25. Jubiläum der Parkinson-Gruppe

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Dez 022021
 

Zum 25jährigen Jubiläum der Parkinson-Regionalgruppe Weiden hatte die 1. Vorsitzende, Veronika Lederer, am 20.10.2021 ins Café Mitte eingeladen.

Sie konnte zahlreiche Mitglieder, Förderer und Lokalpolitiker*innen (u.a. OB Meyer, Bürgermeister Wildenauer und Stadtratskolleg*innen) zu diesem denkwürdigen Tag begrüßen.

Nach Dankesworten an die Gäste, Würdigung der Gründer und langjährigen Unterstützer der Gruppe, folgte die Ehrung der langjährigen Mitglieder der Selbsthilfegruppe mit einem kleinen Geschenk.

Die Selbsthilfegruppe versucht, ihre Mitglieder vom oft beschwerlichen Alltag abzulenken, mit informativen Vorträgen und Fahrten und auch mit geselligen Aktionen.  

Der zum Jubiläum engagierte Vortragsredner Herr Dr. Martin Winterholler, Chefarzt der Neurologie am Klinikum Rummelsberg, unterstrich die Wichtigkeit, nicht die Krankheit in den Mittelpunkt zu stellen, sondern das Leben. Wer sich mit seiner Diagnose aktiv auseinandersetzt und etwas unternimmt, hat ganz eindeutig die bessere Perspektive. Deshalb ist die Selbsthilfearbeit auch offiziell „systemrelevant“.

Nach einem kurzen Einblick in die Geschichte der Parkinson-Krankheit gab er Informationen zum aktuellen Stand der Forschung. Parkinson ist zwar seit 190 Jahren erkannt, aber erst seit 5 bis 8 Jahren weiß man von den Vorgängen in den Zellen, und wie man sie verhindern kann. Mit diesen Erkenntnissen können jetzt Medikamente und/oder eine Impfung entwickelt werden, die nicht nur die Symptome lindern, sondern die Ursache bekämpfen.

Dr. Winterholler gibt wertvolle Alltagstipps: Der Genuss von Kaffee verbessert die Wirkung der Medikamente und vermindert so die Symptome der Krankheit.

Zwei mal tägliche Bewegung wie QiGong oder Tanz kann den Einsatz von Medikamenten verringern. Die Beweglichkeit erhält sich dadurch erheblich länger.

Nach dem – trotz des ernsten Themas – unterhaltsam vorgetragenen Referat wurde mit einem reichhaltigen Kuchenbuffet, sowie Häppchen und Getränken, noch schön gefeiert.

Denn das gesellige Beisammensein und Freude am Leben ist die beste Medizin.

Veronika Lederer hatte mit Unterstützung ihres Mannes und einiger Aktiven der Gruppe einen sehr gelungenen und leckeren Nachmittag organisiert.

Die Treffen der Gruppe finden an jedem dritten Mittwoch im Monat um 14 Uhr im Café Mitte statt, in Weiden, zum Stockerhutpark 1

Kontakt: Veronika Lederer, Tel. 0961 / 381 90 591

Foto: Herr Kreuzer, Neuer Tag

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Von der Schuld befreien

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Dez 022021
 

Angehörige von Corona-Verstorbenen in ihrer Not nicht alleine lassen – Moderierter Abend von Erika Kleber im Haus der Diakonie Weiden

Der Verlust eines lieben Menschen ist für sich alleine schon schwer belastend. Wohin mit meinem Schmerz, wohin mit meiner Liebe? Was mache ich mit der Leere und der plötzlichen Einsamkeit? Kommen noch Zweifel und Schuldgefühle hinzu, wird die Last schier unerträglich.  Habe ich selbst dazu beigetragen, ihn bzw. sie am Ende selbst infiziert? Bin ich durch mein Verhalten mitverantwortlich für den Tod des geliebten Menschen? Ich habe Schuldgefühle, weil  ich meine Lieben im Krankenhaus oder Altersheim alleine lassen musste. Wie kann man damit fertig werden, wie damit leben?

