Luise-Elsäßer-Haus

Mai 16th, 2017 by admin

Weniger Bewerbungen

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Der Nachwuchsmangel im Pflegebereich ist im Luise-Elsäßer-Seniorenwohnheim angekommen. "Wir hatten lange keine Probleme bei der Suche nach Mitarbeitern", erklärte Leiter Gerhard Wolf, gegenüber Bundestagsabgeordneter Silke Launert. Während in dem Wohn- und Pflegeheim normalerweise immer fünf bis sechs Auszubildende tätig waren, seien es aktuell nur mehr vier. Für das neue Jahr gebe es derzeit nur einen einzigen.

Stärkere Bindung

60 Mitarbeiter sind inklusive der Küche im Haus tätig, darunter auch einige Teilzeitbeschäftigte. "Wir haben wenig Fluktuation", betont Wolf. Er führt dies vor allem darauf zurück, dass die meisten Mitarbeiter aus Speichersdorf oder aus einem Umkreis von bis zu 20 Kilometern kommen. Einheimische hätten eben eine ganz andere Bindung an das Heim mit 50 Einzel- und 14 Doppelzimmern. Wolf merkt, dass die Bewerbungen für Pflegeberufe zurückgehen. Vor allem Männer fehlten nahezu gänzlich. Ursache ist für ihn das Image der Altenpflege. "So schlecht, wie es in der Öffentlichkeit oft dargestellt wird, ist es bei uns wirklich nicht", meint Wolf. Die meisten Häuser seien überaus engagiert und hätten die verzerrte Darstellung nicht verdient.
Als weiteres Problem bezeichnet der Einrichtungsleiter das neue Pflegestärkungsgesetz, mit dessen Hilfe viel Geld in die ambulante Pflege gesteckt werden soll. "Wir fürchten, dass stationäre Einrichtung darunter leiden." Es sei es nicht immer nur positiv, wenn Menschen bis zum letztmöglichen Augenblick zu Hause gepflegt werden und dann von "jetzt auf gleich einen Heimplatz benötigen", was sich meist nur schwer realisieren lasse.
Laut Launert bedeutet die Stärkung der ambulanten Pflege nicht automatisch, dass die stationäre Pflege gekürzt werde. Ein Problem sei es, dass es mehr pflegebedürftige Menschen gebe. "Bei uns geht es recht familiär zu", bestätigt Pflegedienstleiterin Heidrun Neuber. Das Haus sei in das öffentliche Leben der Gemeinde eingebunden. Zu Festen und Feierlichkeiten sei regelmäßig auch die Bevölkerung eingeladen, Einrichtungen wie die Musikschulen seien zu Gast, und auch Gottesdienste für jedermann fänden in regelmäßigem Turnus im Haus statt.

Quelle: https://www.onetz.de/speichersdorf/vermischtes/luise-elsaesser-haus-setzt-auf-heimische-mitarbeiter-weniger-bewerbungen-d1752584.html

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März 30th, 2012 by admin

Speichersdorf/Kemnath. In einem sechswöchigen Projekt arbeiten vier Mädchen und ein Junge aus der 9. Klasse der Realschule Kemnath mit ihrer Religionslehrerin Gertraud Burkhardt im Luise-Elsäßer Seniorenheim in Speichersdorf. Anja Seifert, Nadine Schraml, Kristin Sellner, Julia Neuner, Fabian Popp wohnen selbst in der Gemeinde. Bei der Physiotherapeutin Kati Estler fanden sie eine gute Ansprechpartnerin, und es dauerte nicht lange, bis das Eis gebrochen war.

 

Mit Kennenlernspielen, Spaziergängen und Basteltagen war der Kontakt zu den Senioren schnell hergestellt. Für das nahende Osterfest bastelten Schüler und Senioren Osterschmuck. Besonders schätzen die Senioren, wenn der Opa von Kati Estler mit dem Schifferklavier aufspielt und alle Volkslieder singen.

Die Interessen haben sich mit den Generationen verändert – manche aber auch nicht. Osterschmuckbasteln macht den Senioren und den Schülern um Lehrerin Gertraud Burkhardt (Zweite von links) und Physiotherapeutin Kati Estler (Zweite von rechts) gleichermaßen Spaß. Bild: hfz

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Oktober 13th, 2011 by admin

Weidener Heime wollen „freiheitsentziehende Maßnahmen“ vermeiden

Weiden. (rg) Gitter am Gestell sollen verhindern, dass Senioren aus dem Bett fallen. Eigentlich. Stattdessen erhöht sich die Verletzungsgefahr gerade durch die Barriere: wenn die Pflegebedürftigen versuchen, über das Gitter zu klettern. Der Sinn von sogenannten „freiheitsentziehenden Maßnahmen“ in Pflegeheimen ist inzwischen höchst umstritten. Auch bei den Verantwortliche in Pflegeheimen selbst. Und so verpflichten sich die acht Weidener Einrichtungen, auf Gurte und Gitter künftig möglichst zu verzichten.

