Category: Allgemein
November 30th, 2011 by admin

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November 30th, 2011 by admin
Werkhof zieht in ehemaligen Pro-Markt um
Weiden. (ca) Die Kunden standen schon an der Tür, als die Luftballons für die Eröffnungsfeier noch montiert wurden. Der Werkhof ist umgezogen: in die hellen, 2000 Quadratmeter großen Hallen des ehemaligen Pro-Marktes, Obere Bauscherstraße. Unter dem Beifall der rund 20 Mitarbeiter um Anleiter Josef Schieder eröffnete Diakon Karl Rühl das neue Möbelhaus für den kleinen Geldbeutel.

Vorerst bleiben Textilien und Flohmarktartikel am alten Standort in der Pressather Straße. Mitte 2012 soll diese Sparte in die Obere Bauscherstraße nachziehen. Neu gegründet wird dann auch eine Integrationsfirma. Rühl warb um Spenden über die Aktion „1 plus 1“: Für jeden Euro legt die Landeskirche einen drauf. Der Diakon lobte die Zusammenarbeit mit Wolfgang Thiele, Geschäftsführer des Jobcenters: „Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik treffen uns immer sofort. Der Staat hält uns jung und frisch – und mürrisch auch.“
Thiele dankte der Diakonie als „wichtigem Partner“. Das Jobcenter beteiligt sich an der neuen Arbeitsmarktinitiative. Dem Weidener Problem – verkrustete Langzeitarbeitslosigkeit – soll unter anderem mit Bürgerarbeit beigekommen werden. Die 17 Werkhof-Mitarbeiter leisten solche Bürgerarbeit. Insgesamt hat das Jobcenter schon 89 von 100 Stellen besetzen können – und dafür zusätzliche 17 genehmigt bekommen. „Ich bedanke mich dafür stellvertretend für alle Partner bei der Diakonie.“
OB Kurt Seggewiß gab die Ergebnisse der aktuellen Strukturanalyse bekannt: „72 Prozent unserer Arbeitslosen sind Langzeitarbeitslose.“ Damit einher geht Kinderarmut: Weiden liegt hier bayernweit hinter Hof und Schweinfurt. „Das alles sehen wir nicht als gottgegeben, sondern wollen dagegen ankämpfen.“
Sozialpädagoge Markus Friedrich, Leiter des Arbeitsförderungszentrums, erinnerte an die Anfänge des Werkhofs „im letzten Jahrhundert“: 1993 wurde in Vohenstrauß als Reaktion auf die Pleite der Textilfirma Hölzl der erste Werkhof eröffnet. Immer wieder stieß man an Kapazitätsgrenzen, eröffnete Standorte in Weiden, Tirschenreuth, Cham.
Das alles sehen wir nicht als gottgegeben, sondern wollen dagegen ankämpfen.
OB Kurt Seggewiß über Langzeitarbeitlosigkeit und Kinderarmut in Weiden
Das Konzept ist bekannt: Wem seine alten Möbel zu schade für den Sperrmüll sind, kann sich beim Werkhof melden. Die gesäuberten und reparierten Möbel werden dann zum kleinen Preis Kunden angeboten, die nicht so viel ausgeben können oder möchten. Ob Kinderbetten oder Studenteneinrichtung: „Für zwei, drei, vier Jahre tun es oft auch gute gebrauchte Möbel.“ Nebeneffekt: „Jedes Teil, das nicht in Schwandorf verschürt wird, tut der Umwelt gut.“ In erster Linie aber sei der Werkhof ein Beschäftigungsprojekt für arbeitslose Menschen, eine sinnstiftende Beschäftigung zu finden.
Pfarrer Dominic Naujoks wertete die Arbeit der Werkhof-Mitarbeiter ebenso als „Arbeit als Christen in der Welt, wie es der Pfarrer auf der Kanzel tut“. Bürgermeister Lothar Höher staunte über das „großartige Angebot“. Beim Rundgang fiel auch den Ehrengästen das ein oder andere schöne Stück – tiptop auf Vordermann gebracht – ins Auge.
Quelle: Der neue Tag, Weiden vom 26.11.2011 www.oberpfalznetz.de
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November 24th, 2011 by admin
Weiden. Der Werkhof hat eine neue Adresse: In der Oberen Bauscherstraße 21 stehen ab sofort auf zwei Stockwerken fast 2000 Quadratmeter für das Angebot zur Verfügung. Vorab zieht der Möbelbereich in die neuen Räumlichkeiten an der Leihstadtmühle ein.
