Category: Migrationsberatung

November 22nd, 2019 by admin
Manfred Weiß (sitzend, Mitte) ist neuer Integrationslotse. Bild: Bühner

Weiden. (sbü) Seit vier Jahren bemüht sich Manfred Weiß als Ehrenamtskoordinator beim Diakonischen Werk um die Koordination der Flüchtlingshilfe und damit um die Integration von Flüchtlingen. Jedes Jahr mussten dafür immer wieder neue Finanzierungsquellen für diese wichtige Arbeit erschlossen werden.

Ein Förderungsprogramm des Freistaats Bayern schafft die Voraussetzung, die Tätigkeit auf neuer Basis fortzusetzen. „Es geht weiter“, freute sich Sozialdezernent Wolfgang Hohlmeier. Die Aufgabe des Integrationslotsen liege vor allem an den Schnittstellen zwischen Ehrenamt und Hauptamt und zwischen freier Wohlfahrtspflege und kommunalem Sozialwesen, betonte Hohlmeier. In der Anfangszeit ging es bei den Zuwanderern vor allem um die Grundversorgung, jetzt mehr um die Integration in Arbeit und das tägliche Leben. Die Bewilligung der Fördermittel für das laufende Jahr liegt bereits vor, sehr gute Aussichten bestehen für 2020.

Manfred Weiß konnte deshalb jetzt als neuer Integrationslotse für Flüchtlinge und für ehrenamtliche Helfer vorgestellt werden. „Es freut mich sehr, dass ich meine bisherige Arbeit fortsetzen kann“, sagte Weiß. Je eher und mehr Geflüchtete unterstützt werden könnten, desto mehr profitiere die Gesellschaft davon. Dazu bemerkte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß: „Ohne die vielen freiwilligen Helfer wären besonders die Jahre 2015 und 2016 nicht so geordnet und ohne schwerwiegende Reibungsverluste abgelaufen.“ Bei diesen Aufgaben müsse man allerdings
langfristig denken.

Wie bisher wird der neue Integrationslotse beim Diakonischen Werk seine berufliche Heimat haben. Karl Rühl stellte als Diakonie-Vorstand dazu fest: „Der Ehrenamtskoordinator ist über das Ehrenamt hinaus zu betrachten gewesen und war Schnittstellenhersteller zwischen Kommune, Kirchengemeinden, Arbeitskreis Asyl und weiteren Organisationen.“ Die Diakonie habe einen Großteil der bisherigen Kosten aus Eigenmitteln eingebracht und werde auch in den nächsten zwei Jahren 20000 Euro dafür einsetzen.

Rühl lobte die Zusammenarbeit in den Anfangsjahren mit dem damaligen Rechts-und Sozialdezernenten Hermann Hubmann und Jugendamtsleiterin Bärbel Otto. Dass auch das Handlungsfeld Bildung zum Aufgabengebiet zählt, betonte Bildungsmanagerin Julia Lenhart.

Quelle: Der neue Tag, Ausgabe vom 22.11.2019

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April 10th, 2015 by admin

PresseMig

Frau Karin Lukes gab Ihre Tätigkeit als Migrationsberaterin zum 01. April 2015 für die syrischen Kriegsflüchtlinge in Fuchsmühl an Frau Angelika Kennedy weiter.
Es wurde ein Sonderprojekt für syrische Kontingentflüchtlinge im Rahmen der Integrationsrichtlinie ab 01. April 2015 für ein Jahr ins Leben gerufen. Frau Kennedy wird durch Einführung und Einarbeitung von Frau Lukes zuständig für syrische Kriegsflüchtlinge sein. Ihr Gesamtbereich ist nicht nur Fuchsmühl, sondern die Nördliche Oberpfalz.
Frau Kennedy ist Lehrerin für Deutschsprachkurse. Sie ist 45 Jahre alt und kommt aus der Ukraine. Sie arbeitet 20 Stunden die Woche nur für Kontingentflüchtlinge.
Herr Bürgermeister Wolfgang Braun bedankte sich, auch im Namen seiner Mitarbeiter des Rathauses, bei Frau Karin Lukes  und des Diakonischen Werk  Weiden e.V., für die außerordentliche gute und herzliche Zusammenarbeit. Zugleich wünscht er Angelika Kennedy alles Gute auf ihrem Neuen Weg.