Darum ging es am vergangenen Donnerstag (30.09.)  im  Haus der Diakonie. Die Selbsthilfekontaktstelle (SEKO) hatte trauernde Angehörige zu einem  moderierten Abend zum Thema „Schuld“ eingeladen. Erika Kleber, Altenpflegerin, Geronto- und Palliativfachkraft, sowie Stationsleitung im Eleonore Sindersberger Altenheim,  ging einfühlsam auf Fragen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein. Im weiteren Verlauf zeigte sie auch verschiedene Aspekte von „Schuld“ auf. Wie kommt es dazu, dass wir uns schuldig fühlen und wie kann man sich davon befreien?

Es ist schwer vorstellbar, dass dieses Leid noch gesteigert werden kann. Aber fast alle Anwesenden erzählten von unmenschlichen Bedingungen und Verhalten in Pflegeheimen oder Kliniken. Die negativen Erfahrungen überwogen deutlich! Allerdings wurde auch von Seniorenheimen berichtet, die eine Begleitung des Angehörigen ermöglichten. Erzählungen von einfühlsamen Personal und verständnisvollen Ärzten wechselten sich ab mit Berichten über ein völlig gefühlloses und ignorantes Verhalten. Eine Teilnehmerin erwog sogar, die betreffende Klinik zu verklagen. Dem allem noch nicht genug, kamen noch abwertende oder verharmlosende Kommentare aus dem Freundeskreis  oder von  Nachbarn hinzu.

Trauerbewältigung ist eine Befreiung. Sich und andere von „Schuld“ freisprechen zu können, ist gleichfalls befreiend. Das gemeinsame Gespräch wurde an diesem Abend von allen als sehr wertvoll und hilfreich empfunden. Und es sind starke Menschen, die sich dieser Trauer stellen und nicht an ihr zerbrechen wollen. Die einen Weg suchen, sich von Schuld und Leid zu befreien und wieder Freude erleben möchten. Auch, wenn es anfangs schwer ist.

Ende Juli startete ein Selbsthilfe-Projekt für Angehörige von Menschen, die mit oder an Corona verstorben sind. Der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm gab den Startschuss in Weiden, um bayernweit die Gründung eines Netzwerks von Selbsthilfegruppen zu fördern. Im August fanden sich erste Angehörige in Weiden zur Gruppe „Corona-Hinterbliebene“ zusammen. Kontakt: Christine Eglmeier, Tel 0151 – 728 35 458, E-Mail: c-eglmeier@gmx.de

Bei der  Selbsthilfekontaktstelle besteht zudem die Möglichkeit, zu über 100 Selbsthilfegruppen der nördlichen Oberpfalz zu den unterschiedlichsten Themen Informationen und Ansprechpartner zu erhalten.

Brigitte Lindner / Jürgen Huhn, Tel 0961 / 389 31 63, E-Mail: seko.nopf@diakonie-weiden.de

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Diakonie Weiden wählt neues Aufsichtsgremium

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Apr 092021
 

Weiden. (exb) Unter reger Onlinebeteiligung fand die Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes des Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirks Weiden statt. Der Verwaltungsratsvorsitzende Clemens Link, seit 2010 in dieser Funktion, dankte Vorstand Diakon Karl Rühl und dem Verwaltungsrat für die Zusammenarbeit. Das Diakonische
Werk, so Link, kam vor gut 10 Jahren aus einer existenzgefährdeten Situation und es sei bemerkenswert, „dass alle wesentlichen Kennzahlen verbessert werden konnten“.
Aufgrund des Ausscheidens von Dekan Wenrich Slenczka und Diakoniepfarrer André Fischer, beide haben das Dekanat im Frühjahr verlassen, übernahm Lothar Höher den weiteren Verwaltungsratsbericht. Neu entstand die Tagespflege „In d‘ Wein“, die Täterberatung und das „Weidner Modell“, das Ambulant Betreute Wohnen, der Integrationslotse, die aufsuchende Seelsorge. Der Verwaltungsrat habe den Vorstand für die Planung von zwei größeren Investitionsprojekten mit einer Gesamtsumme von 16 Millionen Euro beauftragt. Mit ihren mehr als 400 Beschäftigten sei die Weidener Diakonie ein wesentlicher Bestandteil der sozialen Arbeit.
Das neue Aufsichtsgremium besteht aus Clemens Link als Vorsitzender, Rechtsanwalt Rouven Colbatz, Ärztin Dr. Freifrau von Lindenfels, Pfarrer Manuel Sauer, Lothar Höher und Dekan Thomas Guba, als Leiter des Dekanats. Guba übernimmt den stellvertretenden Vorsitz des Gremiums.
Das teilte nun das Diakonische Werk Weiden mit.