Dieses Bemühen dokumentieren Zertifikate, die OB Kurt Seggewiß und Bärbel Otto, Leiterin der städtischen Seniorenfachstelle, am Mittwoch im Rathaus überreichen. Der vorläufige Abschluss eines Projekts, das die Heimaufsicht der Stadt vor eineinhalb Jahren gestartet hatte. Ziel: „die Reduzierung körpernaher freiheitsentziehender Maßnahmen“. Sämtliche Pflegeheime, so freut sich Bärbel Otto, hätten sich beteiligt, um ein zeitgemäßes Maß „zwischen Fürsorge und Autonomie“ (Projekttitel) zu finden. Sie nahmen an Infoveranstaltungen teil, schulten das Personal

 

 

Weltweit zeigt keine Studie einen positiven Effekt von Fixierungen. Projektleiterin Bärbel Otto

 

 

Dafür gibt es Urkunden für das AWO-Seniorenheim Franz Zebisch und das Pflegeheim des Diakonischen Werkes. „Sonderzertifikate“ erhalten das AWO-Seniorenheim Hans Bauer, das BRK-Seniorenwohn- und -pflegeheim sowie das St.-Michaelszentrum. Denn sie schrieben sogar in ihrer Konzeption fest, auf Fixierungen gänzlich zu verzichten. Auch die restlichen Heime bemühten sich weiter um Zertifikate, versichert Bärbel Otto. Vereinzelt fehlten dazu noch Mitarbeiterschulungen. Im März 2010 hätten noch alle Einrichtungen auf Gitter und Gurte gesetzt, um eine Sturzgefahr zu bannen oder „herausfordernden Verhaltensweisen“ zu begegnen, blickt die Projektleiterin zurück. Eine Praxis, die den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht. Denn die besagten, dass die „freiheitsentziehenden Maßnahmen“ (FEM) die Risiken oftmals sogar noch erhöhen.

„Fixierte Menschen stürzen mindestens gleich häufig wie nicht fixierte“, zitiert Bärbel Otto aus Untersuchungen. Und sie stürzten schwerer. Fazit: „Weltweit zeigt keine Studie einen positiven Effekt von Fixierungen.“ „Sichere Pflege ohne FEM ist möglich“, behauptete Bärbel Otto gegenüber den Heimleitungen – „und wir haben damit offene Türen eingerannt“. Dafür dankt auch OB Kurt Seggewiß den Verantwortlichen. Er verweist auf Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

HINTERGRUNG

Lieber Partner als Überwacher

Weiden. (rg) So ausufernd der Name, so klein, aber fein die Besetzung. Die einstige Heimaufsicht heißt jetzt „Fachstelle Pflege- und Behinderteneinrichtungen – Qualitätsentwicklung und Aufsicht“ – kurz: FQA – und besteht aus vier Mitgliedern: Evelyn Friedmann vom Gesundheitsamt, Sozialamtsleiter Christian Hölzl, Bärbel Otto, Leiterin der Seniorenfachstelle der Stadt, und Dr. Renate Kersten-Nickl. Dieses „multiprofessionelle Team“ prüft die Qualitätsstandards in den Pflegeeinrichtungen, versteht sich dabei aber „nicht als Überwachungsbehörde, sondern als Partner und Ratgeber“, wie Evelyn Friedmann betonte. Die aktuellen Prüfberichte sollten bereits seit 1. Oktober im Internet abrufbar sein (www.weiden.de/soziales/fqa/). Bärbel Otto bat allerdings für Verständnis, dass ein Unfall von Koordinator Hölzl dazwischenkam. Erst im Januar könnten die Berichte veröffentlicht werden.

Erfolg in Zahlen

Vor eineinhalb Jahren ergriff Bärbel Otto von der FQA (Heimaufsicht der Stadt) die Initiative: Die acht Pflegeheime der Stadt sollten fortan „freiheitsentziehende Maßnahmen“ (FEM) – das Fixieren von Bewohnern an Bett, Stuhl oder Tisch – vermeiden. Den Erfolg belegt die Leiterin des Projekts „Zwischen Fürsorge und Autonomie“ mit einer Studie: Im Juli 2010 fand sie demnach unter 632 Heimbewohnern in Weiden 123 vor, bei denen FEM angewandt wurden. Ein Jahr später waren es 629 Bewohner – und nur mehr 72 FEM.