 

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März 4th, 2015 by admin

migration4-3-15Fuchsmühl. (hd) Sie geht auf die Menschen liebevoll zu, ermuntert, hilft. Doch sie bemuttert nicht. Karin Lukes fördert, fordert aber auch. Als Migrationsberaterin betreut sie die syrischen Flüchtlinge, die seit rund einem halben Jahr in Fuchsmühl leben.

Die in der Steinwaldgemeinde untergebrachten Kriegsflüchtlinge sind freilich nur ein Teil der Menschen, um die sie sich mit Hingabe kümmert. Karin Lukes ist für die gesamte nördliche Oberpfalz zuständig. Und so sind es aktuell rund 700 Frauen, Männer und Kinder, mit denen sie in regelmäßigem Kontakt steht.

Karin Lukes arbeitet seit 22 Jahren als Migrationsberaterin der Diakonie Weiden. Sie knüpft Kontakte und sagt: „Ich kann Hilfe leisten.“ Voraussetzung sei, „dass die Menschen ein Bleiberecht in Deutschland haben“, erläutert Lukes. Sie setzt sich ein, dass ihr anvertraute Migranten das ihnen zustehende Geld bekommen. Auch kümmert sie sich, dass es bei den Kindern mit Schul- oder Kindergartenbesuch klappt.

Häufig traumatisiert

Spontan fällt der 60-Jährigen keine Nationalität ein, mit der sie nicht schon zu tun hatte. Auch Polen, Tschechen, Russen holen sich bei ihr Rat. Kriegsflüchtlinge, beispielsweise aus Syrien, seien häufig traumatisiert. Karin Lukes stellt die Kontakte zu den Ärzten her. Gespräche mit Banken, Versicherungen und Krankenkassen, aber auch Familienzusammenführung und Sprachkursvermittlung gehören praktisch zum Tagesgeschäft. „Das gibt es oft komplexe Sachverhalte, die bei anfangs geringen Deutschkenntnissen von den Migranten kaum zu verstehen sind.“ Bei all diesen Aufgaben ist eines Voraussetzung: „Ich brauche das Vertrauen der Menschen.“

Sie arbeitet mit der Methode Casemanagement, gibt als Fall-Manager viel und freut sich, wenn etwas davon zurückkommt, „wenn man merkt, dass die Integration Fortschritte macht“. Oft seien es die kleinen Erfolge, die beflügeln. Dabei hilft sie individuell, macht auf den jeweiligen Menschen zugeschnittene Angebote. Besonders wichtig sind dabei Sprachkurse. Und je weiter es hier vorangeht, umso mehr verlangt Karin Lukes auch von ihren „Schützlingen“. Immer mehr müssen sie auf sich gestellt erledigen. „Ziel ist ja, dass alle alleine ihr Leben organisieren und in Deutschland zurechtkommen.“ Und dazu gehöre auch, vor allem die jungen Menschen an die Arbeitswelt heranzuführen. Die syrischen Flüchtlinge in Fuchsmühl seien auf einem guten Weg. Im Juni ende der Sprachkurs der Volkshochschule, was dann auch einen Wechsel in der Unterkunft zur Folge haben könnte. Einige Familien wüssten schon jetzt, dass sie wegziehen, nach München und Regensburg, Nürnberg oder Weiden. Auch hier hilft Karin Lukes, nutzt bei der Wohnungssuche das Netzwerk der Diakonie.