Am Freitag um 8.45 Uhr ist die Eröffnung, bereits ab 8.30 Uhr können sich Besucher einen ersten Eindruck vom neuen Standort verschaffen. Nach den Grußworten führt gegen 9.30 Uhr der Projektleiter Markus Friedrich durch das Gebäude. Aus diesem Anlass gibt es auf alle Waren 20 Prozent Rabatt.
Solange für den alten Standort in der Pressather Straße 93 noch kein Nachmieter gefunden ist, bietet das Diakonische Werk dort wie bisher Textilien, Haushaltswaren, Bücher oder Flohmarktware an.
Die Öffnungszeiten am Eröffnungstag: Obere Bauscherstraße von 8.30 bis 18 Uhr, Pressather Straße von 10 bis 18 Uhr. Samstags von 9 bis 12 Uhr.
Der neue Standort ist unter der Telefon 0961/63 19 38 94 erreichbar.
Quelle: Der neue Tag Weiden www.oberpfalznetz.de
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Oktober 24th, 2011 by admin
KAB Weiden und Partner stellen „Weidener Sozialtage“ auf die Beine – Start am Dienstag
Weiden. (rdo) Arbeitslosigkeit, Leiharbeit, Überschuldung, Armut nicht nur im Alter, Vereinsamung. Dies alles prägt das Leben vieler Menschen auch in unserer Region. Am Dienstag beginnen die „Weidener Sozialtage“, mit denen die KAB und Partner den Blick für die sozialen Probleme schärfen wollen.
Verschiedene Aktionen machen auf die Auswirkungen vor allem der Wirtschafts- und Finanzkrise aufmerksam. Trotz Aufschwung erlebten immer mehr Menschen, wie sie an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, erklärte KAB-Kreisvorsitzender Hermann Stadler. Am Samstag stellten er und seine Mitstreiter das Programm der „Sozialtage“ vom 25. bis 29. Oktober im Stadtteilzentrum Stockerhut vor.
Die gerechte Ordnung der Gesellschaft ist der zentrale Auftrag der Politik. KAB-Diözesansekretär Markus Nickl
Neben der KAB, mit ihrer über 150-jährigen Geschichte einer der großen Sozialverbände Deutschlands, wirken die Caritas, das Katholische Bildungswerk und die Diakonie mit. „Die gerechte Ordnung der Gesellschaft ist der zentrale Auftrag der Politik“, erklärte KAB-Diözesansekretär Markus Nickl. Solidarität im Leben sei „die Zukunft, die wir meinen“. Und Sicherheit bei Rente, Krankheit, Unfall und Pflege das oberste Ziel der KAB. Bei den Sozialwahlen hätten die christlichen Verbände gut abgeschnitten.
Im Namen der Diakonie dankte Markus Friedrich als Leiter des Arbeitsförderungszentrums (AFZ) für die Einladung, sich an den „Sozialtagen“ beteiligen zu dürfen. Für Samstag lädt er alle Interessenten zum Tag der offenen Tür in den Werkhof ein. Im Namen des abwesenden Caritas-Kreisverbandsgeschäftsführers Bernhard Uhl verlas Nickl eine Stellungnahme. „Menschen, denen es am Lebensnotwendigen fehlt, muss geholfen werden. Deshalb unterhält die Caritas Kleiderkammern. Ähnlich der Tafel erhalten Menschen Unterstützung, welche am Rande der Gesellschaft stehen.“ Stellvertretende Kreisvorsitzende Christa Burzer erinnerte an das Projekt „Licht für Uganda“: Solarleuchten gegen die Finsternis.
Präses Armin J. Spießl wies auf die Verantwortung der Kirche und Sozialverbände hin, Politiker auf die Missstände in der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Die Schere zwischen Arm und Reich dürfe sich nicht weiter öffnen. Jeder müsse das Recht auf einen gerechten Lohn erhalten. „Arbeit muss sich lohnen.“
Quelle: Der neue Tag, Weiden www.oberpfalznetz.de
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Oktober 24th, 2011 by admin
Evangelische Dekanatssynode zieht Bilanz – Dr. Wappmann: Gemeinsame Kirche kein Muss
Weiden. (eie) „Ich weiß nicht, ob Jesus eine Einheitskirche gewollt hat“, sagte Pfarrer Dr. Volker Wappmann in seiner Predigt zum Auftakt der Herbstsynode des Dekanats. Er sei sich zwar bewusst, dass Protestanten und Katholiken „irgendwie zusammengehören“. Dass dieser Umstand auch zu einer gemeinsamen Kirche führen müsse, verneinte der Prediger jedoch.