Die „Fixierungsquote“ verringerte sich damit von 19,5 auf 11,4 Prozent. Nicht nur ein Rückgang um 41,5 Prozent – „auch in Dauer und Intensität“ hätten die Maßnahmen abgenommen, berichtet die Expertin. Wohlgemerkt: Stand der Studie ist Juli. Bärbel Otto zu den Verantwortlichen: „Das ist längst Geschichte. Sie sind natürlich schon wieder viel weiter.“ (rg)

Weitere Informationen im Internet:

www.stmas.bayern.de/pflege/pflegeausschuss/fem-leitfaden.pdf

www.redufix.de

www.leitlinie-fem.de/materalien/sonstiges/

Quelle: Der neue Tag, Weiden www.oberpfalznetz.de

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Juni 20th, 2011 by admin

FGV-Musikschüler unterhalten Senioren im Luise-Elsässer-Haus

Speichersdorf. (whü) Es war ein bewegender Moment: Die Bewohner des Luise-Elsässer-Hauses stimmten in das Volkslied “Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann”, das die siebenjährige Luisa Kauper am Klavier spielte, ein oder summten die Melodie mit. Gleiches bei “Hänschen klein”, das der zehnjährige Florian Bauer auf dem Keyboard vortrug.

Beim Frühlingskonzert der Musikschule des Fichtelgebirgsvereins (FGV) im Seniorenheim wurden Erinnerungen an die Kindheit und Schulzeit wach, und es gab so manche Träne. 25 junge Nachwuchskünstler unter Leitung von Luzia Fürst begrüßte Heimleiter Gerhard Wolf. Sie hatten einen bunten Strauß an Melodien mitgebracht, um die Senioren auch musikalisch auf den Frühling einzustimmen. “Der Frühling ist da”, stellten die Kleinsten aus der Musikalischen Früherziehung singend fest und wünschten einen “Guten Tag”.

Bekannte Volkslieder

Wie groß die Freude der Heimbewohner über das Gastspiel der sechs- bis elfjährigen Musikschüler war, zeigte nicht nur der restlos gefüllte Speisesaal, sondern auch der Applaus, mit dem sich die Zuhörer bei den jungen Gästen bedankten.

Bunt gemischt war das 20 Einzelauftritte umfassende Konzertprogramm, in dem Holz- und Blechblasinstrumente sowie das Klavier und das Akkordeon dominierten. Altbekannte Volkslieder wechselten sich mit klassisch-rhythmischen Walzer- und Polka-Melodien ab.

“Es klappert die Mühle am rauschenden Bach” und “Muss’ i denn zum Städtele hinaus” waren dabei ebenso zu hören wie der “Radetzkymarsch”, der “Geburtstags-” oder der “Schneewalzer”.

Frohe Gesichter bei Nachwuchskünstlern und Zuhörern: Mit ihren Darbietungen erfreuten die Mitschüler des Fichtelgebirgsvereins die Herzen der Bewohner des Luise-Elsässer-Hauses.

Von (whü) | 11.05.2011 | Netzcode: 2794857 Speichersdorf Quelle: Der neue Tag www.oberpfaltznetz.de

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Juni 20th, 2011 by admin

Garten des Luise-Elsässer-Haus mehr als passende Kulisse

(whü) Der blühende Garten des Luise-Elsässer-Hauses und das Umfeld des Maibaumes bildete das Ambiente, als das Seniorenwohnheim erstmals zur “Maiandacht unter freiem Himmel” einlud. Selbst von Gewitterwolken und einigen Regentropfen ließ sich die Gemeinschaft mit Heimleiter Gerhard Wolf und Ursula Steiner nicht stören. Kurzerhand wurde in den Pavillon “Zum Hannes” gewechselt, wo Pfarrer Sven Grillmeier die Andacht mit “Ehre sei Gott in der Höhe” eröffnete.

Grillmeier stellte die Frage in den Mittelpunkt seiner Maiandacht: “Was wäre passiert, wenn Maria Nein gesagt hätte!” An ihr hänge der ganze Heilsplan Gottes. Weil sie Ja gesagt und Jesus zur Welt gebracht habe, so der Seelsorger. Wie Maria müsse jeder seinen Part spielen und seinen Teil beitragen und immer wieder Ja sagen zum Heilsplan Gottes. Dazu gehöre auch, dass die Senioren schöne Stunden bei Festen, Feiern und Konzerten gestalteten und erlebten.

Die Senioren zeigten aber auch, dass sie voll bei Gebeten und Liedern dabei sind. Nach dem Rosenkranz stimmten alle ein in die Marienlitanei “Mutter Gottes, wir rufen zu dir”. Nicht minder kräftig wurde das “Jungfrau Mutter Gottes mein, lass mich ganz dein eigen sein” gebetet. Nach dem Vaterunser und dem Segen durfte das “Segne du Maria” nicht fehlen.

Im Pavillion war es zwar etwas eng aber auch trocken. So konnten Pfarrer Sven Grillmeier und die Senioren die Maiandacht problemlos weiterfeiern.

Quelle: Der neue Tag www.oberpfalznetz.de 24.05.2011 | Netzcode: 2812025 Speichersdorf

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