Regelmäßig Sprechstunden

Die 60-Jährige ist jeden Dienstag und bei Bedarf auch am Donnerstag in einem Büro im Fuchsmühler Rathaus anzutreffen, das ihr Bürgermeister Wolfgang Braun zur Verfügung gestellt hat. „Das ist ein Mann, der kümmert sich.“ Er habe viel organisiert, auch den VHS-Sprachkurs, den Angelika Kennedy leite. „Der läuft super.“ Karin Lukes dankt aber nicht nur dem Fuchsmühler Bürgermeister („ein toleranter Mensch“) und den Mitarbeitern im Rathaus. Viele Ehrenamtliche aus Fuchsmühl und Umgebung hätten Zeit geopfert und die Kriegsflüchtlinge beispielsweise zum Einkaufen gefahren. Angelika Würner von der Arbeiterwohlfahrt habe Krankentransportfahrten organisiert. Karin Lukes lobt: “ Ich habe die Fuchsmühler als sehr offenen Menschenschlag kennengelernt.“

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Juni 24th, 2014 by admin

Gesprächsrunde über Verbesserungen – Demnächst Eintrittskarten für Kultur und Sport im Angebot

Weiden. (esc) Auch wenn der Laden gut läuft, kann es nicht schaden, Verbesserungen anzustreben und Neues auszuprobieren. Das dachte sich Josef Gebhardt. Deshalb lud der Vorsitzende der Weidener Tafel Vertreter von Beratungsstellen und der Stadt zu einem gemeinsamen Gespräch ein.

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Seit März ist Gebhardt neuer Vorsitzender des Vereins. Inzwischen wurden schon viele Fragen und Themen an ihn herangetragen, die er in der Gesprächsrunde aufgreifen wollte. „Wir sind bereit, Änderungen herbeizuführen, wenn nötig“, betonte Gebhardt. Zur Diskussion stand unter anderem der Erlass der Korbspende von zwei Euro: Für manchen Betroffenen sei eben auch dieser geringe Betrag „sehr viel Geld“, wie Christian Hölzl vom Sozialamt weiß. Die Anzahl der Personen, für welche die Stadt sogenannte Befreiungsscheine ausstelle, sei außerdem verschwindend gering. „Wir prüfen das alles ganz genau nach.“ Der Erlass des Aufwands für diese Betroffenen sei in Ordnung.

„Kinder haben Vorrang“

Joghurt, Eier, Butter und Milch gehören zu den Lebensmitteln, die in der Regel an Familien mit Kindern ausgegeben werden. Viele Einzelpersonen hätten den Wunsch geäußert, dass auch ihre Personengruppe solche Produkte erhält. „Wenn wir die Menge hätten, dann würden wir natürlich auch an Alleinstehende diese Produkte abgeben“, sagte Sabine Herrmann, Leiterin des Ladens im Stockerhutweg. „Aber Kinder haben Vorrang.“ Ein Einwand von Astrid Baierl vom Frauenhaus: „Vor allem Alleinstehende sind oft schlechter gestellt und können sich noch weniger als Familien solche Lebensmittel leisten.“ Der Lösungsvorschlag vonseiten der Tafel sieht so aus: „Möglich wäre es, einmal im Monat diese Produkte an alle zu verkaufen.“

Rotationsprinzip prüfen

„Manchmal haben wir einen Überschuss an bestimmten Lebensmitteln, manchmal sind diese gleich weg“, berichtete Gebhardt. „Deswegen wechseln wir bei der Ausgabe auch immer durch, damit jeder die Chance hat, ein bestimmtes Produkt zu bekommen.“ Beirat Dr. Horst Fabriz betonte in diesem Zusammenhang, dass es der Tafel leider nicht gestattet sei, mit Spendengeldern Lebensmittel hinzuzukaufen. Der Verein wolle nun intern klären, ob man auch hier ein Prinzip der Rotation einführen könne.

Mit den Ausgabezeiten der Tafel (montags 13 bis 16 Uhr, mittwochs und freitags von 11 bis 14 Uhr) zeigten sich die Gesprächspartner einverstanden. Vollmachtsschreiben für diejenigen, die zu den Ausgaben keine Zeit haben, seien eine Möglichkeit, trotzdem bei der Tafel einzukaufen. Dagmar Deutschländer von der Diakonie Weiden mahnte im Zusammenhang mit dem bezugsberechtigten Personenkreis, auch die Wohngeldberechtigten im Blick zu behalten.