Er hält es lieber mit Romano Guardini und dem Psalm 150. Danach „möchte Gott mit vielen Stimmen gelobt werden.“ Wer nun im Konzert der Religionen welches Instrument spielen solle, mochte Dr. Wappmann nicht entscheiden. Das Instrument des Gotteslobes im Protestantismus ist für ihn jedoch eindeutig die Posaune. So bezeichnete der Prediger den Reformator Martin Luther als die „Posaune Gottes in einer Zeit, in welcher die Kirche abgewirtschaftet hatte“.
Martin Luther war eine Posaune Gottes in einer Zeit, in welcher die Kirche abgewirtschaftet hatte.
Pfarrer Dr. Volker Wappmann
Dr. Wappmanns Forderung, die Protestanten müssten mit den anderen Konfessionen „harmonisch zusammenspielen“, ist zumindest auf regionaler Ebene offenbar bereits längst alltägliche Praxis. Dies brachte der katholische Regionaldekan Gerhard Pausch in seinem Grußwort zum Ausdruck. Er sei „dankbar für das gute ökumenische Miteinander“ in der Region.
Diakonie erfolgreich
Im Nachklang des Papstbesuches erfuhr Martin Luther auch hier die Anerkennung der katholischen Kirche. Dessen „Triebfeder ist die Frage nach Gott gewesen“ zitierte Pausch Benedikt XVI. Dekan Dr. Wenrich Slenczka verwies in seinem Bericht auf eine Vielzahl lebendiger und erfolgreicher Aktivitäten. Ganz besonders freue er sich über die positive Entwicklung des Diakonischen Werks (DW). „Wir sind wieder in sicherem Fahrwasser“, sagte der Dekan. Er lobte ausdrücklich Diakon Karl Rühl, der seit Beginn dieses Jahres das DW leitet und jüngst zum Verwaltungsrat mit noch größerer Verantwortung avancierte. „Es hat sich seither viel verbessert“, so Dr. Slenczka. Sein Dank ging auch an alle, die im DW mitarbeiten. Der Dekan machte klar, dass trotz aller Strukturveränderungen in der Kirche, die christliche Identität unangetastet bleibe. „Wir sind getauft auf den Glauben an Jesus Christus. Das ist unsere Grundlage“, so Dr. Slenczka. Weder die Veränderungen noch der Erhalt von Strukturen dürften zum Selbstzweck werden. Moderiert von Käthe Pühl und Dr. Ehrenfried Lachmann, ging das Arbeitsprogramm der Synode über die Bühne. Synodalin Pühl trug auch den Finanzbericht vor. Das Gremium beschloss einstimmig, den Prozentsatz für die Verringerung der Grundzuweisung für ein Jahr auf fünf Prozent festzulegen.
Dekanatsmissionspfarrer Andreas Ruhs und Synodalin Renate Bärnklau berichteten über die Zusammenarbeit des Dekanats mit der Bibelschule Mwika in Tansania. Sie betonten die notwendige finanzielle Unterstützung der Gemeinden des Dekanats für die Ausbildung der Evangelisten und den Ausbau der Wasserversorgung bei den afrikanischen Partnern. Auch kleinere Einzelspenden seien willkommen.
Dank an Mitarbeiter
Pfarrer Stefan Merz wies darauf hin, dass auf www.weiden-evangelisch.de eine Fülle von Informationen über die Aktivitäten im Dekanat abrufbar seien. Dekan Dr. Slenczka dankte den Mitarbeitern in allen Bereichen für ihre Leistungen. Helmut Bremer von der Verwaltungsstelle Sulzbach-Rosenberg erhielt als Dank für 20-jährige Tätigkeit in der Kirche (und 40-jährige Arbeit im Öffentlichen Dienst) ein Buchgeschenk.