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Dieter Bock spendet Geburtstagsgeld an Heim

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Jul 032020
 

Weiden. (exb) Ein knallgrünes, gern genutztes Loriot-Sofa hat zuletzt dank einer Spende auf der „Sindersberger-Arche“ seinen Platz gefunden. Nun kann ein weiterer Wunsch in Erfüllung gehen.

Zu verdanken ist das Dieter Bock, der kurz vor den Corona-Beschränkungen seinen 80. Geburtstag mit 30 Gästen feierte. Da Geben oft seliger als Nehmen ist, machte er sich jetzt auf den Weg zum Eleonore-Sindersberger-Haus und überreichte einen Betrag von 750 Euro an Geschäftsführer Karl Rühl. Der bedankte sich besonders dafür, dass man in Zeiten der Krise gedanklich verbunden war, und die Familie Bock mit dem Heim lange Zeit schon verwoben ist. Er wies auf das ehrenamtliche Engagement des Spenders hin, der beim Arbeitskreis Asyl bei der Schulabschluss Begleitung für junge Migranten tätig ist.

Eine Sindersberger-Schürze war eine erheiternde Anerkennung für den leidenschaftlichen Hobbykoch. Pflegedienstleiter Konrad Nickl und Heimbeiratsvorsitzende Anneliese Hein übermittelten den Dank der Senioren und wünschten vor allem Gesundheit und Gottes Segen.

Quelle: Der neue Tag – Ausgabe vom 03.07.2020

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70 Jahre Müttergenesungswerk: Beratungsstellen für überlastete Eltern in Weiden

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Mai 042020
 

Finanzieller Druck, schwieriges Zeitmanagement, Patchwork-Familien, Trennungen, Doppel- oder Dreifachbelastung durch Beruf, Erziehung und Pflege, Zwillings- und Mehrlingsgeburten, Entwicklungsstörungen beim Kind, Erkrankung oder Behinderung, Sorgerechtsstreitigkeiten und viele weitere Faktoren können Mütter und Väter an ihre Leistungsgrenzen bringen. Wer über eine Kur des Müttergenesungswerks (MGW) nachdenkt, die sich speziell an Elternteile richtet und bei der die Kinder dabei sein können, kann sich bei der Diakonie Weiden und dem Caritasverband für Weiden und den Landkreis Neustadt beraten lassen. Dagmar Deutschländer (Diakonie) und Elisabeth Hirn (Caritas) helfen bei der ersten Einschätzung, ob eine Maßnahme des MGW angebracht ist, beim Ausfüllen des Antrags und geben bürokratische Unterstützung im Falle einer Ablehnung.

Besonders Mütter angesprochen

Beide Beraterinnen weisen auf die rechtliche Verankerung der Kuren hin. Sie gehören zu den Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Belastete Mütter und Väter haben also ein Recht auf Vorsorgemaßnahmen mit oder ohne Kinder in den 74 MGW-Kliniken. „Es gilt nicht: ambulant vor stationär. Es ist nicht nötig, erst alle ambulanten Maßnahmen auszuschöpfen. Eine ganzheitliche, interdisziplinäre Kur kann man nicht ersetzen durch ambulante Maßnahmen“, erklärt Dagmar Deutschländer. Voraussetzung für die Genehmigung einer Kur ist allerdings eine durch einen Arzt attestierte medizinische Indikation.

Diese sei vor allem bei Frauen häufig gegeben. Überlastete Mütter sollten sich laut Dagmar Deutschländer häufiger bewusst machen: „Ich habe auch mal ein Recht auf drei Wochen ohne Kids.“ Die Hilfestellung sei da. Es gehe darum, sich zu trauen, das Angebot anzunehmen. „Die Frauen sind heute älter als früher, wenn sie Kinder kriegen. Dadurch haben sie häufig gleichzeitig pflegebedürftige Eltern und dadurch eine Doppelbelastung“, weiß sie aus zahlreichen Gesprächen.