Dass die Hemmschwelle, bei dem Verein einzukaufen, bei den Betroffenen noch immer hoch ist, stellte Gleichstellungsbeauftragte Monika Langner fest. Dies bestätigten auch die Teilnehmer von den Beratungsstellen. Ein Vorschlag wäre, die „Neuen“ eine halbe Stunde vor Ausgabe einzuladen, ihnen das Einkaufs-System zu erklären und ihnen zu helfen. Sind Asylbewerber berechtigt, bei der Tafel Lebensmittel zu beziehen? Gebhardt: „Asylbewerber, die in einer Unterkunft wohnen, bekommen nichts. Diejenigen, die außerhalb wohnen, dürfen einkaufen.“ Dennoch

denkt die Tafel an diesen Personenkreis. „Sollten wir einmal einen Überfluss an Artikeln und etwas übrig haben, dann fahren wir diese auch in das Asylbewerberheim“, sagte Tafel-Fahrer Richard Strehl. „Wir haben zum Beispiel schon Schokolade dorthin geliefert.“ Etwas Neues plant die Tafel um Vorsitzenden Gebhardt auch: die „Kunst- und Kulturtafel“. „Wir wollen unseren Kunden Eintrittskarten für die Kunst-, Kultur- und Sportszene anbieten.“ Viele andere Städte hätten dies bereits im Angebot. Für ein zweites Fahrzeug, das sich der Verein zulegen möchte, sind noch Sponsoren gesucht.

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Quelle: Der neue Tag, www.oberpfalznetz.de

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Juni 24th, 2014 by admin

Wolfgang Braun lädt Familien aus Syrien zum Bürgerfest ein – Arbeitskreis Integration gegründet

Fuchsmühl. (si) Anfang Juni zogen sechs Familien aus Syrien im Kewog-Hochhaus ein. Fuchsmühl soll für die Kriegsflüchtlinge aber nicht nur Wohnquartier sein. Ein Arbeitskreis kümmert sich um eine gute Integration. Dazu gehört auch eine Einladung zum Bürgerfest.

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Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl hat in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde und Bürgermeister Wolfgang Braun den Arbeitskreis ins Leben gerufen. Mittwochabend trafen sich dazu Bürger, Vereine und Organisationen im Gasthof „Weißenstein“.

In einer ersten Vorstellungsrunde erzählten die rund 20 Teilnehmer, wie sie sich persönlich oder als Verein in den Arbeitskreis einbringen wollen. Bürgermeister Wolfgang Braun betonte, dass er den Sinn des Arbeitskreises in erster Linie darin sieht, „den neuen Bürgern zu helfen, indem man ihnen die Möglichkeit gibt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen“.

Als eine der ersten Aufgaben nannte Karin Lukes, die seit 23 Jahren Migrationsbeauftragte der Diakonie Weiden ist, die deutsche Sprache zu vermitteln. Die Volkshochschule Tirschenreuth wird einen Integrationskurs für die Kriegsflüchtlinge anbieten. Starten soll der Lehrgang voraussichtlich am 7. Juli. Die VHS stellt für den Kurs das Material und übernimmt den Unterricht, der sich wohl über ein Dreivierteljahr erstreckt.

Fahrdienste

AWO-Geschäftsführerin Angelika Würner bot die Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt an, die sich auf vielen Feldern im sozialen Bereich engagiere. So will die AWO unter anderem Fahrdienste zu Ärzten übernehmen oder für dringend benötigte Möbelstücke ein Fahrzeug und zwei Mitarbeiter zur Verfügung stellen. Auch bei der Beaufsichtigung der Kinder während des Deutschkurses konnte sich Angelika Würner Unterstützung vorstellen.