Quell: Der neue Tag Weiden
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Oktober 13th, 2011 by admin

Weidener Heime wollen „freiheitsentziehende Maßnahmen“ vermeiden
Weiden. (rg) Gitter am Gestell sollen verhindern, dass Senioren aus dem Bett fallen. Eigentlich. Stattdessen erhöht sich die Verletzungsgefahr gerade durch die Barriere: wenn die Pflegebedürftigen versuchen, über das Gitter zu klettern. Der Sinn von sogenannten „freiheitsentziehenden Maßnahmen“ in Pflegeheimen ist inzwischen höchst umstritten. Auch bei den Verantwortliche in Pflegeheimen selbst. Und so verpflichten sich die acht Weidener Einrichtungen, auf Gurte und Gitter künftig möglichst zu verzichten.
Dieses Bemühen dokumentieren Zertifikate, die OB Kurt Seggewiß und Bärbel Otto, Leiterin der städtischen Seniorenfachstelle, am Mittwoch im Rathaus überreichen. Der vorläufige Abschluss eines Projekts, das die Heimaufsicht der Stadt vor eineinhalb Jahren gestartet hatte. Ziel: „die Reduzierung körpernaher freiheitsentziehender Maßnahmen“. Sämtliche Pflegeheime, so freut sich Bärbel Otto, hätten sich beteiligt, um ein zeitgemäßes Maß „zwischen Fürsorge und Autonomie“ (Projekttitel) zu finden. Sie nahmen an Infoveranstaltungen teil, schulten das Personal
Weltweit zeigt keine Studie einen positiven Effekt von Fixierungen. Projektleiterin Bärbel Otto
Dafür gibt es Urkunden für das AWO-Seniorenheim Franz Zebisch und das Pflegeheim des Diakonischen Werkes. „Sonderzertifikate“ erhalten das AWO-Seniorenheim Hans Bauer, das BRK-Seniorenwohn- und -pflegeheim sowie das St.-Michaelszentrum. Denn sie schrieben sogar in ihrer Konzeption fest, auf Fixierungen gänzlich zu verzichten. Auch die restlichen Heime bemühten sich weiter um Zertifikate, versichert Bärbel Otto. Vereinzelt fehlten dazu noch Mitarbeiterschulungen. Im März 2010 hätten noch alle Einrichtungen auf Gitter und Gurte gesetzt, um eine Sturzgefahr zu bannen oder „herausfordernden Verhaltensweisen“ zu begegnen, blickt die Projektleiterin zurück. Eine Praxis, die den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht. Denn die besagten, dass die „freiheitsentziehenden Maßnahmen“ (FEM) die Risiken oftmals sogar noch erhöhen.
„Fixierte Menschen stürzen mindestens gleich häufig wie nicht fixierte“, zitiert Bärbel Otto aus Untersuchungen. Und sie stürzten schwerer. Fazit: „Weltweit zeigt keine Studie einen positiven Effekt von Fixierungen.“ „Sichere Pflege ohne FEM ist möglich“, behauptete Bärbel Otto gegenüber den Heimleitungen – „und wir haben damit offene Türen eingerannt“. Dafür dankt auch OB Kurt Seggewiß den Verantwortlichen. Er verweist auf Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
HINTERGRUNG
Lieber Partner als Überwacher
Weiden. (rg) So ausufernd der Name, so klein, aber fein die Besetzung. Die einstige Heimaufsicht heißt jetzt „Fachstelle Pflege- und Behinderteneinrichtungen – Qualitätsentwicklung und Aufsicht“ – kurz: FQA – und besteht aus vier Mitgliedern: Evelyn Friedmann vom Gesundheitsamt, Sozialamtsleiter Christian Hölzl, Bärbel Otto, Leiterin der Seniorenfachstelle der Stadt, und Dr. Renate Kersten-Nickl. Dieses „multiprofessionelle Team“ prüft die Qualitätsstandards in den Pflegeeinrichtungen, versteht sich dabei aber „nicht als Überwachungsbehörde, sondern als Partner und Ratgeber“, wie Evelyn Friedmann betonte. Die aktuellen Prüfberichte sollten bereits seit 1. Oktober im Internet abrufbar sein (www.weiden.de/soziales/fqa/). Bärbel Otto bat allerdings für Verständnis, dass ein Unfall von Koordinator Hölzl dazwischenkam. Erst im Januar könnten die Berichte veröffentlicht werden.