„Es ist oft der Wahnsinn. Die Frauen haben keine Kapazitäten, durchzuschnaufen. Der Tag beginnt um 5.30 Uhr und endet um 22.30 Uhr mit dem Zusammenlegen der Bügelwäsche.“ Die Erschöpfung zeige sich erst nach einer langen Belastungsphase, ergänzt ihre Kollegin von der Caritas. „Den Kindern geht es nur so gut, wie es der Familie und besonders der Mutter geht.“ Außerdem gehen Frauen laut Dagmar Deutschländer zu selten wegen sich selbst zum Arzt, nach dem Motto: „Die Bandscheibe hat ja schon immer wehgetan.“

Recht auf Widerspruch

Die beiden Frauen wissen aus Erfahrung, dass die Krankenkassen die beantragten Kuren relativ oft ablehnen. „Das ist oft wie eine Ohrfeige für die Frauen“, sagt Elisabeth Hirn. „Die Krankenkassen sollten der ärztlichen Verordnung einer Kur auch Rechnung tragen.“ Es sei meist ein langer Weg, sich die Erschöpfung einzugestehen, ergänzt Dagmar Deutschländer. Eine Ablehnung wirke, „als wäre man zu hysterisch“. Auf den Widerspruch haben Antragsteller ein Recht. Hirn und Deutschländer unterstützen dabei.

Im Vergleich zu anderen Kuren sehen die Beraterinnen bei den Maßnahmen des Müttergenesungswerks einige Vorteile. „Es gibt einen großen Zusammenhalt bei den Frauen in den MGW-Kurhäusern, weil sie über die ganze Aufenthaltsdauer zusammen sind“, erklärt Dagmar Deutschländer als Beispiel. Denn die dreiwöchigen Kuren starten zu festgelegten Terminen.

Der intensive Austausch untereinander führe zu mehr Wissen bei den Müttern über Hilfsangebote nach der Kur. „Die Mütter kommen gestärkt und mit guten Vorsätzen wieder“, meint sie. „Viele Frauen lernen durch die Kur, besser auf sich zu achten.“ Außerdem könne eine Kur die Mutter-Kind-Beziehung stabilisieren. Und wenn eine Mutter alleine zur Kur geht, könnt dies das Familiensystem positiv verändern, „weil man zu Hause merkt, wie es ohne die Mutter läuft“.

Ergebnisoffene Beratung

Die Empfehlungen der beiden Fachfrauen sind nicht an das Müttergenesungswerk gebunden. „Wir erklären, was eine mögliche Kur ist und was nicht“, so Deutschländer. In einigen Fällen raten die Fachfrauen von einer Kur ab oder empfehlen andere Maßnahmen. „Man muss als Voraussetzung kurbedürftig und kurfähig sein.“

INFO:

Beratung während der Coronakrise

Die Coronakrise wirkt sich auf die Arbeit von Caritas und Diakonie aus. Die Beraterinnen helfen telefonisch. Trotzdem: „Momentan ist die Kurenvermittlung schwierig“, sagt Dagmar Deutschländer. Das liege vor allem an den Kurhäusern, die entweder Vorhaltestationen für Coronapatienten oder ganz geschlossen seien.

Auch bereits geplante Kuren können derzeit nicht angetreten werden. „Alles wird verschoben“, betont Deutschländer. Ärgerlich: Viele sogenannte Schwerpunktkuren finden nur einmal im Jahr statt. „Die Frauen müssen wieder warten.“ Krankenkassen genehmigten derzeit eine Verschiebung der Kur ohne neues Attest oder Antrag. „Das läuft wirklich unkompliziert“, sagt die Fachfrau.

Deutschländer erwartet in Folge der Corona-Pandemie einen „Kuren-Boom“. Homeoffice, Unterricht daheim, Sorgen um die Eltern: „Das zehrt an den Familien. Und sind wir uns mal ehrlich: Das bleibt meistens an den Frauen hängen.“ (tsa)

MÜTTERGENESUNGSWERK UND KONTAKT VOR ORT:

Bei der Gründung des Müttergenesungswerks (MGW) 1950 standen die Belastungen durch Kriegsfolgen im Fokus. Gründerin Elly Heuss-Knapp erreichte die gesetzliche Verankerung der Mütterkuren. Später kamen Angebote für Mütter mit Kindern hinzu. Heute gibt es außerdem Kuren für Väter, Väter und Kinder sowie pflegende Angehörige. In Deutschland gibt es 74 Kliniken unter dem Dach des MGW.