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Die Vorstellungsrunde zeigte bereits, wie vielfältig die Ideen und Möglichkeiten sind, die Flüchtlinge zu unterstützen. Fest stand für alle Beteiligten, „gemeinsam an einem Strang zu ziehen“. Im Laufe des Treffens wurde auch deutlich, dass die Flüchtlinge Hartz-IV-Leistungen erhalten und kein „Begrüßungsgeld“ bekommen. Ein kleines gewährtes Startkapital werde später wieder abgezogen. Der am Mittwoch gegründete Arbeitskreis wählte den Titel „Integration für Flüchtlinge“. Zur Sprecherin wählten die Mitglieder Hannelore Bienlein-Holl.

Gemeinsam zum Fest

Noch am Mittwoch beschloss der Arbeitskreis, die syrischen Familien beim Bürgerfest am 22. Juni zum Kaffeetrinken einzuladen. Bürgermeister Wolfgang Braun erklärte sich spontan bereit, die Kosten dafür zu übernehmen. Einige Mitglieder des Arbeitskreises werden die Familien am Hochhaus abholen und mit ihnen das Fest besuchen. Um die Organisation kümmert sich Karin Lukes. Stichwort Hilfsgüter: Hier bat Wolfgang Braun: „Wenn wir etwas bekommen, dann sollten die Sachen schon noch gut erhalten sein.“ Wichtig seien Bürger, die Fahrdienste während der Woche übernehmen. Das nächste Treffen des Arbeitskreises findet am 9. Juli statt.

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Juni 24th, 2014 by admin

Hilfsgüter an Kriegsflüchtlinge aus Syrien übergeben – Kinder freuen sich über Fahrräder

Fuchsmühl. (hd) Kinderaugen strahlen und auch die erwachsenen Kriegsflüchtlinge aus Syrien sind überglücklich, als am Mittwochnachmittag Gottfried Sperrer mit Traktor und Anhänger vor der Asylbewerber-Unterkunft am Buchäckerweg vorfährt. Aufgeladen hat er unter anderem zehn Fahrräder, einen Kinderwagen, Spielzeug und einen Bürostuhl.

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Gesammelt hat die Hilfsgüter Hannelore Bienlein-Holl. Sie freut sich, dass ihr Aufruf offenbar im gesamten Landkreis gelesen wurde. Besonders die Kinder können es kaum erwarten, bis die Fahrräder und Hilfsgüter abgeladen und verteilt werden. Da trifft es sich gut, dass ein Fuchsmühler vorbeikommt und aus dem Laderaum seines Autos ein Fahrrad holt. „Zum Putzen bin ich nicht mehr gekommen. Aber einen neuen Schlauch hab’ ich noch rein gemacht.“ Nur Minuten später parkt Bürgermeister Wolfgang Braun vor dem Kewog-Wohnhaus. Auf der Ladefläche des Bauhof-Fahrzeugs ebenfalls ein gut erhaltenes Fahrrad.

Wolfgang Braun und Hannelore Bienlein-Holl danken allen Spendern. „Das ist Mitmenschlichkeit.“ Den Dankesworten schließt sich auch Migrationsberaterin Karin Lukes gerne an, die zufrieden nicht nur auf die Fahrräder, sondern auch auf Kissen, Wäsche, Fernsehgerät, Bügelbrett, Bügeleisen und Spiele für die Kinder blickt. Die evangelische Gemeinde in Tirschenreuth habe besonders viele Kleider gespendet. Mitglieder des Arbeitskreises Asyl setzen sich nun zusammen und „schauen, was noch zu tun ist“. Denn die Hilfe für Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber dürfe sich nicht nur auf das Sammeln von Hilfsgütern beschränken, bekräftigt Hannelore Bienlein-Holl. Sie und Bürgermeister Wolfgang Braun bitten alle Bürger, die noch Waren für die Kriegsflüchtlinge aus Syrien spenden möchten, sich vorab im Rathaus (Telefon 09634/92090) oder unter Telefon 09634/3731 (Hannelore Bienlein-Holl) zu melden.