Erfolg in Zahlen
Vor eineinhalb Jahren ergriff Bärbel Otto von der FQA (Heimaufsicht der Stadt) die Initiative: Die acht Pflegeheime der Stadt sollten fortan „freiheitsentziehende Maßnahmen“ (FEM) – das Fixieren von Bewohnern an Bett, Stuhl oder Tisch – vermeiden. Den Erfolg belegt die Leiterin des Projekts „Zwischen Fürsorge und Autonomie“ mit einer Studie: Im Juli 2010 fand sie demnach unter 632 Heimbewohnern in Weiden 123 vor, bei denen FEM angewandt wurden. Ein Jahr später waren es 629 Bewohner – und nur mehr 72 FEM.
Die „Fixierungsquote“ verringerte sich damit von 19,5 auf 11,4 Prozent. Nicht nur ein Rückgang um 41,5 Prozent – „auch in Dauer und Intensität“ hätten die Maßnahmen abgenommen, berichtet die Expertin. Wohlgemerkt: Stand der Studie ist Juli. Bärbel Otto zu den Verantwortlichen: „Das ist längst Geschichte. Sie sind natürlich schon wieder viel weiter.“ (rg)
Weitere Informationen im Internet:
www.stmas.bayern.de/pflege/pflegeausschuss/fem-leitfaden.pdf
www.redufix.de
www.leitlinie-fem.de/materalien/sonstiges/
Quelle: Der neue Tag, Weiden www.oberpfalznetz.de
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Oktober 11th, 2011 by admin

Diakonie-Zentrum setzt auf Blockheizkraftwerk – Gegenfinanzierung eingeplant
Weiden. (fku) Die Zukunft beginnt im Keller. Zumindest gilt das für das Diakonische Werk in der Sebastianstraße. Dort arbeiten nun zwei neue Blockheizkraftwerke, die das Gebäude mit Wärme versorgen und gleichzeitig Strom produzieren. Solche Formen alternativer Energiegewinnung „werden die Zukunft sein“, sagt Diakon Karl Rühl über die Investition.
100 000 Euro investiert
Grund dafür war ein ohnehin großer Sanierungsbedarf: Eine neue Heizanlage für das Gebäude, in dem unter anderem Senioren wohnen, musste her. Mit der neuen ließ die Diakonie dann gleich noch die Kraftwerke, einen Gasbrennwertkessel (ein hocheffizienter Heizkessel für Warmwasserheizungen) und einen Hygienespeicher einbauen. Alles in allem belaufen sich die Kosten auf 100 000 Euro. Auf den ersten Blick eine stolze Summe. Aber, so Florian Wagner von der Firma Vaillant, die die Technik zusammen mit der benachbarten Weidener Firma „Müller – Haustechnik“ lieferte: „Über die Stromkosten lässt sich die Investition über zehn Jahre gegenfinanzieren.“ „Jetzt muss sich nur noch in der Praxis erweisen, dass das stimmt“, so Rühl. Die weiteren Planungen machen aber deutlich, dass er nicht allzu pessimistisch ist. So sollen bald auch die anderen großen Pflege-Häuser der Diakonie, etwa das Sindersberger-Seniorenheim, ebenfalls Blockheizkraftwerke bekommen. Rühl betont zwar, dass sich solche Kraftwerke nur in Häusern wie Seniorenheimen lohnten, da hier das ganze Jahr über Warmwasser benötigt werde.