Über 1000 Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände unterstützen Interessierte in Vorgesprächen, bei Widersprüchen und in der Nachsorge.

Ansprechpartnerinnen in Weiden:

  • Caritasverband Weiden und Landkreis Neustadt/WN: Elisabeth Hirn, Telefon: 0961/3891-40, E-Mail: e.hirn@caritas-weiden.de. Die Geschäftsstelle zieht Anfang März von der Nikolaistraße 6 in die Bismarckstraße 21 um. Während des Umzugs kann es Probleme bei der Erreichbarkeit geben.
  • Diakonie Weiden: Dagmar Deutschländer, Sebastianstraße 18, Telefon: 0961/38931-16 (Anrufbeantworter nutzen), E-Mail: dagmar.deutschlaender@diakonie-weiden.de.
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Diakoniekreuz für Ehrenamt

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Mrz 092020
 

Weiden. (exb) Diakon Karl Rühl überreichte nun Dr. Elvira Freifrau von Lindenfels und Lothar Höher das silberne Diakoniekreuz und eine Ehren-urkunde der Diakonie Bayern für ihr Ehrenamt im Aufsichtsgremium
des Diakonischen Werks.

Rühl würdigte in diesem Zusammenhang die fachliche und doch zugewand-te Klarheit von Freifrau von Lindenfels und die verbindliche, im Quer-schnitt denkend und praktisch orientierte Arbeitsweise von Höher. Vor allem am Anfang ihres Diensts war Durchstehvermögen gefordert und ging seither mit gut 40 Sitzungen einher.

Freifrau von Lindenfels brachte ihr fachlichesWissen als Hausärztin aus 35 Jahren Praxistätigkeit ein. Lothar Höher fand es spannend, dass man ihn als Katholik für ein evangelisches Werk angefragt hatte. „Als Weidener, der auch hinter die Kulissen schauen kann, wusste ich um die schwierige Ausgangslage, die Diakon Rühl übernahm und wollte ihn unterstützen.“

Lothar Höher (rechts) und Elvira Freifrau von Lindenfels bekommen die Ehrung
von Diakon Karl Rühl. Bild: exb/Michaela Barth

Quelle: Der neue Tag – Ausgabe 07.03.2020

Weihnachtsfeier für Alleinlebende in Weiden für viele das größte Geschenk

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Dez 232019
 

Diese zweieinhalb Stunden sind für manchen Menschen das größte Geschenk. Die Weihnachtsfeier für Alleinlebende an Heiligabend in Weiden einmal ausfallen zu lassen, kommt den Organisatoren nicht in in den Sinn.

„Schon im August gibt es die ersten Nachfragen, ob die Feier stattfindet“, sagt Dagmar Deutschländer. Die 55-Jährige ist Sozialpädagogin beim Diakonischen Werk Weiden, das gemeinsam mit dem Caritas-Kreisverband Weiden-Neustadt/WN im Wechsel den Abend vorbereitet. Ein Erfolgsrezept. Die ökumenische Zusammenarbeit klappt bereits seit über 30 Jahren. Damals hieß sie „Alten- und Einsamenweihnacht“. Zumindest für ein paar Stunden wollte man allein lebenden Frauen und Männern ohne Familie in der Stadt und im Landkreis eine Freude zum Weihnachtsfest bereiten.

Daran hat sich nichts geändert. Seit Jahren bleibt die Zahl der Gäste weitgehend konstant. „An die 100 sind es meistens, manche kommen jedes Jahr. Bis aus Eslarn und Wiesau“, weiß Diakon Karl Rühl. Die Altersstruktur ist gemischt. „Von 18 bis über 70 Jahren ist alles dabei. Seit ein paar Jahren kommen auch immer mehr jüngere. Spontan, von der Straße“, sagt Rühl. Das klappe ganz gut, was nicht selbstverständlich sei. „Die Leute sind unterschiedlich, manche sind gesundheitlich angeschlagen oder erscheinen bereits alkoholisiert. Da kann es natürlich Spannungen geben, aber in der Regel bleibt es friedlich. Wenn die ganze Gruppe es aushält, dann kann es auch bereichernd sein“, sagt der Diakon.