Quelle: Der neue Tag, www.oberpfalznetz.de

 

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Juni 24th, 2014 by admin

Bürgermeister Wolfgang Braun heißt Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien willkommen

Fuchsmühl. (hd) „Echte Integration ist uns wichtig“, versichert der Fuchsmühler Bürgermeister, als er am Mittwoch sechs Flüchtlingsfamilien aus Syrien willkommen heißt. „Wer Hilfe braucht, kann sich jederzeit an uns wenden. Kommen Sie einfach ins Rathaus.“ Keine leeren Worte. Gleich nach seinem Besuch in der Unterkunft am Buchäckerweg nimmt Wolfgang Braun die Familienväter mit ins Rathaus.

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Mitgebracht hat Braun einen Lageplan, auf dem auch der Fuchsmühler Dorfladen markiert ist. Hier gebe es zahlreiche Lebensmittel und „was man sonst zum Leben braucht“. Bei seinem Besuch im Kewog-Hochhaus verteilt der Bürgermeister an die Kinder auch kleine Geschenke: Steinwald-Memory-Spiele. Kurz stellt er die Gemeinde mit 1800 Einwohnern vor, bedauert aber: „Leider haben wir die Schule nicht mehr am Ort.“ Ein Bus bringe die Kinder nach Wiesau.

„Wir müssen schauen, dass die Kinder aus den Flüchtlingsfamilien rasch die Schule besuchen können“, drängt Migrationsberaterin Karin Lukes von der Diakonie Weiden. „Und die Erwachsenen müssen möglichst schnell mit Sprachunterricht starten.“ Hier hakt Bürgermeister Braun sofort ein. Für den Sprachunterricht könne die Gemeinde einen Raum im Rathaus zur Verfügung stellen.

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Überhaupt stehe das Rathaus allen offen. „Wenn was fehlt, kommen Sie zu mir“, unterstreicht der Bürgermeister mehrfach. „Wenn es irgendwo brennt, kommen Sie. Wir schalten uns da gerne ein. Wir wollen das regeln.“

Hilfe bietet auch Pfarrer Varghese Kanjamala vom Vinzentiner-Kloster Fuchsmühl an. Herzlich begrüßt er die über 30 Flüchtlinge, die unter anderem aus Aleppo und Damaskus kommen – darunter Ingenieure, ein Lehrer, ein Elektrotechniker und ein

Kontakte knüpfen

Beim Besuch in der Asylbewerberunterkunft kommt aus den Reihen der sechs Flüchtlingsfamilien auch die Frage nach Spielmöglichkeiten. Der Fuchsmühler Bürgermeister verspricht: „Wir kümmern uns darum.“ Auch verweist er auf eine Fläche nahe beim Rathaus. Hier könne man prima Fußball spielen. Karin Lukes nickt zufrieden: „Das ist gut.“ Denn da bekämen die Kinder Kontakt zu gleichaltrigen Einheimischen.

„Wo bekommen wir günstig Fahrräder oder Möbel?“ Wolfgang Braun empfiehlt: „Machen Sie eine Liste, was Sie brauchen. Wir binden uns dann in die Organisation ein.“ Der Bürgermeister freut sich dabei, dass mindestens zwei Wochen lang ein Dolmetscher vor Ort ist.

Viele Formulare

„Kommen Sie doch gleich mit hoch zum Rathaus“, lädt Wolfgang Braun Familienväter, Dolmetscher und Migrationsberaterin ein. „Dann bekommen Sie einen Eindruck von Fuchsmühl.“ In der Gemeindeverwaltung geht’s dann ans Formulare-Ausfüllen. Dies sei Voraussetzung, dass die Banken dann in den nächsten Tagen die zustehenden Unterstützungen auszahlen dürften, erläutert Braun. Bis dahin gibt’s im Rathaus ein Startkapital: 150 Euro pro Erwachsenem und 100 Euro pro Kind.