Modellcharakter
Dennoch sieht er auch einen gewissen Modellcharakter – gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Energie-Diskussion in Weiden. In der Diakonie seien nämlich ohnehin alle Häuser verpflichtet, auf alternative Energien zu setzen. Von dieser Neuerung gehe „die Botschaft aus: Man kann alternative Energien nutzen und mit ihnen betriebswirtschaftlich arbeiten.“
Quelle: Der neue Tag, Weiden www.oberpfalznetz.de
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September 27th, 2011 by admin

Frauenhaus seit 15 Jahren Ort der Zuflucht – Erfolg: „Häusliche Gewalt ist keine Privatangelegenheit“
Weiden. (uz) Die Diakonie Weiden feierte am Sonntag 15 Jahre Frauenhaus. In dieser Zeit hat die Einrichtung 962 Frauen und 999 Kinder aufgenommen. Weiteren 1300 Betroffenen habe man mit Rat und Tat zur Seite gestanden, sagte Leiterin Marianne Kleber-Meierhöfer beim Festakt im Kulturzentrum Hans- Bauer. „Frauen, die sich in ausweglosen Situationen befanden.“
Mit der Gründung habe man vor anderthalb Jahrzehnten eine Versorgungslücke geschlossen. Inzwischen gebe es keine Tabus mehr. Die Öffentlichkeitsarbeit habe Früchte getragen. „Wir arbeiten personell an der oberen Leistungsgrenze. Wir brauchen mehr Kapazitäten im Kinder- und Jugendbereich.“ Kleber-Meierhöfer: „Mit mehr personellen Ressourcen könnten wir mehr machen.“ SPD-Stadträtin Waltraud Koller-Girke, von erster Stunde an als Ehrenamtliche dabei, beleuchtete den Werdegang von der politischen Warte und plauderte aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz. Das Frauenhaus sei ein Hort der Geborgenheit und des Schutzes, sagte sie.
Häusliche Gewalt ist keine Privatangelegenheit mehr.
Katharina Eberle, Ministerialrätin im Arbeits- und Sozialministerium
Festrednerin Katharina Eberle erinnerte an die öffentliche Meinung noch vor 25 Jahren, als betroffene Frauen eher geringgeschätzt worden seien. „Wir feiern hier 15 Jahre Schutz und Hilfe und dass häusliche Gewalt keine Privatangelegenheit mehr ist.“ Die Notwendigkeit von Frauenhäusern werde nicht mehr bestritten. Besonders erfreut sei sie, dass Weiden vor wenigen Monaten als erste Stadt überhaupt die Wanderausstellung zum Thema gebucht habe. Anders als Frauenhausleiterin Kleber-Meierhöfer zeigte sich die Ministerialrätin im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen schon erstaunt über die Scheu, die noch immer in der Öffentlichkeit herrsche.
Das Thema sei weiter aktuell. Darüber dürfe nicht hinweggetäuscht werden. Kinder ja. Aber Frauenschutz politisch zu verkaufen, sei halt schwer. 2010 habe das Frauenhaus in Weiden 54 Frauen und 41 Kinder, also 95 von Gewalt betroffene Biografien, betreut. Sie dankte vor allem den 21 Ehrenamtlichen. Ohne die Hauptberuflichen sei die Versorgung aber nicht machbar. „Meine Hochachtung vor Ihrer Arbeit.“ Oberbürgermeister Kurt Seggewiß sprach von einer wichtigen Einrichtung, die aus der Stadt nicht mehr wegzudenken sei. Er betonte Sicherheit, Hilfe und Zuflucht. „Hier wird ein wesentlicher Beitrag geleistet, Vorurteile abzubauen.“ Gemeinsam mit Sparkassen-Filial-Bereichsleiterin Katrin Karagounis überreichte er ans Frauenhaus 2000 Euro.
Diakon Karl Rühl begrüßte die Gäste. Ihren Dank sprachen Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher, Regionaldekan Gerhard Pausch, Dekan Dr. Wenrich Slenczka, MdL Annette Karl (SPD) und MdL Petra Dettenhöfer (CSU) aus. Nach der Ehrung der Ehrenamtlichen feierten die Gäste einen Festgottesdienst in St. Michael mit dem Gospelchor Hope & Joy.
Quelle: Der neue Tag, Weiden www.oberpfalznetz.de
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Reger Austausch zwischen Generationen: Schüler kümmern sich um Senioren

Weiden. (rdo) Der zwischenmenschliche Umgang steht in keinem Lehrbuch. In unserer Gesellschaft, in der häufig beide Elternteile berufstätig sind und nur noch selten mehrere Generationen unter einem Dach leben, fehlt es oftmals an der Sozialkompetenz zwischen den Generationen. Die Kinder verbringen den Nachmittag in Ganztagsklassen oder Horten. Mit einem Sozialpraktikum will die Pestalozzischule die Defizite wettmachen.