Dankbare Gäste

Jeder sei willkommen. Das sehen auch die freiwilligen Helfer so. Mit rund zehn an der Zahl ist das Grüppchen in diesem Jahr etwas kleiner als sonst. Ihr Einsatz reicht von der Betreuung an den Tischen bis hin zum Heimfahr-Service. „Wir könnten da gut noch ein paar Ehrenamtliche gebrauchen“, sagt Deutschländer. Ein 24. Dezember ohne die Alleinlebenden-Weihnacht ist für Carmen Pichel undenkbar. Familie samt Enkel müssen zur Bescherung auf sie verzichten. „Dafür haben sie mich dann an den beiden Feiertagen ganz für sich.“ Die 56-Jährige gibt gern. Dank genug sind ihr dabei die kleinen Gesten. „Die Feier findet ein Mal im Jahr statt und trotzdem kommt es vor, dass vermeintlich Fremde einen auf der Straße ansprechen und fragen, ob man sich wieder am Heiligen Abend sieht. Das macht einen schon glücklich“, sagt Pichel.

„Manche Gäste kenne ich noch vom letzten Jahr. Da ist das Wiedersehen besonders schön“, sagt auch Bärbel Poweleit. Die verwitwete Weidenerin engagiert sich seit acht Jahren. „Wir mischen uns unters Volk, sitzen mittendrin. Manche wollen reden, manche nicht. Das ist in Ordnung“, sagt die 73-Jährige. „Wir geben jedem das Gefühl, dass er willkommen ist.“ Schön sei es auch, wenn Freundschaften unter den Gästen entstehen. Da würden dann schon mal gegenseitige Kaffeeeinladungen ausgesprochen.

Deutschländer weiß, dass ein solcher Abend auch emotional anstrengend sein kann. Und das liege nicht nur an Weihnachten. Im Alltag allein und dann plötzlich so viele Leute in einem Raum? Das koste Überwindung. „Nicht jeder kann damit umgehen und es annehmen. Es passiert auch, dass Gäste mithelfen oder das Essen bezahlen wollen“, sagt die Sozialpädagogin. Das habe auch etwas mit Würde zu tun.

Niemand bleibt hungrig

Die Helfer jedenfalls wollen allen eine Freude bereiten. Der Abend bietet auch ein Rahmenprogramm mit Musik von Alleinunterhalter Hans Spindler auf dem Keyboard, dem Lauschen des Weihnachtsevangeliums, heiteren und besinnlichen Geschichten und einem festlichen Essen. „Niemand muss hungrig aufstehen, es gibt auch Nachschlag“, verspricht Diakon Rühl. Gemeinsam mit Küchenchef Ronny Hinderlich und Koch Marcel Hofmeister vom Klinikum Weiden wurde das Überraschungs-Menü besprochen. Die Besucher dürfen sich, so viel sei verraten, am Dienstag auf Suppe, ein Bratengericht und selbst gebackene Plätzchen freuen. „Stollen, Punsch und andere Getränke gibt es außerdem“, sagt Rühl. Und noch ein kleines Geschenk für jeden. „Wir versuchen immer etwas Praktisches zu schenken, mit dem die Leute was anfangen können. In diesem Jahr gibt es Honig aus der Region. Wir hatten auch schon Handschuhe, Decken, Briefbeschwerer oder Filztaschen.“ Für viele sei das oft das einzige Geschenk an Weihnachten.

Caféteria hat sich bewährt

Gefeiert wird seit Jahren in der Personalcaféteria des Klinikums. „Wir brauchen Platz für mindestens 100 Leute und eine Küche“, sagt Deutschländer. „Wir waren schon im Evangelischen Vereinshaus und im Kloster St. Augustin, in der Caféteria haben wir jedoch die besten Möglichkeiten“, sind die Organisatoren dankbar. Nur eine behindertengerechte Toilette fehle leider.

Die Feier beginnt um 18.30 Uhr und endet um 21 Uhr. „Für die meisten vergeht die Zeit viel zu schnell“, sagt Pichel. Aber auch die Helfer wollen irgendwann nach Hause zu ihren Familien. „Es wird sowieso mindestens halb elf Uhr nachts“, bis man heimkommt, sagt Deutschländer. Und wenn’s vorbei ist, kreisen die Gedanken bereits ums nächste Jahr.