Rücksicht nehmen

Wolfgang Braun verabschiedet sich nicht ohne einen Appell: „Wenden Sie sich bei Problemen gleich an uns. Ich kann am Wochenende gerne auch mal bei Ihnen vorbeikommen. Ich wohne nicht weit entfernt.“ Die Anwohner bittet der Bürgermeister um Verständnis, weil nun etwas mehr Kinder als gewohnt hier leben. Für Flüchtlingsfamilien und Einheimische gelte: „Es muss eben jeder etwas Rücksicht nehmen.“

Quelle: Der neue Tag www.oberpfalznetz.de

 

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Juni 24th, 2014 by admin

Die ersten sechs Flüchtlingsfamilien mit 34 Personen aus Syrien ziehen ins Kewog-Hochhaus

Fuchsmühl. (jr) Hinter ihnenliegt eine furchtbare Zeit vollerAngst und Qualen. Als sie keinenAusweg mehr in ihrer HeimatSyrien sahen, flüchteten dieFrauen, Männer und Kinder. Zufluchtfinden sie nun in derMarktgemeinde Fuchsmühl. Siesoll ihre neue Heimat werden.

Sechs Familien mit insgesamt 34 Personen, darunter 16 Kinder stehen da am Montagvormittag noch etwas verloren am Eingang des Kewog-Hochhauses. Von der Zentralen Aufnahmestelle in Friedland aus sind sie bereits vergangene Woche nach Wiesau gebracht worden, wo sie für einige Tage in einer Pension gewohnt haben. Am Montag siedeln sie nach Fuchsmühl über.

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Einfach, aber zweckmäßig

Lächelnd zwar, aber zurückhaltend entsteigen sie dem Bus und begutachten ihre neue Heimat. Ein Dolmetscher hilft, dass alle die ihnen zugedachten Wohnungen auch finden. Die Räume sind einfach. Lediglich die Küche ist neu eingebaut worden, ansonsten stehen Etagenbetten zum Schlafen bereit. Dazu noch ein Tisch fürs Wohnzimmer und ein komplett eingerichtetes Bad. „Wir haben alles zweckmäßig eingerichtet“, sagt Franz Brunner, der im Auftrag der Regierung der Oberpfalz beim Einzug dabei ist. 90 bis 120 Quadratmeter groß sind die Wohnungen, aber noch nicht besonders behaglich. „Das sollen die Familien selber machen“, sagt Brunner.

Anders als Asylbewerber erhalten die Kriegs-Flüchtlinge ab sofort Hartz-IV, dazu noch Kindergeld. „Davon können und sollen sie sich einrichten.“ Bei Heimleiter Ulrich Merdan laufen alle Fäden zusammen. Wie lange die Leute hier bleiben, vermag er auch nicht zu sagen. Sie haben ihr Land nicht freiwillig verlassen, würden lieber heute als morgen wieder heimkehren, wenn es die Situation erlaubt.

Von Beginn an mit dabei ist Migrationsberaterin Karin Lukes (Diakonie Weiden). Liebevoll kümmert sie sich um die Syrer, knüpft gleich erste Kontakte und verscheucht etwaige Berührungsängste. In drei bis vier Wochen schon soll ein sechsmonatiger Deutschkurs für die Gäste starten. Die Kinder können ab sofort den Kindergarten in Fuchsmühl und die Schule in Wiesau besuchen. „Mit den Kindern kommen die Leute zusammen“, hofft sie auf schnelle Freundschaften der Familien zur heimischen Bevölkerung. „Wichtig ist, dass die Sprachbarrieren schnellstmöglich abgebaut werden.“

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Offizielle Begrüßung

Wie Franz Brunner erzählt, hat die Bundesrepublik bisher 10 000 Flüchtlinge aus dem ihr zugeteilten Kontingent übernommen. Diese werden anteilsmäßig auf die Bundesländer verteilt. Am Mittwoch wird Bürgermeister Wolfgang Braun die Neu-Bürger offiziell in Fuchsmühl begrüßen und ihnen die Marktgemeinde näher bringen.

 

Quelle: Der neue Tag www.oberpfalznetz.de

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