Die Mittelschule fördert den Erfahrungsaustausch in der Praxisklasse 9c jede Woche mit zwei Schulstunden, in denen sich die Jugendlichen um die Bewohner der Weidener Seniorenheime Eleonore Sindersberger, Hans Bauer, Franz Zebisch und St.- Michael-Zentrum kümmern. Die gemeinsamen Aktionen bestanden aus Basteln, Malen, Vorlesen für sehbeeinträchtigte Senioren und Backen. Die Schüler machten ihnen Mut, brächten neue Lebensfreude in die Altenheime, freut sich Hermine Strunz vom Betreuungsteam des St.- Michael-Zentrums.
Angenehme Erfahrungen
Beim Schulfest sowie beim Fest der Jahreszeiten im Wohnheim kamen Alt und Jung zusammen. Bewohnerin Erika Rittner berichtet von angenehmen Erfahrungen mit den Schülern, die mit den Senioren unter anderem über tagesaktuelle Ereignisse und Schulthemen sprechen. Im Gegenzug lernen die Schüler die Sichtweise der älteren Generation kennen und verstehen, können daraus wertvolle soziale Kompetenz für den Umgang zwischen den verschiedenen Altersgruppen schöpfen. Schulleiter Roland Schwertsik begrüßt, dass die Schüler die Aktionen mit Freude angehen und dankt Klassenlehrer Herbert Wach für den vorbereitenden Unterricht.
Jüngst betreuten 20 Schüler Senioren in Rollstühlen bei einer Stadtführung, die Förderlehrerin Claudia Lorenz organisiert hatte. Sie holten die Senioren vom St. Michael-Zentrum ab und brachten sie später wieder zurück. Dr. Sebastian Schott vom Amt für Kultur- und Tourismus erläuterte die Sehenswürdigkeiten rund um das Alte Rathaus mit dem ehemaligen Stadtbach, den Hussitenkugeln und der Apotheke mit dem katholischen und evangelischen „Türl“.
Quelle: Der neue Tag 25.06.2011 www.oberpfalznetz.de
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Oktober 20th, 2010 by admin
Kliniken Nordoberpfalz AG informiert über Pflegeberufe
Weiden. (mte) Das waren noch Zeiten, erinnert sich Josef Götz und erzählt der Gattin des Ministerpräsidenten Karin Seehofer von sieben Bewerbungen, die auf eine Ausbildungsstelle im Pflegebereich kamen. Früher. „Mittlerweile sind es 1,5 Bewerbungen“, stellt der Vorsitzende der Kliniken AG besorgt fest. Der Pflegetag der Kliniken Nordoberpfalz AG soll dem entgegenwirken. Am Freitag, 28. Oktober, findet er zum zweiten Mal in der Klinikums-Caféteria, Gabelsbergerstraße, statt.
Von 9 bis 14.30 Uhr können sich hier Schüler, berufliche Neu- oder Wiedereinsteiger sowie Interessierte an Umschulungen rund um den Pflegeberuf an Aktionsständen informieren. Was sind beispielsweise die Voraussetzungen für die einzelnen Ausbildungsrichtungen? Welche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es? Und wie geht es im Krankenhausalltag zu?

„Patienten“ reanimieren Die letzte Frage beantworten Führungen durch das Klinikum. In einzelnen Bereichen dürfen Besucher sich gar selbst ausprobieren, einen Gips anlegen, einen „Patienten“ reanimieren oder OP-Instrumente untersuchen und die Kinderintensivmedizin erkunden. Zudem bietet der Pflegeberuf, egal ob Kinderkrankenpfleger, Operationstechnischer Assistent oder Pflegefachhelfer, einen nahezu krisensicheren Arbeitsplatz. Denn immer mehr Deutsche werden immer älter. Wohl auch deshalb lautet das Motto des Pflegetags „Zukunft braucht Pflege – Nutze deine Chancen“.
Den zweiten Pflegetag der Kliniken Nordoberpfalz AG organisieren die Pflegedirektion mit der pflegerischen Zentrumsleitung am Klinikum Weiden sowie das Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit. Vorgestellt werden verschiedene Ausbildungsrichtungen innerhalb des Pflegeberufs. Auch die Leitungen der Berufsfachschulen für Kranken- und Kinderkrankenpflege, Krankenpflegehilfe und Operationstechnische Assistenten sowie Ansprechpartner der Vergabestelle für das Freiwillige Soziale Jahr des Roten Kreuzes Regensburg und der Bundesfreiwilligendienst sind vertreten. (mte)
Quelle: Der neue Tag, Weiden www.oberpfalznetz.de
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