Übrigens: Die Adventsgestecke auf den Tischen und den Weihnachtsstollen stiftet die Stadt. Die Kosten der Feier in Höhe von 3000 Euro teilen sich die beiden Wohlfahrtsverbände. Unbezahlbar ist jedoch die Unterstützung durch die Ehrenamtlichen.

https://www.onetz.de/oberpfalz/weiden-oberpfalz/weihnachtsfeier-fuer-alleinlebende-weiden-fuer-viele-groesste-geschenk-id2928886.html

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Kirche kommt zu den Menschen

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Dez 122019
 

In den evangelischen Gemeinden Floß und Wildenreuth startete die Diakonie Weiden das Projekt „Aufsuchende Seelsorge“. Vier Jahr lang soll die seelsorgerische und diakonische Gemeindearbeit gefördert werden.

Ab sofort bis Herbst 2023 führen die evangelischen Kirchengemeinden Floß und Wildenreuth sowie der Diakonieverein Floß das diakonische Projekt „Aufsuchende Seelsorge“ unter der Trägerschaft des Diakonischen Werkes Weiden durch.

Der Vorsitzende der Diakonie Weiden, Diakon Karl Rühl, ging auf die Ausgangsfrage dieses Projekts ein. „Was benötigen die evangelischen Kirchengemeinden in ihrer dörflichen Struktur an seelsorgerlichen und diakonischen Vorhaltungen? Was ist aus diakonischer Sicht möglich, um die Struktur zu stärken und die Menschen vor Ort, in ihrer gewohnten Struktur, zu begleiten?“

Viel erreicht

Antworten kamen unter anderem in den Sondierungsgesprächen beispielsweise aus Erzählungen über das Wirken von früheren Gemeindeschwestern. „Diese haben mit wenig Mitteln viel erreicht“, stellte Rühl fest. „All das, was wir heute mit modernen Begriffen, wie Case Management beschreiben, ging bei einer Gemeindeschwester ganz selbstverständlich einher und man hatte nicht den Eindruck, obwohl die Not groß war, dass unsere Gemeindeschwester ein Motivations- oder Geldproblem hatte.“ Der Wildenreuther Pfarrer Manuel Sauer betonte dabei den besonderen Auftrag. „Kirche muss bei den Menschen sein und auch im Alltag der Menschen erlebbar werden.“ Weiter sagte er: „Wir wollen mehr. Mehr für die Menschen da sein.“

Eigenständig leben

Der Vorstand der Diakonie Weiden und die Gemeindevertreter haben sich einstimmig auf eine Projektkonzeption verständigt, die eine aufsuchende, helfende, einladende und angebotsorientierte seelsorgerlich/diakonische Gemeindearbeit fördert. Dabei soll es vor allem auch hilfsbedürftigen und älteren Menschen ermöglicht werden, weiterhin eigenständig in ihrer dörflichen Umgebung zu leben.

Neben dem persönlichen begleitenden Kontakt, sollen aber auch Hilfsfelder erkannt werden und über das Individuelle hinaus, in Zusammenarbeit mit der Diakonie, weitere Maßnahmen bedacht und organisiert werden. Stichworte waren unter anderem Fahrdienste, Tagestreffen, offener Mittagstisch, Wohngruppe, Betreuungsleistungen, Babysitterdienst und Kursangebote. „Wir reden in unserer Kirche von der sogenannten ‚Geh-Struktur‘, so Pfarrer Wilfried Römischer aus Floß. „Die Kirche kommt ins Haus. Ich glaube, das kann auch den umgekehrten Weg fördern.“ Nach seinen Worten habe eine aufsuchende Kirche eine kommende Gemeinde.

Die Evangelische Landeskirche in Bayern unterstützt die zwei neuen Projekte und erhofft sich modellhafte Ergebnisse für weitere Überlegungen. Die Förderung hänge auch an der Zusammenarbeit von Kirchengemeinde und Diakonischem Werk. „Ich finde es schön, dass aus den eigenen Reihen der Kirchengemeinden fachlich qualifizierte Personen für die praktische Umsetzung des Projektes gewonnen werden konnten“, betonte Dagmar Deutschländer von der Bezirksstellenarbeit der Diakonie Weiden. Für das Projekt in Floß steht Erika Römischer-Thamm. „Die Stellenbeschreibung hat mich sofort angesprochen. Ich habe selbst bei meiner eigenen Mutter erlebt, wie erdrückend Alleinsein sein kann. Gerne lerne ich Menschen kennen, habe Zeit für das Gespräch, gerade auch in Krisensituationen, wie Krankheit, Trauer oder Sorgen. Alles bleibt bei mir!“ In der evangelischen Kirchengemeinde Wildenreuth konnte für das Projekt Bärbel Ehmann gewonnen werden. Sie ist auch Fachkraft in der Pflege und Betreuung. „Der persönliche Kontakt zu den Menschen liegt mir sehr am Herzen“, so Ehmann. „Gerne besuche ich, ich denke und handle praktisch und bin gerne in der Kirchengemeinde unterwegs“.

https://www.onetz.de/oberpfalz/wildenreuth-erbendorf/kirche-kommt-menschen-id2918320.html

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Nov 262019
 

Die Diakonie eröffnete in der Friedrich-Ebert-Straße 37 ihre Tagespflege „In d’Wein“. Dekan Wenrich Slenczka und Stadtpfarrer Markus Schmidt segneten die Sozialstation für Pflege, Therapie und Verwaltung.
von Helmut Kunz

Mit viel Prominenz weiht die Diakonie die neue Tagespflege „In d’Wein“ ein.
Bild: Kunz

Dabei wurden auch die beiden Leiterinnen der Tagespflege, Beate Östreich und Ulrike Nachreiner, in ihren Dienst eingeführt. Beide hatten sich vorher schon bei der Planung und Umsetzung eingebracht, betonte Diakonievorstand Karl Rühl. Er dankte auch der langjährigen Pflegeleiterin Angelika Zürcher und ihren Stellvertreterinnen Marianne Stelzl und Diakonin Monika Ihlefeld.

60 hauptamtliche Mitarbeiter hätten nun eine neue Wirkungsstätte. Der Vorsitzende der Diakoniemitarbeitervertretung, Hans-Joachim Grajer, würdigte den Neuanfang. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß zeigte sich von Vielfalt, Größe, Gestaltung und den Möglichkeiten der Räume beeindruckt.

Bezirkstagsvizepräsident und Diakonie-Verwaltungsrat Lothar Höher betonte die hohe Sinnhaftigkeit von „In d’Wein“ und der Sozialstation für das soziale Leben für Weiden und Umland. Auf berührende Weise sagte die 94-jährige Anneliese Hein: Sie habe nicht erwartet, so schöne Räume und so viele Bereithaltungen für ein erfülltes Alltagsleben vorzufinden. Sie habe ein feines Mitarbeiterteam kennengelernt und erkenne hier viele Möglichkeiten, die Fähigkeiten im Alter zu erhalten und zu verbessern.

Zum vorhandenen Fuhrpark wurden zwei Busse, einer davon mit Hebebühne für Rollstuhlfahrer, angeschafft, damit jeder von seiner Wohnung abgeholt und zurückgebracht werden kann. Auch diese Kosten werden über die Pflegeversicherung abgerechnet. Nach den Feierlichkeiten war die Tagespflege für interessierte Besucher geöffnet.

Pflegende Angehörige sollten entlastet werden und Gäste mit unterschiedlichem Hilfsbedarf einen gemeinsamen sinnerfüllten Alltag erleben. Dafür stünden Mitmachküche, Werkraum, therapeutische und gesellige Zusammenhänge zur Verfügung. Für das leibliche Wohl sei immer bestens gesorgt. „Ja, da habe ich gleich mein Essen auf Rädern abbestellt, da wir ja hier selber kochen oder vom Eleonore Sindersberger versorgt werden“, sagte ein Gast. So sei das auch gedacht, räumte Rühl ein. Die Sozialstation hat geöffnet Montag bis Freitag von 8 bis 16.30 Uhr sowie bei Bedarf Samstagvormittag.

Quelle: https://www.onetz.de/oberpfalz/weiden-oberpfalz/diakonie-eroeffnet-tagespflege-id2907542.html

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